Der ewige Kandidat?

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Raphael Wolf: Grün-weiße Tendenz und Konstante

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30 Kilometer sind es zwischen Maria Enzersdorf und Wiener Neustadt.

Von der Trenkwalder-Arena ist man schnell auf der Südautobahn und dann in nicht einmal 20 Minuten bei der Sportanlage des SC.

Dort gastierte am Samstag Rekordmeister Rapid – mit Helge Payer zwischen den Pfosten.

In der Südstadt hütete Raphael Wolf das Tor der Gäste aus Kapfenberg. Fehlerfrei. Sieben Paraden weist die LAOLA1-Datenbank aus: Vier in der ersten, drei in der zweiten Halbzeit.

Rapid und das Anforderungsprofil

Mit tollen Reflexen hielt der Deutsche das 0:0 bis zur 78. Minute und verwandelten Elfmeter von Patrik Jezek (Hier gibt’s das VIDEO) fest.

Und stellte einmal mehr unter Beweis, warum er einer von insgesamt sieben Kandidaten war, die der neue Rapid-Trainer Peter Schöttel als Payer-Konkurrenten auf der Liste hatte.

„Wir wollen einen erfahrenen, aber nicht zu alten Tormann, der in einer höchsten Liga bereits als Nummer eins Erfahrung gesammelt hat. Es darf auch ein Legionär sein“, beschrieb der Rekord-Rapidler noch im Juni das Anforderungsprofil.

Kein Kommentar zu Gerüchten

Der 23-jährige Wolf absolvierte in den letzten beiden Spielzeiten insgesamt 74 Matches für die Obersteirer, hätte also perfekt ins Anforderungsprofil und nach Hütteldorf gepasst.

KSV-Präsident Erwin Fuchs zeigte sich auch gesprächsbereit und merkte an, dass es trotz Vertrag bis 2013 keine festgeschriebene Ablösesumme gebe.

Rapid entschied sich aber gegen Raphael Wolf und holte stattdessen den Slowaken Jan Novota.

Von LAOLA1 zum geplatzten Wechsel zu den Grün-Weißen befragt, gibt sich Wolf wortkarg und also keinen Kommentar ab. „Dazu will ich nichts sagen!“

Genau wie auch zu den Gerüchte um einen Wechsel zu RasenBallsport Leipzig und Peter Pacult.

"Zum Glück noch ein Punkt"

Vielmehr freue er sich, so der von den Amateuren des Hamburger SV geholte Torhüter, dass „ich Fußball spielen und für Kapfenberg auf dem Feld stehen kann.“

Gegen Admira war er einer der besten „Falken“ auf dem Platz, wieder einmal, wie auch Trainer Gregoritsch bestätigt. „Raphael war wie gewohnt ein sicherer Rückhalt!“ Und hatte großen Anteil am Last-Minute-Punkt der Gäste.

„Zum Glück haben wir aus der Niederlage noch ein Unentschieden gemacht. Admira war sicherlich vermehrt am Drücker, aber wir haben uns den Ausgleich durch die harte Arbeit bis zur letzten Minute verdient“, will Wolf von einem „glücklichen Punkt“ nichts wissen.

Verhängnisvoller Lupfer

An seine Vorderleute hatte er auf der Heimfahrt aber eine Frage, nämlich wegen des Elfmeters.

„Bei uns reicht ein Lupfer über die Abwehr und der Stürmer ist fast alleine durch“, ärgert sich der Deutsche, der laut „transfermarkt“ einen Marktwert von 900.000 Euro hat und damit der mit Abstand wertvollste Kapfenberger ist.

Was die fußballerischen Mittel der Steirer in dieser Saison wert sein werden, da will sich der Deutsche nach erst zwei Runden nicht festlegen.

„Wir wissen, dass wir viel Qualität in der Mannschaft und gegen jeden Gegner eine Chance haben. Mal gucken, wo das hinführt.“

Vielleicht führt es für Raphael Wolf eines Tages doch noch nach Hütteldorf.

Stephan Schwabl

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