Kapfenberg darf wieder hoffen

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Der Kapfenberger SV hat am Mittwochabend neue Hoffnung im Abstiegskampf der Bundesliga gewonnen.

Das Schlusslicht siegte im Nachtragsspiel der 21. Runde gegen den SC Wiener Neustadt verdient mit 1:0 (0:0) und liegt nach 24 Spielen nur mehr neun Punkte hinter dem SV Mattersburg sowie zehn Zähler hinter den Niederösterreichern zurück.

Den spielentscheidenden Treffer vor 2.500 Zuschauern im Franz-Fekete-Stadion erzielte Thomas Schönberger (73.).

 Für die Obersteirer war es zu Beginn der zweiten englischen Woche in Folge der erste Erfolg im direkten Duell seit dem 28. November 2009, danach hatte in acht Aufeinandertreffen nur ein magerer Punkt herausgeschaut.

Die Niederösterreicher, die zuletzt am Samstag mit dem 1:0-Sieg bei Meister Sturm Graz überrascht hatten, haben damit nach wie vor im Frühjahr keinen eigenen Treffer erzielt. Gegen Sturm hatte ja ein Eigentor von Rubin Okotie die Entscheidung gebracht.

Kuljic von Beginn an

Kapfenberg-Coach Thomas von Heesen stellte seine Mannschaft gegenüber der 0:3-Pleite in Ried in der Offensive an zwei Positionen um.

Für den gesperrten Kapitän David Sencar sowie Dieter Elsneg rückten Markus Felfernig und Sanel Kuljic in die Startformation.

Für den 34-jährigen Kuljic war es der erste Einsatz von Beginn an in der Bundesliga seit dem 28. November 2009. Damals hatte er noch das Trikot von Wiener Neustadt getragen.

Der Stürmer-Routinier hätte sich auch fast über einen perfekten Einstand freuen dürfen. Schon nach 18 Sekunden kam er nach einem Felfernig-Zuspiel im Strafraum überraschend an den Ball, setzte diesen aber mit links neben das Tor.

Siebenhandl rettet gegen Junior

Damit war es mit den Höhepunkten im Spiel vor der Pause schon fast wieder geschehen. Die Obersteirer hatten mehr vom Spiel, kombinierten zum Teil auch trotz der sehr schlechten Platzverhältnisse gefällig, der letzte Pass kam aber fast nie an.

Bei der zweiten Großchance der Hausherren zeichnete sich Wiener-Neustadt-Tormann Jörg Siebenhandl bei einem Schuss von Nathan Junior mit einer Fußabwehr aus (33.). Kurz darauf wurde ein Kopfballtreffer von Haruna Babangida völlig zurecht wegen Abseits aberkannt (33.).

Die Niederösterreicher standen wie in den bisherigen Frühjahrspartien auch in der Defensive ziemlich gut, ließen aber jegliche Offensivbemühungen vermissen.

Einmal wurde es im Strafraum der "Falken" trotzdem brenzlig, ein Foul von Schönberger an Mario Pollhammer blieb allerdings von Schiri Thomas Einwaller ungeahndet (32.).

Kapfenberg macht weiter Druck

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Ein Grgic-Abschluss ging aber am Tor vorbei (48.). Nach einer Stunde reagierte Von Heesen. Für den mannschaftsdienlich agierenden Kuljic kam Naim Scharifi rechts im Mittelfeld in die Partie, Babangida rückte in die Spitze.

Und in der Schlussviertelstunde wurden die Kapfenberger auch belohnt. Siebenhandl konnte sich bei einem Felfernig-Schuss noch auszeichnen, im zweiten Versuch war Schönberger aber erfolgreich (73.).

Der Abwehrspieler hätte auch schon in der Aktion zuvor das 1:0 machen müssen, scheiterte aber mit einem Kopfball aus fünf Metern am Neustadt-Goalie.

Wolf rettet gegen Wolf

Von den harmlosen Niederösterreichern war mit Ausnahme eines Schusses von Daniel Wolf, der von Raphael Wolf gut pariert wurde (60.), nichts zu sehen.

Der erste Heimsieg der Obersteirer, die zuletzt zweimal in Folge verloren hatten, seit dem 24. September 2011 wurde damit perfekt.

Für die Kapfenberger geht es am Samstag mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Salzburg weiter, die Wiener Neustädter stehen mit der Heimpartie gegen die Wiener Austria ebenfalls vor einer schwierigen Aufgabe, genauso übrigens wie der dritte Abstiegskandidat Mattersburg, der bei Rapid gastiert.

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