Bei Salzburg ist Feuer am Dach

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Wacker Innsbruck will Salzburg Probleme bereiten

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Nach der 0:1-Heimschlappe gegen den SV Mattersburg ist bei Vizemeister Red Bull Salzburg Feuer am Dach.

Coach Ricardo Moniz steht nach der Pleite sowie dem Rückfall auf Rang drei in der Bundesliga-Tabelle mehr denn je in der Kritik und vor einer richtungsweisenden Woche.

Am Mittwoch (18.30 Uhr) müssen die "Bullen" im prestigeträchtigen Nachtragsauswärtsspiel gegen Wacker Innsbruck reüssieren, ehe am Samstag in Salzburg das Topspiel der 24. Runde gegen Tabellenführer Rapid ansteht.

Tag der Trauer ist vorbei

Im Nachtragsspiel der 20. Runde treffen zwei Verlierer vom Wochenende aufeinander.

Während die Tiroler vor eigenem Publikum der Austria mit 0:1 unterlagen, blamierten sich die "Bullen" in Salzburg gegen Mattersburg.

"Wir haben einen Tag getrauert, aber jetzt sind wir wieder bereit, die drei Punkte mitzunehmen", sagte der Salzburg-Coach. Aufgeben ist für den Niederländer ein Fremdwort.

"Ich bleibe immer stehen und kämpfe. Ich ziehe meine Linie durch, denke, dass ich die Mannschaft erreiche und schaue daher positiv nach vorne", betonte Moniz.

Moniz in Hinteregger-Causa wortkarg

Nicht zur Verfügung steht am Mittwoch Kapitän Martin Hinteregger, der von Salzburgs Coach aus disziplinären Gründen vorerst aus dem Kader geworfen wurde und bei den Juniors trainiert.

Diese Maßnahme hatte er im Frühjahr auch schon bei Gonzalo Zarate getroffen, ihn mittlerweile aber wieder in die Mannschaft integriert.

Details wollte Moniz nicht preisgeben. Es habe jedenfalls zum ersten Mal mit dem 19-Jährigen Probleme gegeben. "Ich muss Spieler weiterentwickeln. Da gehört ab und zu eine disziplinäre Maßnahme dazu. Er hat Fehler gemacht, die machen wir aber alle", erklärte Salzburgs Trainer.

Die Tür für eine Rückkehr steht Hinteregger offen. "Martin ist ein junger Profi. Das sind Lernmomente. Es liegt an ihm. Ich glaube nach wie vor an ihn", sagte Moniz, der davon überzeugt ist, die Mannschaft nach wie vor im Griff zu haben.

Neben Hinteregger fallen Alan und Christoph Leitgeb, der gegen Rapid sein Comeback geben könnte, fix aus. Die zuletzt kranken Simon Cziommer, Petri Pasanen und Dusan Svento sind zudem fraglich. Einen neuerlichen Dämpfer dürfen sich die Salzburger nicht leisten.

"Wir waren oft in solchen Situationen und sind wieder aufgestanden. Wir versuchen alles, um den Anschluss zu halten. Wenn wir gewinnen, schaut es in der Tabelle nicht so schlecht aus", meinte Abwehrspieler Franz Schiemer, der wohl ein Kandidat für die Kapitänsbinde ist.

Kogler will RBS-Schwächephase nicht überbewerten

Die Tiroler kassierten am Samstag gegen die Austria die erste Niederlage nach fünf Runden.

"Niederlagen gehören dazu, wir bereiten uns ganz normal auf die nächste Aufgabe vor und werden versuchen, eine gute Leistung zu bringen", sagte Wacker-Coach Walter Kogler.

Eine neuerliche Niederlage wäre nicht überraschend, blieben die Tiroler doch gegen Salzburg in den jüngsten vier Heimpartien ohne Sieg und kassierten dabei gleich drei Niederlagen.

Koglers Truppe, in der der am Meniskus operierte Marco Köfler genauso wie Thomas Löffler fehlt, befindet sich klarerweise in der Außenseiterrolle.

"Fakt ist, dass Salzburg überall Favorit sein muss, egal welche Rahmenbedingungen es gibt", sagte der 44-Jährige in Hinblick auf die Schwächephase beim Gegner.

"Werden versuchen, Salzburg Probleme zu bereiten"

Ungeklärt war am Dienstagvormittag die Tormannfrage. Szabolcs Safar kämpfte bis zuletzt darum, nach seiner Grippe-Erkrankung rechtzeitig fit zu werden.

"Wenn er fit ist, wird er spielen. Ich weiß es aber noch nicht", ließ der Kärntner die Personalentscheidung offen. Anstelle des Ungarn würde wie schon gegen die Austria Markus Egger das Tor hüten.

In den bisherigen beiden Saisonduellen bereiteten die Tiroler dem West-Rivalen Probleme. Im Tivoli-Stadion mussten sich die Innsbrucker am 24. Juli 2011 knapp 0:1 geschlagen geben, Julius Perstaller scheiterte in der Nachspielzeit mit einem Elfmeter an Salzburg-Goalie Eddie Gustafsson.

In Salzburg folgte am 15. Oktober ein 1:1-Remis. "Wir werden versuchen, den Salzburgern Probleme zu bereiten. Dass wir das können, haben wir schon im Herbst gezeigt", erinnerte Kogler.

Ein Freundschaftsspiel der beiden Teams - nach Absage des direkten Bundesliga-Duells wegen Unbespielbarkeit des Platzes - in Salzburg am 11. Februar endete übrigens mit einem 4:3-Sieg Salzburgs.

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