Mit dem letzten Aufgebot

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Ried kämpft gegen Sturm um die "Winterkrone"

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Die SV Ried hat nach dem Gewinn des Herbstmeistertitels auch die Eroberung der "Winterkrone" im Visier.

Der Überraschungs-Tabellenführer ist in der Bundesliga seit acht Partien ungeschlagen und will diese Serie auch im letzten Spiel vor der Winterpause am Samstag (16.00 Uhr LIVE im TICKER) zu Hause gegen Meister Sturm Graz fortsetzen.

Während die Oberösterreicher aufgrund des starken Herbstdurchgangs befreit aufspielen können, steht für die stark ersatzgeschwächten Grazer viel auf dem Spiel.

Motivation vor dem "ersten Spiel des Frühjahrs"

Im Vorjahr hatten die Rieder nach dem Herbstmeistertitel auch jenen des Winterkönigs (mit 37 Punkten) geholt.

Das wäre voll nach dem Geschmack von Goalie Thomas Gebauer. "Wenn man als Erster überwintert, sieht man sich zwei Monate lang an dieser Position der Tabelle. Das ist natürlich eine Riesenmotivation", sagte der Ried-Kapitän.

Auch Coach Paul Gludovatz würde sich freuen, wenn man weiter von oben herunterlachen könnte, grundsätzlich sei es aber nur das erste Spiel des Frühjahrs.

"Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist Beiwerk", betonte der Ex-ÖFB-Nachwuchs-Teamchef, der auf den zuletzt krank gewesenen Riegler voraussichtlich verzichtete.

Druck liegt bei Sturm

Rieds Trainer hofft auf eine Leistungsbestätigung seiner seit acht Runden unbesiegten Kicker.

Mit der Situation beim Gegner, bei dem zuletzt der Abschied von Franco Foda mit Saisonende bekanntgeworden ist, beschäftigen sich die Oberösterreicher nicht.

Der Blick auf die Tabelle zeigt jedenfalls, dass die Grazer mehr zu verlieren haben. "Sturm ist eine Mannschaft, die viele Aufs und Abs hatte. Wenn sie bei uns nicht punkten, verlieren sie den Anschluss an die Spitze", sieht Ried-Manager Stefan Reiter den größeren Druck aufseiten der Steirer.

Sturm kämpft gegen Auswärtsfluch

Die Grazer wollen im zehnten und vorerst letzten Anlauf endlich ihre Auswärtsmisere beenden, nach drei Remis und sechs Niederlagen (zuletzt drei in Folge) den ersten Sieg feiern.

Vieles deutet aber nicht daraufhin, dessen ist sich auch Sturms Coach bewusst. "Wir werden zwar um den ersten Auswärtssieg kämpfen, aber wie wir derzeit besetzt sind, müsste für Paul Gludovatz alles andere als ein Sieg der Rieder eine herbe Enttäuschung sein", drängte Foda die Oberösterreicher in die Favoritenrolle.

"Wir sind klarer Außenseiter, aber vielleicht hilft uns das."

Halbe Mannschaft fällt aus

Tatsächlich fallen bei Sturm mit Gratzei, Hölzl, Szabics, Dudic, Säumel, Muratovic (alle verletzt), Feldhofer, S. Foda, Neuhold (alle krank bzw. noch nicht fit) und Kienast (gesperrt) zehn Spieler fix aus.

Dazu ist der Einsatz der angeschlagenen Weber und Klem fraglich. "Wir pfeifen aus dem letzten Loch. Es ist bitter, wie es personell derzeit aussieht. Wenn es ganz schlimm wird, haben wir nur noch 15 Spieler zur Verfügung", sagte Sturms Trainer.

Die Verletzungsproblematik zieht sich jetzt schon hartnäckig durch die ganze Saison. "Ich habe schon während der Saison gesagt, dass es immer wieder Rückschläge geben wird, aber die Seuche hört einfach nicht auf", war Foda etwas ratlos.

Gegen seine sechstplatzierte Truppe spricht auch die Doppelbelastung, noch dazu ging die Europa-League-Saison nach der 1:3-Heimniederlage am Mittwoch gegen AEK Athen mit einer großen Enttäuschung am letzten Gruppenplatz zu Ende.

Leiser Hoffnungsschimmer

Hoffnung macht dem Titelverteidiger hingegen, dass er in den jüngsten vier direkten Meisterschaftsduellen (2 Siege und 2 Remis) mit den Riedern keine Niederlage kassiert hat.

Und Darko Bodul und Co. haben den Oberösterreichern auch die bisher letzte Liga-Niederlage - mit dem 1:0-Sieg am 2. Oktober in Graz - zugefügt.

Das erste Saisonduell in der Keine-Sorgen-Arena (1:1) brachte nach Toren von Thomas Burgstaller (47.) bzw. Thomas Reifeltshammer (63.) am 16. Juli keinen Sieger.

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