Stöger vs. Schöttel - Duell ehemaliger Kollegen

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Wiener Neustadt - Der SC Wiener Neustadt hat am Samstag (18.30 Uhr) im Bundesliga-Duell zweier rundumerneuerter Teams Fußball-Rekordmeister SK Rapid zu Gast.

Für beide Trainer kommt es zu einer Premiere: Der 45-jährige Peter Stöger sitzt zum ersten Mal im Stadion in der Giltschwertgasse in einem Pflichtspiel auf der Trainerbank der Niederösterreicher, der 44-jährige Peter Schöttel nimmt wiederum bei seiner Rapid-Auswärtspremiere nur wenige Meter neben seiner ehemaligen Wirkungsstätte Platz.

"Beiden Mannschaften ist der Start geglückt. Dadurch, dass beide Vereine ein Erfolgserlebnis hatten, erwarte ich mir ein offenes, attraktives Spiel", prognostizierte Schöttel.

Geschenke an seinen Ex-Club wird es keine geben, nach den 90 Minuten soll der nächste Sieg der Hütteldorfer eingefahren sein.

"Wir wollen die die drei Punkte natürlich mitnehmen, das ist Rapid ja letzte Saison nicht gelungen", erinnerte der Rapid-Trainer.

Schöttel: "Dafür kennt man sich zu gut"

Dreimal in Folge sind die Wiener zuletzt aus Wiener Neustadt ohne Sieg heimgekehrt, zweimal gab es ein Remis, beim jüngsten Auftritt am 12. Februar eine 0:2-Niederlage.

Schöttel ist sich bewusst, dass solche verlorenen Punkte in der Endabrechnung im Kampf um die Europacup-Plätze entscheidend sein könnten.

"Wir haben letzte Saison zu viele Punkte gegen Teams wie Wiener Neustadt, Innsbruck oder LASK abgegeben. Das werde ich den Spielern auch sagen", hoffte der Rapid-Trainer auf eine bessere Bilanz gegen sogenannte "kleinere" Teams in der neuen Saison.

Schöttel weiß allerdings als Ex-Coach genau, dass auf seine Hütteldorfer eine harte Aufgabe wartet, Aufschluss gegeben hat ihm auch das Video-Studium der Wiener-Neustadt-Partie in Mattersburg.

"Sie haben verdient gewonnen, ich erwarte mir ein schwieriges, enges Spiel", sagte Schöttel. Große Überraschungen werde es nicht geben. "Dafür kennt man sich zu gut", fügte der Rapid-Coach hinzu.

Schöttel kennt Großteil des Teams noch

Die Wiener haben den Vorteil, dass ihr Coach einen Großteil der Wiener-Neustadt-Startformation in- und auswendig kennt.

"Es ist sicher kein Nachteil, dass sie mit sechs bis sieben Spielern spielen, die auch unter mir schon dabei waren. Andererseits gibt es auch weitere Spieler, die ich in Kombination mit den anderen Spielern das erste Mal gesehen habe", wollte der Rapid-Trainer, der die Geschehnisse in Wiener Neustadt nach seinem Abgang genau verfolgt hat, die Sache nicht überbewerten.

Mit Guido Burgstaller und dem am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrten Christian Thonhofer fehlt Rapid ein Ex-Wiener-Neustadt-Duo.

Die Hausherren wiederum müssen eventuell auf Edin Salkic verzichten, der sich am Dienstag an der Schulter verletzt hat.

Stöger: "Es ist immer eine besondere Angelegenheit"

Goalie Manfred Razenböck steht wieder zur Verfügung, wird allerdings aufgrund der starken Vorstellung von Jörg Siebenhandl im ersten Spiel auf der Bank Platz nehmen.

"Ich habe meinen Kader schon im Kopf. Wenn ich mit Wiener Neustadt gegen Mattersburg gewinne, werde ich nicht vier bis fünf Änderungen vornehmen. Vielleicht nur die eine oder andere taktische, um Rapid Probleme zu bereiten", kündigte Stöger an.

Die Niederösterreicher haben in der Nach-Magna-Ära einen Start nach Maß hingelegt und wollen diesen auch positiv fortsetzen.

"Wenn alles funktioniert und Rapid nicht den besten Tag erwischt, werden die drei Punkte hoffentlich in Wiener Neustadt bleiben", sagte ein optimistischer Wiener-Neustadt-Coach. Die Partie gegen den Rekordmeister habe für seine Truppe eine große Bedeutung.

"Wir freuen uns, dass wir gleich in der zweiten Runde auf Rapid treffen. Es ist immer eine besondere Angelegenheit, gegen einen der großen Vereine zu spielen", betonte Stöger.

Wie verhalten sich die Rapid-Fans?

Der bisher letzte Sieg Rapids in Wiener Neustadt liegt mit dem 4. Oktober 2009 (4:0) schon lange zurück, das jüngste direkte Duell im Hanappi-Stadion haben die Hütteldorfer dafür am 23. April in der 30. Runde klar mit 4:1 für sich entschieden.

In der Samstag-Partie geht es womöglich auch um die Tabellenführung, hatten doch beide Mannschaften zum Auftakt (Rapid 2:0 gegen Admira, Wiener Neustadt 2:1 gegen Mattersburg) reüssiert.

Ob die Rapid-Fans die Partie zu einem Heimspiel für die Wiener machen werden, scheint aufgrund der derzeitigen Fan-Problematik in Grün-Weiß noch nicht klar. Schöttel hoffte jedenfalls sehr darauf.

"Ich kenne den letzten Stand der Gespräche nicht, wünsche mir aber, da wir schon ein Geisterspiel hatten, dass die Unterstützung der Fans wieder so da sein wird, wie es die Spieler in den letzten Jahren auch gewohnt waren", sagte der Rapid-Coach.

Auch Stöger hoffte auf die nötige Fan-Unterstützung für sein Team. "Ich war positiv angetan über die Unterstützung in Mattersburg. Wir wollen uns gut präsentieren, um die Fans ins Stadion zu locken", sagte der Ex-Austrianer. 6.000 Zuschauer sollen für ein gut gefülltes Stadion sorgen.

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