Foda: "Wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt"

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Fünfmal in dieser Saison schon hat der FC Wacker Innsbruck in den Schlussminuten wichtige Punkte hergeschenkt.

Am Sonntag im Heimspiel gegen Sturm Graz bewahrte Tirols Schlussmann Szabolcs Safar seine Mannschaft vor einer neuerlichen Wiederholung des Traumas und fixierte den 1:0-Sieg der Tiroler mit einer Traumparade.

Christopher Wernitznig erzielte somit den einzigen Treffer des Spiels.

Meister Sturm blieb hingegen in der Fremde weiterhin ein laues Lüftchen und ohne Sieg.

Wackers Ärger über Schlussminuten

In der 92. Minute hatte Sturm-Verteidiger Milan Dudic den Ausgleich am Kopf, doch mit einer Prachtparade parierte Safar noch den Ball.

Ausgerechnet mit jener rechten Hand, bei der er sich zwei Tage zuvor im Training den kleinen Finger gebrochen hatte.

"Das ist typisch, ein Stürmer schießt einem Tormann immer dorthin, wo es wehtut", sagte Safar, der sich den Finger tapen ließ und Schmerzmittel vor dem Spiel bekam.

Innsbruck-Trainer Walter Kogler war froh, dass es nun nach dem letzten Heimspiel eine ausgeglichene Tivoli-Bilanz mit drei Siegen, drei Remis und drei Niederlagen gibt, ärgerte sich aber ein erneutes Mal über die Schlussminuten: "Es war wieder zum Zittern, das wäre nicht notwendig gewesen. Wir müssen analysieren, warum sich die Mannschaft am Schluss wieder hinten hineindrängen lässt. Man darf das nicht verschweigen. Da stehen wir ganz einfach zu tief, daran müssen wir arbeiten."

"Safar hat in letzter Not gerettet"

Der Trainer und die Tiroler Mannschaft bedankten sich nach dem Spiel artig bei ihrem 37-jährigen Schlussmann.

"Safar hat uns in letzter Not gerettet", sagte Verteidiger Alexander Hauser, der ein gutes Spiel am Innsbrucker Tivoli sah. "Und endlich haben wir den Fluch aus den letzten Wochen abgelegt. Jetzt können wir locker zu Rapid fahren, das wird sicher ein lässiges Spiel."

Dabei hatte einer aus der Wacker-Elf besonderen Grund zum Strahlen, obwohl er nur fünf Minuten auf dem Feld stand.

Der spanische Verteidiger Inaki Bea feierte nach über einem Monat mit mentalen Problemen und Aufenthalt in einer Spezialklinik sein Comeback. "Ich bin zufrieden und genieße nun jeden Tag mit meinen Kollegen, jeden Tag beim Training in Innsbruck und Tirol", sagte er.

In der Fremde bleibt Meister Sturm Graz weiterhin ein flaues Lüftchen.

Foda: "Wir waren drückend überlegen"

In neun Runden konnten bisher lediglich drei Punkte eingefahren werden, Sieg gab es bisher noch keinen. Dementsprechend der Ärger bei Sturm-Trainer Franco Foda, der auch Schiedsrichter Grobelnik kritisierte: "Die Situation mit Roman Kienast war ein ganz klarer Elfmeter, klarer geht es nicht."

Dass seine Elf erst im Finish auftrumpfte, verteidigte Foda jedoch: "Wir haben in der ersten Hälfte sehr schwer ins Spiel gefunden. Das ist normal, wenn man am Donnerstag in Moskau gespielt hat. Da braucht man eine gewisse Anlaufzeit. Die zweite Hälfte war viel besser. Da hätten wir uns einen Punkt verdient gehabt. Wir waren dann drückend überlegen."

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