Salzburg lässt wieder Punkte liegen

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Der ersehnte Befreiungsschlag will Salzburgs Fußballern nicht gelingen. Trotz einer Vielzahl an guten Möglichkeiten kam der Vizemeister am Mittwoch im Nachtragsspiel bei Wacker Innsbruck über ein 1:1 nicht hinaus und tritt weiter auf der Stelle.

Weil aber auch die anderen Topteams der Liga nicht recht vom Fleck kommen, sind die "Bullen" trotz nur fünf Punkten aus vier Frühjahrsspielen drei Zähler hinter Tabellenführer Rapid Zweiter - und gaben drei Tage vor dem Schlager gegen Grün-Weiß zumindest ihrem in der Kritik stehenden Trainer Ricardo Moniz Anlass zu neuer Hoffnung: "Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt", sagte der Niederländer.

Mangelnde Chancenauswertung bei Salzburg

In der Tat erspielten sich die Gäste im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien zahlreiche Chancen, die Tiroler waren mit dem Remis schließlich "sehr gut bedient", wie Wacker-Coach Walter Kogler gestand.

In Sachen Verwertung ließ der Favorit aber zu Wünschen übrig. "Da erarbeiten wir uns endlich wieder Torchancen, was in den vergangenen Wochen eh nicht so gelaufen ist, und dann machen wir zu wenig Tore", meinte Mittelfeldmann Georg Teigl, der gleichermaßen "Unglück und Unvermögen" für den vergeben Sieg verantwortlich machte.

Soriano in der Kritik

"Es ist eine Naivität. In den ein oder zwei Momenten müssen wir hellwach sein und die Tore schießen", ärgerte sich auch Moniz. Eine Kritik, die wohl nicht zuletzt auf die mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Neuerwerbung Soriano gemünzt war.

Der Spanier ist Pflichtspieltreffer noch schuldig geblieben und verjubelte am Mittwoch in der 20. Minute einen "Sitzer" fahrlässig. "Man muss sein Potenzial abrufen. Ich erwarte, dass das sehr schnell passiert", meinte Moniz, schlug aber wie gewohnt die Optimismus-Trommel: "Der Moment kommt."


Nächste Chance gegen Rapid

Vielleicht werden die "Bullen" schon beim Samstags-Heimspiel gegen den Leader von der Muse geküsst, mit einem Dreipunkter könnte man sich schließlich an die Spitze der Liga setzen. "Der positive Schwung ist jedenfalls da. Das müssen wir gegen Rapid mitnehmen", sagte Moniz.

Sein Offensivspieler Jakob Jantscher konnte dem nur beipflichten. "Wir hätten den Sieg dringend gebraucht. Jetzt müssen wir gegen Rapid gewinnen", erklärte der 23-jährige.

Admira gewinnt weiter

Indes durfte die Admira mit dem 3:1 gegen Kapfenberg zum ersten Mal seit 1. Oktober des Vorjahres über zwei Siege am Stück jubeln. "Das Selbstvertrauen ist wieder da", bestätigte Mittelfeldmann Stefan Schwab.

"Die Kapfenberger waren der erwartet harte Gegner, durch den wichtigen Ausgleich vor der Pause haben wir aber neue Luft bekommen", meinte Trainer Dietmar Kühbauer, der mit seinem Team auf den vierten Tabellenplatz, vier Punkte hinter Rapid, zurückkehrte.

Mit einem Spitzenplatz zum Saisonende wollte Kühbauer deswegen aber keineswegs spekulieren: "Wir sind immer noch der Aufsteiger."

Kapfenberg ärgert sich über den Schiedsrichter

Der Aufwärtstrend bei Kapfenberg kam jedenfalls vorläufig zum Stehen, auch wenn das Tabellenschlusslicht vor der Pause den Ton in der Südstadt angab. "Wir haben sehr gut begonnen und die Admira hinten reingedrängt, leider haben wir noch vor der Pause das 1:1 bekommen", erklärte "Falken"-Coach Thomas von Heesen.

Sein Goalie Raphael Wolf ärgerte sich nicht zuletzt über den Schiedsrichter: "Nach der Pause hätten wir zwei Elfmeter bekommen müssen", behauptete der Deutsche.

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