KSV will Aufwärtstrend fortsetzen

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Der Kapfenberger SV hat zum Frühjahrsstart die Wende mit vier Punkten aus zwei Spielen zumindest eingeleitet.

Im Nachtragsspiel der 20. Runde auswärts gegen Admira am Mittwochabend (18.30 Uhr) gilt es für das immer noch abgeschlagene Schlusslicht den positiven Trend fortzusetzen sowie den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.

Unentschieden helfen den Schützlingen von Chefcoach Thomas von Heesen (14 Punkte/21 Spiele) in der momentanen Situation nur wenig weiter. Zehn Punkte fehlen auf den SC Wiener Neustadt (24/22), zwölf Zähler auf den SV Mattersburg (26/23).

"In jedem Spiel unser Ding durchdrücken"

"Die Lage ist sehr schwierig, denn Mattersburg gewinnt jedes Spiel. Das ist schlecht für unsere Psyche, aber Wiener Neustadt steckt auch mit uns da drinnen", rechnet Florin Lovin mit einem Abstiegsdreikampf.

Die Obersteirer gehen aufgrund des noch immer deutlichen Rückstands auch in der Südstadt offensiv ausgerichtet in die Partie. "Wir treten überall an, um zu gewinnen", betonte Von Heesen. "Wir wollen in jedem Spiel unser Ding durchdrücken."

Im Gegensatz zum torlosen Remis gegen Sturm Graz werden diesmal wieder vier von acht neuen KSV-Kickern in der Startformation stehen.

Erwartungen in Babangida

Der zuletzt gesperrte Haruna Babangida soll ähnlich wie beim 1:0-Sieg gegen die Austria seine technische Klasse aufblitzen lassen.

"Er ist pfeilschnell. Mit ihm soll es uns wieder öfters gelingen, in die 'box' zu kommen", setzte der KSV-Coach große Erwartungen in den nigerianischen Offensivspieler.

Die "Falken" haben sich gegenüber dem Herbst aber nicht nur in der Offensive, sondern vor allem in der Defensive verbessert. Die klar schwächste Liga-Abwehr des Herbstes ist im Frühjahr noch ohne Gegentreffer.

"Dichtes Programm bedeutet Spaß"

"Dank der neuen Spieler ist es um einiges ruhiger für mich. Das freut mich, denn dadurch kann ich öfter zu null spielen", sagte Goalie Raphael Wolf.

Mit den bevorstehenden beiden englischen Wochen - am Mittwoch in einer Woche wartet auch noch das Nachtragsspiel im Franz-Fekete-Stadion gegen Wiener Neustadt - haben die Steirer kein Problem. "Unser dichtes Programm bedeutet Spaß für mich. Ich würde am liebsten jeden Tag spielen", meinte der deutsche Goalie.

Admira hat wieder Selbstvertrauen

Die Admiraner beendeten mit dem 2:0 gegen Wiener Neustadt ihre neun Spiele andauernde Serie der Sieglosigkeit und strotzen nun wieder vor Selbstvertrauen.

"Für den Trainer ist so etwas schon herrlich und für die Spieler noch umso schöner. Da hat sich im Kopf sicher etwas getan", sagte Admira-Trainer Dietmar Kühbauer. "Es war befreiend, bedeutet aber nicht, dass jetzt alles von alleine läuft", ergänzte der Ex-Rapidler gleich.

Vor den Obersteirern haben die Niederösterreicher durchaus Respekt. "Sie sind sicher stärker als im Herbst und für sie zählen eigentlich nur Siege, aber wir spielen zu Hause und da wollen wir natürlich gewinnen", gab Kühbauer die Marschroute vor.

"Personelle Situation nicht das Gelbe vom Ei"

Personell haben die Admiraner allerdings einige Probleme. Nach Christopher Dibon fällt mit dem gesperrten Richard Windbichler die nominelle Einser-Innenverteidigung komplett aus. Neben Daniel Drescher wird nun Routinier Andreas Schrott im Zentrum agieren.

"Die personelle Situation ist nicht das Gelbe vom Ei, aber darüber mache ich mir keinen Kopf", traut der Admira-Coach seiner Mannschaft trotzdem einen vollen Erfolg zu. Positive Nachrichten gab es immerhin von Gernot Plassnegger, der wieder ins Training eingestiegen ist und als eiserne Reserve auf der Bank Platz nehmen könnte.

Mit dem zweiten Sieg in Folge wären die sechstplatzierten Admiraner wieder voll im Rennen um die Europacup-Plätze. "Aber wir reden nicht über ungelegte Eier", sagte Kühbauer.

Der Statistik nach kommen die Kapfenberger den Kühbauer-Schützlingen recht, haben sie doch im Oberhaus noch kein direktes Duell gewonnen. In der laufenden Saison gab es in den direkten Begegnungen noch keinen Sieger, in der Südstadt ein 1:1, in Kapfenberg ein 0:0.

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