Kriselnde Salzburger gegen Rapid um Tabellenführung

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Trotz der jüngsten Misserfolgsserie winkt Red Bull Salzburg in der 24. Fußball-Bundesliga-Runde die Tabellenführung.

Mit einem Heimsieg im Schlager am Samstag gegen Rapid würden die Mozartstädter dank des besseren Torverhältnisses erstmals seit der 9. Runde die Spitzenposition übernehmen, was die zahlreichen Tiefschläge der vergangenen Wochen wohl einigermaßen verschmerzen ließe.

Moniz nimmt Druck von der Mannschaft

Trainer Ricardo Moniz war aber vor dem Match bemüht, keine allzu große Erwartungshaltung aufzubauen. "Ich nehme den ganzen Druck von den Spielern weg. Gedanken muss nur ich mir machen", betonte der Niederländer, der sich nach einem beständigen Aufwärtstrend sehnt.

"Wir müssen Kontinuität kreieren. Ich habe nichts davon, wenn wir gegen Rapid gewinnen und eine Woche später wieder abwesend sind."

Laut Statistik deutet ohnehin wenig auf einen Salzburger Erfolg hin. Die jüngsten fünf Duelle beider Teams in Wals-Siezenheim endeten unentschieden.

Zudem gelang Salzburg in diesem Jahr weder ein Sieg noch ein Tor im eigenen Stadion. 35 Punkte aus 23 Partien bedeuten Negativ-Rekord in der Red-Bull-Ära.

Leistung in Innsbruck stimmt optimistisch

Zu allem Überdruss klebte den Mozartstädtern im Nachtragsspiel gegen Wacker Innsbruck auch noch das Pech an den Schuhen - vor allem Neuzugang Jonathan Soriano trat als Chancenvernebler in Erscheinung.

"Das waren hundertprozentige Möglichkeiten, doch das muss man verkraften", sagte Moniz. Immerhin sei der Auftritt gegen die Tiroler in Ordnung gewesen. "Wenn wir die gleiche Leistung wie in Innsbruck bieten, bin ich optimistisch."

Hinteregger und Leitgeb zurück

Im Match am Tivoli hatte Martin Hinteregger noch aus disziplinären Gründen gefehlt, gegen Rapid kehrt der Verteidiger wieder in den Kader zurück.

"Ich habe einen guten Kontakt mit ihm. Wir sind das sehr professionell angegangen, er ist jetzt wieder einen Schritt weiter", meinte Moniz, der auch wieder auf Christoph Leitgeb zählen darf.

Dafür stehen unter anderem der verletzte Franz Schiemer und der erkrankte Dusan Svento nicht zur Verfügung.

Rapid-Trainer Peter Schöttel hingegen kann praktisch aus dem Vollen schöpfen, lediglich Christopher Trimmel ist aufgrund der Roten Karte gegen Ried zum Zuschauen verurteilt.

Trotz zufriedenstellender Personalsituation und Tabellenführung sieht der Wiener sein Team nur in der Außenseiterrolle.

Schöttel schiebt Salzburg Favoritenrolle zu

"Die Salzburger haben am Tivoli einen bärenstarken Eindruck gemacht, ein Sieg blieb ihnen nur aufgrund mangelnder Chancenverwertung verwehrt. In der eigenen Arena sind sie als Gastgeber bei nationalen Spielen immer in der Favoritenrolle und außerdem nach wie vor der heißeste Kandidat auf den Meistertitel."

Allzu groß ist der Respekt der Hütteldorfer vor den "Bullen" aber auch wieder nicht. "Wir freuen uns auf diesen Schlager und fahren sehr zuversichtlich nach Salzburg", betonte Schöttel.

Genährt wird der Optimismus durch die Ausbeute von vier Punkten aus zwei Saisonduellen mit dem Tabellenzweiten sowie aus der Serie von 13 Begegnungen ohne Niederlage. Allerdings warten die Grün-Weißen seit dem 7:0 im März 2008 auf einen Sieg in Salzburg.

Nossa, Nossa in der Red-Bull-Arena

Rund 2.000 Fans werden Rapid in der EM-Arena unterstützen. Insgesamt 15.000 Zuschauer werden erwartet, der Eintritt für weibliche Anhänger ist frei.

Als besonderes Zuckerl für die Besucher wird der brasilianische Latin-Pop-Sänger Michel Telo vor der Partie in einem halbstündigen Auftritt unter anderem seinen Überraschungshit "Ai Se Eu Te Pego!" zum Besten geben.

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