Ried will die Ernte einfahren

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Zwei Heimspiele trennen die SV Ried noch von der Winterkrone in der Bundesliga - schon zum Jahreswechsel 2010/11 lachten die "Wikinger" ja von der Tabellenspitze.

Erster Gegner ist am Samstag (18.30 Uhr) Nachzügler Wiener Neustadt, gegen den die Oberösterreicher Ende September über ein Auswärts-Remis (2:2) nicht hinauskamen.

Eine Woche später gastiert dann Sturm Graz in der Keine-Sorgen-Arena.

Ried-Coach Paul Gludovatz trat auf die Euphoriebremse: "Von Erster bis Sechster ist alles möglich."

"Wiener Neustadt diszipliniert und kompakt"

"Wr. Neustadt ist eine sehr disziplinierte und kompakte Mannschaft. Und das nicht nur in der Defensive", warnte Gludovatz, der vor seinem 50. Sieg als Bundesliga-Coach von Ried steht.

Freilich können die Hausherren mit breiter Brust ins Rennen gehen, ist man doch seit sieben Spielen ungeschlagen und hat von den jüngsten sechs Heimspielen vier gewonnen.

Gegen die Niederösterreicher datiert die bisher letzte Heimniederlage vom Februar 2010.

Leichte Sorgen bereitet Gludovatz nicht zuletzt die Defensive. Dort fällt nun auch Jan-Marc Riegler mit einer Gastritis aus.

"Aufpassen, dass wir kein Kontertor bekommen"

"Mich wundert ehrlich gesagt schon ein bisschen, dass wir so wenige Tore bekommen", meinte der Burgenländer.

Einer dieses Defensiv-Bollwerks, das erst 17 Gegentore - so wenig wie kein anderes Team - kassiert hat, ist Thomas Reifeltshammer.

Auch der 23-Jährige warnte vor dem Gegner: "Wiener Neustadt - das hat man jetzt auch gegen Salzburg gesehen - ist in der Defensive sehr gut organisiert. Es wird schwer sein, ihnen ein Tor zu schießen. Wir müssen geduldig sein und aufpassen, dass wir kein Kontertor bekommen."

Stöger schiebt Ried Favoritenrolle zu

Rieds Manager Stefan Reiter würde die Winterkrone nur allzu gern unterm Christbaum finden.

"Wir haben jetzt eine Riesenmöglichkeit, dass wir für das, was wir uns in 17 Spielen erarbeitet haben, in den nächsten beiden Partien die Ernte einfahren. Wenn wir das schaffen, wäre der Start ins Frühjahr natürlich noch um einiges angenehmer", meinte der langjährige Funktionär der Innviertler.

Wiener Neustadts Coach Peter Stöger schob die Favoritenrolle klar den Hausherren zu. "Die Rieder sind für mich mit der Admira die Mannschaft des Herbstes", meinte Stöger, der sich mit seiner eigenen Mannschaft freilich auch schon einigen Respekt erarbeitet hat.

Die einst als großer Abstiegskandidat gehandelten Niederösterreicher liegen neun Punkte vor Schlusslicht Kapfenberg, sind seit vier Runden unbesiegt und kassierten in den jüngsten sieben Runden nur eine Niederlage.

"Im Frühjahr den nächsten schritt machen"

"Wir müssen Woche für Woche eine extreme Leistungsbereitschaft bringen, nur deshalb sind wir in dieser Situation", lobte Stöger seine Truppe.

"Und das geht nur, weil wir körperlich ganz gut drauf sind. Denn was wir betreiben, ist sehr kräfteraubend. Wir können das läuferisch aber gut umsetzen."

Stöger zeigte sich erfreut über den Verlauf der Herbstsaison. "Wir haben taktisch vieles umgesetzt, wenn man sich etwa anschaut, wie löchrig wir in der Defensive waren und das jetzt nicht mehr sind".

Der ehemalige ÖFB-Internationale tat aber bereits einen Blick ins kommende Jahr. "Wir wollen im Frühjahr den nächsten Schritt machen, und das ist der viel schwierigere."

Sprung auf Platz sieben möglich

Noch ist auch der Sprung auf Rang sieben möglich, nur ein Punkt trennt Goalie Siebenhandl und Co. von Innsbruck.

"Natürlich wäre das super und gut für unser Ego. Wenn wir Innsbruck abfangen, wäre das aber auch eine riesige Überraschung", meinte Stöger, "unser Minimalziel bleibt der neunte Platz".

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