Meilingers Goldtor entzückt Ried

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Meilinger schießt Ried spät zum Sieg

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Die SV Ried hat am Samstag zumindest für kurze Zeit die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen.

Die nun schon seit sechs Partien ungeschlagenen Oberösterreicher kamen zum Auftakt der 16. Runde gegen den FC Wacker Innsbruck zu einem Last-Minute-1:0-Sieg und zogen damit an der punktgleichen Admira (beide 27 Punkte/am Sonntag auswärts gegen Sturm Graz) vorbei.

Den spielentscheidenden Treffer erzielte Marco Meilinger erst in der 88. Minute.

Partie kommt nur langsam in Fahrt

Die Innsbrucker verpassten trotz einer guten Leistung eine Rehabilitation für die 0:5-Heimschlappe im direkten Duell Anfang September. Wieder einmal brachten sich die weiter siebentplatzierten Schützlinge von Trainer Walter Kogler erst in den letzten Minuten um die Früchte ihrer Arbeit, in den Duellen mit der Admira (2:2 und 2:3), Austria (2:2) und zuletzt Mattersburg (1:1) hatten sie gar erst in der Nachspielzeit entscheidende Gegentreffer kassiert.

In der ersten halben Stunde hatten die Tiroler, bei denen Carlos Merino überraschend schon wieder in der Startformation stand, zwar mehr Ballbesitz, die Oberösterreicher aber mehr vom Spiel, ohne gefährlich vor das Wacker-Tor zu kommen. Danach nahm die Partie richtig an Fahrt auf, mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten.

Wacker-Tor aberkannt

Ein Meilinger-Freistoß ging knapp am langen Eck vorbei (30.), Casanova kam aus kurzer Distanz nicht richtig zum Abschluss (33.) und scheiterte an Wacker-Goalie Safar, der glänzend parierte und damit seinen Fehler gutmachte, da er zuvor zu Rieds Lexa ausgeworfen hatte (34.). In der Folge wachten die Gäste auf und waren gleich viermal der Führung nahe.

Ried-Schlussmann Gebauer zeichnete sich gleich zweimal bei einem Burgic-Abschluss aus (35., 39.), Schütz schoss aus zehn Metern etwas stümperhaft drüber (36.) und ein Treffer der Tiroler wurde wegen Abseits wohl zu Unrecht aberkannt (37.).

Nach einem Hauser-Querpass beförderte Riegler vor dem einschussbereiten und leicht im Abseits stehenden Wernitznig selbst den Ball ins eigene Tor.

Zerfahrene zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel bekamen die rund 5.000 Fans in der Keine-Sorgen-Arena eine magere Fußball-Kost geboten. In einer zerfahrenen zweiten Hälfte wirkten die Rieder etwas gefährlicher, die einzige Ausbeute war vorerst aber ein Riegler-Kopfball, der knapp über das Tor ging (77.).

Als alle schon mit einem leistungsgerechten Remis rechneten, schlugen die Hausherren aber doch noch zu. Nach einer weiten Hinum-Flanke traf Meilinger mit einem wuchtigen Schuss unhaltbar für Safar genau ins kurze Eck.

Damit gaben die Tiroler wieder einmal in der Schlussphase Punkte aus der Hand.

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