Wiedererstarkte Admira will auswärts punkten

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Mit dem Heimspiel gegen den wiedererstarkten Aufsteiger Admira geht die SV Ried am Mittwoch in eine neue Ära. Erstmals seit 9. Juli 2008 ist nicht Paul Gludovatz Cheftrainer der Oberösterreicher, die in Interimscoach Gerhard Schweitzer freilich einen echten Garanten für Kontinuität haben.

Ried will Stabilität

"Es ist gar nichts anders", meinte denn auch der 48-Jährige, der in der Vergangenheit Erfahrung auch schon als Cheftrainer der "Wikinger" sammelte. "Paul steht nimmer vorne, sondern ich", meinte der Gludovatz-Intimus Schweitzer, der schon im ÖFB-Nachwuchs mehrere Jahre gemeinsam mit dem Burgenländer werkte, lapidar.

"Wir haben uns in den vergangenen Jahren so viele Dinge erarbeitet. Und die Spieler werden nicht durch irgendwelche Dinge, die der Gerhard Schweitzer will, verändert. Wir wollen Stabilität. Das ist ja der Sinn und Zweck, dass ich Interimscoach bin."

Mit dem ersten Saisongewinn im direkten Duell können sich die Rieder auch wieder Tabellenplatz vier zurückholen, den man am Wochenende an die Niederösterreicher verloren hatte.

Schweitzer zeigte aber Respekt. "Wir wissen, wie schwer wir uns bisher gegen die Admira getan haben", sagte er im Rückblick auf die beiden 1:1 am 11. Dezember in der Südtstadt bzw. am 17. September in Ried. "Die Admira hat in den vergangenen Partien außerdem wieder sehr gut gespielt. Respekt."

Schweitzer auch zu Sturm Graz?

Bis auf Stürmer Ivan Carril (Meniskuseinriss) hat er alle Spieler zur Verfügung. Kann sich Schweitzer vorstellen, Gludovatz zu Sturm Graz nachzufolgen? "Es ist alles vorstellbar", meinte der Oberösterreicher, der am Dienstag ein Zukunftsgespräch mit Ried-Manager Stefan Reiter führte - schließlich läuft sein Kontrakt zu Saisonende aus.

"Er hat mir weiterhin einen Vertrag als Co-Trainer angeboten, ich habe mir ein, zwei Wochen Bedenkzeit erbeten", erklärte Schweitzer, dessen hauptberufliche Tätigkeit bei der Lenzing AG nur mit einem Verhältnis als Assistenzcoach vereinbar ist. "Wenn es andere Angebote gibt, dann muss man das natürlich überlegen. "

Kühbauer erwartet topmotivierte Rieder

Admira in der Fremde schwach

Auch Admira-Coach Dietmar Kühbauer glaubt nicht, dass der Trainerwechsel in Ried für eine veränderte Ausgangsbedingung sorgt. "Nein, ich erwarte eine topmotivierte Mannschaft", meinte der Burgenländer.

In der Fremde tat sich sein Team in der laufenden Saison bisher schwer, belegt mit acht Punkten aus zwölf Spielen Rang acht der Auswärtstabelle. Angesichts der jüngsten drei Spiele, aus denen man sechs Punkte holte, darf man freilich mit Optimismus anreisen.

Defensivtrio fehlt verletzt

Auch wenn nicht nur der verletzte Altmeister Patrik Jezek, sondern mit Richard Windbichler, Christopher Dibon und Stephan Palla (alle verletzt) auch ein wichtiges Defensivtrio fehlt." Ich habe nie an unserem Spielstil gezweifelt", betonte Kühbauer im Rückblick auf die Serie von neun Spielen ohne Sieg, die erst mit dem 2:0 über Wr. Neustadt Anfang März endete.

"Was zwei Jahre gut war, kann nicht auf einmal schlecht sein. Und du darfst nicht zum Grübeln anfangen, defensiv werden. Das ist schlecht, das merken dann auch die Spieler. Der Gedanke bleibt derselbe, du willst Tore schießen."

Das gilt auch im Innviertel, wo Kühbauer ein Duell auf Augenhöhe erwartet. "Wir spielen auf einem ähnlichen Niveau. Die beiden Teams verfügen über ähnliche Attribute, sind sehr kampfstark", erklärte der 40-Jährige. "Ich will Ried nicht stärker reden, aber da muss man alles aufbieten."

Letzter Admira Sieg 2003

Der bisher letzte Sieg der Admira liegt jedenfalls lange zurück - und hat indirekt auch mit Schweitzer zu tun: Am 29. Mai 2003 besiegelten die Südstädter mit einem 3:0-Erfolg den Abstieg der Oberösterreicher - der nunmehrige Interimscoach war nur wenige Tage davor als Cheftrainer von Klaus Roitinger abgelöst worden.

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