Sturm geht in Wr. Neustadt unter

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Wr. Neustadt feiert ersten Sieg gegen Sturm

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Die Auswärtskrise von Österreichs Meister Sturm Graz hat sich am Samstag auch in Wiener Neustadt fortgesetzt.

Der Titelverteidiger musste sich dem SC Wiener Neustadt zum Auftakt der 15. Bundesliga-Runde völlig verdient mit 1:3 (0:2) geschlagen geben, blieb damit auch im achten Auswärtsspiel ohne Sieg und kassierte dabei schon die fünfte Niederlage.

Für die Niederösterreicher war es der erste Bundesligasieg im direkten Duell überhaupt.

Premierentreffer für Ciftci und Friesenbichler

Serkan Ciftci (8.) mit seinem ersten Bundesligatreffer im sechsten Spiel und Tomas Simkovic (40.) legten schon vor der Pause den Grundstein zum Sieg.

Nach dem Seitenwechsel durfte sich auch noch Günter Friesenbichler (62.) über seinen Premierentreffer im Oberhaus freuen.

Die Elf von Chefcoach Peter Stöger revanchierte sich damit eindrucksvoll für die 0:5-Schlappe am 27. August in Graz und entfernte sich weiter vom Tabellenende.

Rückschlag im Kampf um Europa League

Für die enttäuschenden Grazer blieb der Ehrentreffer von Mario Haas (70.) die einzige Ausbeute, im Kampf um die Europacup-Plätze setzte es einen großen Rückschlag.

Die Gastgeber zeigten sich von Beginn an unbeeindruckt von der schlechten Statistik im direkten Duell mit den Grazern und agierten sehr druckvoll.

Sturm-Goalie Silvije Cavlina zeichnete sich bei einem Simkovic-Freistoß aus und ließ sich gleich darauf fast von einem Ramsebner-Kopfball überraschen (4.).

Sturm fand kaum Chance vor

Vier Minuten später war der Kroate erstmals geschlagen und das nach einem Bilderbuchkonter: Daniel Wolf verlängerte ein weites Pollhammer-Zuspiel im Rutschen zu Ciftci, der souverän ins lange Eck einschoss.

Die Grazer, bei denen Ferdinand Feldhofer und Jürgen Säumel erwartungsgemäß ihr Comeback gaben, kamen erst mit Fortdauer der ersten Hälfte etwas besser ins Spiel, hatten dann auch mehr Ballbesitz, wurden aber nur einmal wirklich gefährlich.

Nach einem Säumel-Freistoß traf Thomas Burgstaller aus kurzer Distanz die Latte (36.), nachdem Goalie Siebenhandl schlecht aus dem Tor gekommen war.

2:0 gegen den Spielverlauf

Die vergebene Chance rächte sich schnell und neuerlich avancierte Wolf zum Assistgeber. Nach Zuspiel des Ex-Italien-Legionärs schoss Simkovic zum 2:0 ein, Goalie Cavlina war zu zaghaft aus seinem Tor gekommen.

Zur Pause reagierte Sturm-Trainer Franco Foda auf die enttäuschende Vorstellung mit einem Doppeltausch, Mario Haas (für den schwachen Darko Bodul) und Haris Bukva (für den farblosen Patrick Wolf) kamen ins Spiel.

Am Spielgeschehen änderte sich aber wenig, Sturm war zum Handeln gezwungen, konnte sich in Strafraumnähe überhaupt nicht in Szene setzen.

Stöger musste auf die Tribüne

Ganz anders die kaltschnäuzigen Hausherren. Friesenbichler wurde von Simkovic mit einem Idealzuspiel in den Lauf bedient und ließ sich die Chance nicht entgehen.

Die Steirer steckten nicht auf, waren aber zu schwach, um noch zu einem Punktgewinn zu kommen. Einzige Ausbeute war der Ehrentreffer von Haas, der abstaubte, nachdem Siebenhandl einen Schuss des zuvor eingewechselten Samir Muratovic nur kurz abgewehrt hatte.

Die letzten Minuten musste Stöger übrigens angeblich wegen Kritik auf der Tribüne verbringen. Von dort sah er, dass der erste Erfolg im direkten Duell nach sechs Niederlagen in Folge ungefährdet war.

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