Kühbauer kehrt mit Admira heim

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Kühbauers Rückkehr ins Pappelstadion

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Erstmals seit seinem Rücktritt als Spieler im Mai 2008 ist Dietmar Kühbauer wieder an seiner alten Heimstätte im Pappelstadion in einem Bundesliga-Match im Einsatz - diesmal allerdings als Trainer der gegnerischen Mannschaft.

Der 40-Jährige tritt am Samstag in der 13. Runde mit Sensations-Tabellenführer Admira gegen den SV Mattersburg an, will seinem Heimat-Klub im Abstiegskampf aber nicht unter die Arme greifen.

"Dieses Spiel ist schon etwas Besonderes, weil ich in Mattersburg schöne Jahre verbracht habe. Aber jetzt bin ich Admira-Trainer, da muss ich die Emotionen im Hintergrund halten. Geschenke wird es keine geben", versprach der Burgenländer.

"Gegen sie zu spielen, ist immer schwer"

Auch die Mattersburger werden den Südstädtern laut Kühbauer die Punkte nicht auf dem Silbertablett servieren. "Gegen sie zu spielen, ist immer schwer, weil sie alle Leidenschaft in jedes Match legen."

Nach dem direkten Aufeinandertreffen drückt der Ex-Internationale wieder seinen früheren Kollegen im Kampf um den Klassenerhalt die Daumen. "Ich hoffe, dass sie oben bleiben. Für einen kleinen Klub wie Mattersburg ist es nicht selbstverständlich, dass man so lange in der Bundesliga spielt."

Vor Saisonbeginn hatte Kühbauer seinen Verein noch als Konkurrenten des SVM im Rennen gegen den Abstieg gesehen, mittlerweile musste er seine Meinung angesichts von 25 Punkten aus 12 Partien revidieren.

"Vom Meistertitel reden wir nicht"

"Der Abstieg kann bei uns natürlich nicht mehr das Thema sein, aber vom Meistertitel oder Europacup reden wir auch nicht. Wir wollen so lange wie möglich oben bleiben, doch die Luft wird dünner", warnte der Admira-Coach.

In der Bundesliga sind die Niederösterreicher zwar seit elf Runden ungeschlagen, zuletzt kam allerdings am Mittwoch mit der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Sturm Graz das Aus im Cup-Achtelfinale.

"Aber dieses Match wird uns nicht mehr im Kopf herumschwirren, denn es hätte auch ganz anders ausgehen können. Es wäre schlimmer gewesen, wenn wir schlecht gespielt hätten", meinte Kühbauer.

"Jetzt geht es ums Tagesgeschäft"

Für Mattersburg war die Cup-Saison schon im Sommer beendet, daher hatte Trainer Franz Lederer eine Woche Zeit, um seine Mannschaft auf das Duell mit dem Spitzenreiter vorzubereiten.

"Die Admiraner sind zu Recht Tabellenführer, weil sie bisher alle großen Teams wie Austria, Rapid, Salzburg und Sturm besiegt haben", betonte der SVM-Betreuer, der auf den gesperrten Kapitän Ilco Naumoski verzichten muss.

Auch Lederer sieht die Rückkehr Kühbauers ins Pappelstadion ohne große Emotion. "Er hatte einen großen Anteil an den Erfolgen in Mattersburg, aber jetzt geht es ums Tagesgeschäft. Da geht es nur um Punkte."

Gelingt der erste Heimsieg?

Punktezuwachs ist in Mattersburg dringend vonnöten, schließlich liegen die Burgenländer nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor Schlusslicht Kapfenberg.

In dieser Saison wartet der SVM weiter auf den ersten Heimsieg, saisonübergreifend gelang in den vergangenen 16 Runden nur ein voller Erfolg.

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