Hackmair kehrt nach Ried zurück

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Die SV Ried hat sich in der Bundesliga heimlich, still und leise in die Top-Ränge geschlichen.

Seit fünf Runden ist der viertplatzierte Cupsieger aus Oberösterreich ungeschlagen, sammelte dabei elf Zähler und liegt vor der 16. Runde auf Schlagdistanz zu Platz eins.

Vor dem Heimauftritt gegen Wacker Innsbruck am Samstag (16.00) übten sich die Beteiligten trotzdem darin, den Ball flach zu halten.

Gludovatz will kein Tiefstapler sein

"Für mich ist es im Herbst nach wie vor wichtig, dass wir den Abstand nach unten groß halten", richtete Trainer Paul Gludovatz den Blick eher nach unten denn nach oben. 26 Punkte lautet die Vorgabe im Herbst. 24 davon haben die Rieder bereits eingestreift. Von Tiefstapeln will Gludovatz dennoch nichts wissen: "Ich bin bei meinen Vorhersagen nicht vorsichtig, ich will nur weiter meinen Weg verfolgen. Bisher hat sich das ja ausgezahlt."

Die Tabelle gibt dem Burgenländer recht. Trotzdem warnt Gludovatz vor der Kehrseite der Medaille. "Rückschläge sind immer wieder zu erwarten. Aber Stabilität ist auch damit verbunden, dass man Rückschläge verkraften muss", meinte der 65-Jährige.

Für seinen Manager Stefan Reiter steht ebenfalls fest: "Was die Tabellensituation betrifft, ist bis zur Winterpause noch mehr drin. Es kann aber genauso schnell nach unten gehen."

Wacker will Wiedergutmachung

Für Wacker ist die Reise ins Innviertel die Chance, Wiedergutmachung für die 0:5-Heimklatsche gegen die Rieder Anfang September zu betreiben. Damals lief aus Innsbrucker Sicht alles schief. "Das ist nicht mehr in den Köpfen. Wir sind damals ins offene Messer gerannt", meinte Trainer Walter Kogler.

Auswärts sind die siebentplatzierten Tiroler in dieser Saison jedenfalls ein unangenehmer Gegner. Nach sieben Partien steht nur eine Niederlage (2:3 Admira) zu Buche, für die Remis-Spezialisten gab es aber auch nur einen vollen Erfolg (3:2 Kapfenberg).

Hackmair vor emotionalem Duell

Um die Früchte ihrer Arbeit brachten sich die Innsbrucker vor allem im Finish ihrer Partien. In den jüngsten vier Runden setzte es für Wacker entscheidende drei Gegentore in der Nachspielzeit. Aus vermeintlichen Siegen bei der Admira (2:3), der Austria (2:2) und daheim gegen Mattersburg (1:1) schauten am Ende nur zwei Remis heraus.

"Wir lassen uns davon nicht aus der Ruhe bringen. Das sind Phasen, die irgendwann einmal aufhören", erklärte Kogler.

Mittelfeldspieler Peter Hackmair wollte von Pech allein nichts wissen. "Wir vergessen im Finish, nach vorne zu spielen. Eine Konsequenz daraus ist, dass wir schwer unter Druck kommen", meinte der Oberösterreicher, der in Ried an eine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

"Ich war zwölf Jahre beim Verein, habe mein halbes Leben dort verbracht. Aber für 90 Minuten werde ich die emotionale Basis ausblenden. Wir wollen mit drei Punkten heimfahren", bekräftigte der 24-Jährige.

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