Fodas Abschiedstour beginnt zuhause gegen Wacker

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Mit dem Heimspiel gegen Wacker Innsbruck in der 26. Runde der Fußball-Bundesliga startet Franco Foda am Mittwoch (20.30 Uhr) seine "Abschiedstour" bei Titelverteidiger Sturm Graz.

Seit Montag steht der Abgang des Deutschen mit Saisonende fest, Angst vor negativen Auswirkungen auf die Leistung seines Teams hat er nicht. "Wir haben noch Ziele", betonte Foda, dessen Elf derzeit freilich mit einer hartnäckigen Torflaute und dem Rückfall auf Platz sechs der Tabelle zu kämpfen hat.

Torflaute im Frühjahr

Nach dem Treffer von Imre Szabics im ersten Frühjahrsspiel am 11. Februar kam die Tormaschine der "Blackies" völlig zum Erliegen, seit 504 Minuten gelang kein Treffer mehr - da ist für den noch regierenden Meister auch die Bilanz von nur drei Gegentoren wenig tröstlich.

"Im Moment haben wir keine gute Phase", sagte auch Foda, versprach aber Besserung: "Die vergangenen Begegnungen sind abgehakt, es hat absolut keinen Sinn, über Gewesenes zu diskutieren. Wir werden schon gegen Innsbruck wieder Tore schießen."

Foda fordert Konzentration auf Spiele

Foda ("Ich bin schwer motiviert, so ist das Fußballgeschäft") will zumindest mit einem Platz unter den Top-Vier Abschied nehmen und auch im Cup noch weiterkommen. Das teilte er auch der Mannschaft mit.

"Ich habe am Montag vor dem Training eine kurze Ansprache gehalten und ihnen aufgetragen, sich auf die Matches zu konzentrieren", berichtete der 45-Jährige.

"Sie sollen einem neuen Trainer zeigen, dass sie in die Mannschaft gehören. Sie können sich beweisen. Und ich bin überzeugt davon, dass die, die auf den Platz gehen, auch gewinnen wollen." Sicher nicht auf den Platz gehen wird jedenfalls Neo-Stürmer Rubin Okotie, der von einem grippalen Infekt gebeutelt wurde.

"Viel negativer kann es nicht werden"

Nicht zuletzt der jüngsten, enttäuschenden Sturm-Vorstellungen wegen traut Wacker-Coach Walter Kogler seinem Team in Graz einiges zu - auch einen Sieg?.

"Warum nicht? Sturm ist sicher der Favorit. Aber wenn alles zusammenpasst, trauen wir uns eine gute Leistung zu. Wir wollen grundsätzlich couragiert auftreten", gab der Kärntner zu Protokoll.

"Ich glaube aber nicht, dass wir von der Trainersituation profitieren können, weil es schon in den vergangenen Runden nicht alles ganz rund lief bei Sturm. Es kann eh nicht viel negativer werden", meinte Kogler. "Es könnte bei den Grazern aber auch eine Trotzreaktion hervorrufen."

Personalsorgen bei Wacker

Auch sein Team tat sich in der Offensive zuletzt kaum hervor, erzielte in den jüngsten vier Partien lediglich einen Treffer - musste allerdings in neun Spielen en suite auch nur eine Niederlage hinnehmen und weist eine gute Auswärtsbilanz auf (3-7-2).

"Das Problem ist bei uns aber ähnlich gelagert, wie bei den anderen Teams. Wir tun uns schwer, wenn der Gegner tief steht, gerade jetzt, wo die Plätze in schlechtem Zustand sind."

Personell kann Kogler jedenfalls nicht sorgenfrei ins Spiel gehen: Neben Marco Köfler (Meniskusoperation) und Thomas Löffler (rekonvaleszent) wird er in Graz wohl auch auf die angeschlagenen Daniel Schütz, Thomas Bergmann sowie Dario Dakovic (Achillessehne) verzichten müssen.

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