"Zweite Hälfte fast irregulär"

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Szabics kann sich Einbruch nicht erklären

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Sturm Graz ist am Samstag dem avisierten Saisonziel einen ersten Schritt näher gekommen.

Dank des 1:0-Heimsiegs gegen den SV Mattersburg machte der Titelverteidiger gleich zum Frühjahrsauftakt drei Punkte auf die SV Ried und damit einen Gegner im Kampf um die drei fixen Europacup-Plätze gut.

Die Leistung der zu Hause weiterhin unbesiegten Grazer war allerdings alles andere als meisterlich, trotzdem reichte es gegen schwache Burgenländer im zehnten Heimspiel für den achten Sieg.

"Zweite Hälfte fast irregulär"

"Wir waren die bessere Mannschaft, haben verdient gewonnen. Das Resultat geht in Ordnung", fasste Sturm-Trainer Franco Foda zusammen.

Der Platz in der UPC-Arena war vor der Partie rechtzeitig von eisigen Stellen befreit worden, mit Fortdauer des Spiels wurde das Feld allerdings aufgrund des ständigen leichten Schneefalls und der tieferen Temperaturen immer schwieriger zu bespielen.

"Die zweite Hälfte war schon fast irregulär", meinte Foda. Und Patrick Wolf ergänzte: "Es war sehr holprig."

Szabics kritisch

Die Entscheidung fiel symptomatisch für die spielerisch schwache Partie aus einer Standardsituation. Imre Szabics vollendete nach einem Wolf-Corner und einer Kopfball-Weiterleitung von Thomas Burgstaller im Rutschen aus kürzester Distanz (37.) und machte seinen fünften Saisontreffer perfekt.

"Ich bin froh über den Sieg und mein Tor. Aber ich kann mir nicht erklären, wie es zu unserem Einbruch in der zweiten Hälfte kommen konnte", waren vom Siegtorschützen auch kritische Worte zu hören.

Foda mit Pavlov nicht unzufrieden

Der ungarische Teamstürmer bildete erstmals in einem Pflichtspiel gemeinsam mit Srdjan Pavlov das Sturmduo. Der serbische Neuzugang vom Ligarivalen Kapfenberg blieb aber farblos.

"Er ist erst seit etwas mehr als einer Woche bei uns, kennt noch nicht die Laufwege vom Imre. Aber irgendwann muss man damit anfangen, ihn einzusetzen", sagte Foda.

Über die Leistung des 28-Jährigen fand der Deutsche keine kritischen Worte, ganz im Gegenteil. "Es braucht noch Zeit, bis die Automatismen greifen. Aber die Aufgaben, die ich ihm gestellt habe, hat er erfüllt. Deshalb bin ich mit seiner Leistung nicht unzufrieden", erklärte Foda.

Der Sturm-Coach hat im Gegensatz zum Herbst, wo der Verletzungsteufel gewütet hatte, nun die Qual der Wahl. Nur Hölzl, Bukva und der erkrankte Okotie, der die Partie von der Tribüne verfolgte, standen am Samstag nicht zur Verfügung.

Bei den Burgenländern fehlte der erkrankte Ilco Naumoski an allen Ecken und Enden. "Das Fehlen von Naumoski darf aber keine Ausrede sein", betonte Coach Franz Lederer. Der 48-Jährige ärgerte sich über das Auftreten seiner Mannschaft.

"Sturm war schlitzohriger"

"Sturm war schlitzohriger, das war der Unterschied. Einige meiner Spieler sind bei der ein oder anderen Aktion sprichwörtlich festgefroren", übte der Mattersburg-Trainer Kritik. Das einzig Positive sei die mit 57:43 Prozent "gewonnene" Zweikampfbilanz.

Im Hinblick auf das Unternehmen Klassenerhalt nahm der Mattersburg-Trainer die Niederlage gelassen hin. "Man kann beim österreichischen Meister und besten Heimteam der Liga verlieren. Nächste Woche kommt Ried, da können wir es gleich wieder besser machen", sagte Lederer.

Der Abstand auf Schlusslicht Kapfenberg wurde nicht größer, da die Partie der "Falken" bei der Admira witterungsbedingt abgesagt worden war.

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