Torhüter-Fehler machen das Spiel spannend

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Ried bleibt für Rekordmeister Rapid ein harter Boden.

Am Samstag mussten sich die Wiener in der 14. Runde der Bundesliga im Innviertel trotz einem Plus an Spielanteilen mit einem 1:1 (1:1) zufriedengeben.

Damit unterstrichen die Hütteldorfer ihre traurige Bilanz bei den Wikingern - in den jüngsten acht Pflichtspielen gab es für den Tabellendritten (sechs Punkte Rückstand auf Leader Admira) nur einen Sieg.

Für die Treffer sorgten diesmal die Schlussleute Thomas Gebauer und Helge Payer, die mit Patzern den haltbaren Schüssen von Christopher Trimmel (25.) und Rieds Spanien-Import Nacho (29.) den Weg ebneten.

Ried, das punktegleich mit den Hütteldorfern Vierter ist, kassierte damit in den vergangenen zehn Runden nur eine Niederlage.

Verhaltener Beginn

Viel zu bieten hatten die Kontrahenten in den ersten 25 Minuten vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller nicht.

Ein flacher Schuss Trimmels aus kurzer Distanz wurde Beute von Gebauer (12.), ein abgerissener Weitschuss Meilingers kullerte knapp am langen Eck vorbei (19.), schließlich traf Hofmann nach Vorlage Pragers den Ball aus aussichtsreicher Position zu schwach (23.).

Dass es nicht dabei blieb, war schließlich nicht zuletzt den beiden Schlussleuten zu verdanken.

Erst kassierte Gebauer eine veritable "Gurke". Der Deutsche, dessen derzeit laufendes Einbürgerungsverfahren zuletzt für Hoffnung angesichts der heimischen Tormann-Misere sorgte, ließ einen harmlosen Schuss Trimmels aus 20 Metern durch die Beine rutschen (25.).

Torwart-Fehler auf beiden Seiten

Weil auf der Gegenseite auch Payer patzte, Nachos flachen Schuss ins kurze Eck aus 20 Metern durchließ, war die Partie schon vier Minuten später wieder ausgeglichen.

Dass es sich um einen leichten Aufsetzer handelte, sprach Payer dabei nicht von Schuld frei. Immerhin sorgen die beiden Fehler für mehr Tempo.

Die Partie wurde nun mit verstärktem Einsatz geführt, Rapid bestimmte aber weiterhin auch mit vielen hohen Bällen das Geschehen.

Nach der Pause ausgeglichenes Spiel

Ein Trend, der sich nach der Pause fortsetzte und auch zu einem Chancen-Plus für Grün-Weiß führte.

Ein Trimmel-Kopfball ging kurz nach Wiederbeginn knapp am Tor vorbei, dann vergab Prager (47.) und musste Gebauer nach einem Gestocher eingreifen (50.). In der 62. Minute fungierte Riegler als letzte Barriere bei einem Hofmann-Schuss, dann köpfelte Nuhiu daneben.

Ried war zumeist mit dem Unterbinden der flüssigen Rapid-Kombinationen beschäftigt und wurde erst im Verlauf der zweiten Hälfte gefährlicher.

Ried wurde erstmals in der 63. Minute mit einem abgefälschten Hinum-Versuch knapp über die Latte gefährlich, Nacho konnte im Konter eine brauchbaren Schuss abgeben (70.) und wenig später einen Kopfball anbringen (79.).

Doch es blieb beim 1:1 - in einer intensiv und offen geführten Schlussphase suchten beide Teams ohne Erfolg die Entscheidung.

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