Keine Kreativität und Chancentod

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"Haben es wieder einmal nicht geschafft“

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Da war es wieder, das hässliche Gesicht der Salzburger.

Nach dem 6:0 aus der Vorwoche gegen Kapfenberg und der 2:0-Gala in der Europa League gegen Paris St. Germain kamen die Bullen zum Abschluss der 17. Runde bei Wr. Neustadt nur zu einem torlosen Remis.

Damit verpassten die Mozartstädter die große Chance, den Rückstand auf das Spitzenquartett der Liga auf zwei Punkte zu verkürzen.

„Haben es wieder nicht geschafft“

Dementsprechend groß war die Enttäuschung nach Spieleende.

„Es wäre heute ein Pflichtsieg gewesen, doch wir haben es wieder einmal nach einem Europacup-Match nicht geschafft. Schade, denn es haben alle anderen Vereine für uns gespielt“, war Simon Cziommer gegenüber LAOLA1 konstatiert.

Roman Wallner trauerte ebenfalls der vergebenen Möglichkeit nach. „Wir hätten heute den Anschluss finden können. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir treten auf der Stelle. Wenn man hier nur unentschieden spielt, muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, dass alles zu wenig ist.“

Gründe gefunden

Gründe für den verpassten Sieg wurden im Salzburger Lager schnell gefunden. Vor allem die mangelnde Chancenverwertung machte dem Liga-Krösus einen Strich durch die Rechnung.

„Okay, wir waren heute nicht unbedingt gut, hätten aber eine unserer Top-Chancen einfach nützen müssen“, sprach Cziommer die Aktion von Stefan Maierhofer an, der in Salihi-Manier das leere Tor verpasste.

Zudem vermisste Trainer Ricardo Moniz die spielerische Linie seiner Mannschaft. „Wir haben uns zwar in ihrer Hälfte festgesetzt, waren aber nicht kreativ genug. Speziell von hinten ist zu wenig gekommen. Normalerweise kommen unsere Außenverteidiger mit, doch das hat heute viel zu lange gedauert. Kreativität muss jeder Spieler besitzen – egal ob seine Position defensiv oder offensiv ausgerichtet ist“, so der der Niederländer.

Neustadt zufrieden

Auf Seiten den Neustädter zeigte man sich mit dem Punktgewinn zufrieden. „Es war kein einfaches Spiel. Wir mussten sehr viel laufen und unangenehme Arbeit verrichten. Salzburg hatte die eine oder andere Großchance. Wir hatten aber auch Möglichkeiten. Wenn man die zwei Vereine und ihre Möglichkeiten vergleicht, kann man mit dem Remis sehr zufrieden sein“, analysierte Chefcoach Peter Stöger.

„Wir sind sehr gut gestanden, waren immer am Mann dran. Das war unser Erfolgsgeheimnis“, resümierte Daniel Wolf.

Auf Wolke sieben schwebte trotz des Achtungserfolgs jedoch niemand. “Salzburg war nicht so stark, wie gegen Paris. Deswegen brauchen wie jetzt auch nicht feiern, wie nach einem Sieg“, meinte Tomas Simkovic abschließend.

Negativrekord

Durch die dritte Nullnummer an diesem Spieltag wurde auch ein neuer Negativ-Rekord in der Bundesliga aufgestellt.

Nur drei Tore (Schnitt 0,6) in einer Runde wie am vergangenen Wochenende hat es in der Zehnerliga noch nie gegeben.

Der bisherige Minusrekord datierte aus der Saison 2005/06 mit vier Treffern (23. Runde).

Außerdem wurde an diesem Spieltag mit insgesamt 23.400 Besuchern (Schnitt 4.680) bei den fünf Spielen so wenige Zuschauer wie noch nie in diesem Spieljahr gezählt. Nur die erste Runde war mit 25.100 Leuten (Schnitt 5.020) ähnlich schlecht besucht.

Patricia Kaiser/Martin Wechtl

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