Keine Punkte für Sturm in der Südstadt

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Meister SK Sturm Graz kann auswärts einfach nicht mehr gewinnen.

Die Steirer kassierten am Sonntag zum Abschluss der 25. Runde eine verdiente 0:2-(0:2)-Niederlage beim heimstarken Aufsteiger Admira und mussten nach der 0:1-Heimpleite gegen Wiener Neustadt den zweiten großen Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze in Folge hinnehmen.

Die Niederösterreicher verbesserten sich hingegen auf Rang vier und verringerten den Rückstand auf die vor ihnen liegenden beiden Wiener Topteams Rapid und Austria auf zwei Zähler.

13 Auswärtsspiele sieglos

Daniel Toth mit einem Freistoßtreffer (15.) und Rene Schicker mit einem verwandelten Foulelfmeter (44.) sorgten für den bereits neunten Admira-Heimsieg im 13. Spiel. Die Admiraner liegen mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Salzburg sogar noch auf Tuchfühlung zur Spitze.

Für die Grazer, die auch in ihrem 13. Auswärtsspiel ohne Sieg blieben und schon fünf Partien ohne Torerfolg sind, scheint hingegen der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung bereits jetzt ausgeträumt.

Stark verändert

Beide Teams brachten im Gegensatz zur Vorwoche eine stark veränderte Formation aufs Feld. Bei der Admira gab Plassnegger (für Drescher) sein Comeback in der Viererkette, zudem kamen auch die Offensivkräfte Ouedraogo und Schicker (für Schachner und Hosiner) in die Mannschaft.

Foda setzte gar auf eine mit Dudic und Pürcher (für den gesperrten Feldhofer und Burgstaller) völlig neue Innenverteidigung und gab außerdem Wolf und Bodul für Hölzl und dem angeschlagenen Okotie eine Chance von Beginn an.

Tischler hält Elfmeter

Die Grazer konnten sich vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller im Spiel nach vorne überhaupt nicht in Szene setzen, mit einer Ausnahme. Nach einem Foul von Plassnegger am trickreichen Kainz gab es völlig zurecht Elfmeter, Szabics scheiterte allerdings mit einem zu schwachen Schuss an Admira-Tormann Tischler (20.).

Die Nummer eins erwies sich somit zum zweiten Mal in der laufenden Saison als "Elfmeterkiller", hatte er doch am 3. März beim 2:0-Sieg gegen Wiener Neustadt auch schon einen Elfmeter von Helly gehalten.

Schicker behält die Nerven

Die Hausherren zeigten sich demgegenüber kurz vor der Pause vom Punkt treffsicher und sorgten mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Klem brachte Seebacher im Strafraum zu Fall, und Schicker ließ sich die Chance nicht entgehen (44.).

Im Gegensatz zur 2:4-Niederlage in der Südstadt im Herbst, bei der die Grazer die Partie nach einem 0:3-Rückstand zur Pause noch einmal spannend gemacht hatten, konnten sie dieses Mal in den zweiten 45 Minuten nur wenig zusetzen. Die Truppe von Chefcoach Franco Foda war zwar bemüht und feldüberlegen, fand aber keine einzige zwingende Torchance vor.

Daran änderte auch nichts, dass in der letzten halben Stunde mit Szabics, Pavlov und Haas drei gelernte Stürmer am Feld standen. Gefährlicher waren sogar die Hausherren im Konter.

Nach vier schwachen Partien am Samstag wurde den heimischen Fußball-Zuschauern zum Abschluss der Runde die ansehnlichste und torreichste Partie geboten.

Toth trifft per Freistoß

Vor 4.735 Zuschauern in der Trenkwalder-Arena entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche und offene Partie, in der die Grazer zwar mehr Ballbesitz hatten, die Hausherren aber deutlich zweikampfstärker und vor allem gefährlicher waren.

Sturm-Goalie Cavlina musste sich schon in der fünften Minute bei einem Schuss des starken Ouedraogo auszeichnen. Zehn Minuten später brachte der Kroate den durchbrechenden Ouedraogo knapp außerhalb der Strafraumgrenze zu Fall und sah völlig zurecht gelb.

Für die Gäste kam es aber noch viel bitterer: Toth zirkelte den Freistoß aus spitzem Winkel ins lange Eck, Cavlina sah dabei nicht gut aus (15.). Für den 24-jährigen Mittelfeldspieler war es bereits der zweite Freistoßtreffer in Folge nach jenem zum 1:1 bei der 1:2-Niederlage gegen die Austria vor einer Woche.

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