Austria will in Kapfenberg Selbstvertrauen tanken

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Austria Wien hat im einzigen Sonntag-Spiel (16.00 Uhr) der 13. Bundesliga-Runde auswärts gegen Schlusslicht Kapfenberger SV zwei Ziele im Auge.

Die Violetten wollen als erster Verfolger von Spitzenreiter FC Admira nicht weitere Punkte auf den Aufsteiger, der bereits am Samstag in Mattersburg antritt, verlieren.

Dazu soll Selbstvertrauen für das Europa-League-Heimspiel am Donnerstag (21.05 Uhr) gegen AZ Alkmaar getankt werden.

Wird Remis-Serie fortgesetzt?

"Grundsätzlich geht man lieber mit einem Sieg als mit einer Niederlage ins nächste Spiel", bekannte Austria-Trainer Karl Daxbacher, der aber ganz genau weiß, dass der Weg zum ersten Auswärtssieg außerhalb von Wien in der Liga seit 18. September (4:2 in Mattersburg) weit und beschwerlich wird.

Seit dem Aufstieg der Obersteirer ins Oberhaus 2008 endeten von sechs Duellen im Kapfenberger Franz-Fekete-Stadion gleich vier remis (1-4-1) - darunter auch die jüngsten drei (1:1, 1:1, 3:3).

Seine Mannen müssten den gleichen kämpferischen und läuferischen Einsatz bringen wie die Gastgeber, dann würde sich die höhere Qualität durchsetzen.

Daxbacher erwartet "enge Geschichte"

"Wir wissen aber, dass es viel schwerer wird als viele glauben. Der Gegner braucht unbedingt Punkte, darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir sollten voll punkten, an Admira dranbleiben", sagte Daxbacher, der nach nur einem Zähler aus den jüngsten zwei Liga-Partien seiner Elf eine "enge Geschichte" erwartet.

Der 58-Jährige wird gegenüber dem Cup-Intermezzo in Innsbruck gegen SVG Reichenau abermals "rotieren", wieder die stärkstmögliche Aufstellung - also mit P. Grünwald, Klein, Suttner, Mader, Junuzovic und Gorgon, usw. - aufbieten.

Junuzovic (Adduktoren) und Gorgon (Oberschenkel) haben im Gegensatz zum Gros des Kaders am Donnerstag einen freien Tag gehabt. Der Coach rechnet, dass beide Spieler zu 100 Prozent fit und einsatzfähig sein werden.

Linz ist "immer ein Thema"

In Innsbruck im ÖFB-Cup gegen den Kapfenberg-Bezwinger (2. Runde 2:1 n.V.) hat Roland Linz wieder einmal von Beginn an gestürmt, durchgespielt und das wichtige Tor zum 2:0 erzielt. Ob er in Kapfenberg zur "stärkstmöglichen Elf" von Daxbacher zählen wird?

"Er ist immer ein Thema, wir brauchen jeden, aber nur zehn von 20 Feldspielern können spielen", sagte der Trainer über den Torjäger, der zuletzt beim 5:0-Heimsieg über den KSV am 13. August viermal getroffen hatte.

Für die Kapfenberger, die von 13 Liga-Spielen (1-5-7) gegen die Wiener eines (am 28. Oktober 2009 daheim durch ein Felfernig-Tor) 1:0 gewonnen haben, sind die Gäste klarer Favorit.

"Wir sind den Abstiegskampf gewohnt"

"Wir treten gegen die spielstärkste Mannschaft Österreichs an", meinte Werner Gregoritsch und trotzdem gibt es für den Trainer etwas zu verlieren: "Wir sind Letzter, und da muss man in jedem Spiel darauf eingestellt sein, zu punkten."

Er forderte von seiner Truppe, die schlechte Leistung in der ersten Hälfte gegen SC Wr. Neustadt gutzumachen. Taktisch geordnetes Verhalten, Leidenschaft zeigen und "nicht schon in der Pause daran danken, wer mit wem das Leiberl tauscht. Wir müssen uns daheim vor niemandem verstecken", appellierte der KSV-Trainer nach drei siegloses Runden.

Zu Unruhen wegen des Tabellenplatzes sagte der Ex-Stürmer: "Wir sind den Abstiegskampf gewohnt, das Problem ist aber, dass nach vier Jahren in der Bundesliga die Erwartungshaltung von außen steigt."

"Sind nicht die schlechteste Mannschaft"

"Die Austria hat sich in Kapfenberg immer wieder schwergetan. Wir müssen zu unseren Tugenden zurückfinden, sie lauten Zweikampf, Wille und Leidenschaft. Wir sind fußballerisch nicht die schlechteste Mannschaft", glaubt Mittelfeldmann Dieter Elsneg.

U.a. gegen Meister Sturm Graz (3:0) und gegen den aktuellen Tabellenführer Admiras (0:0) haben die "Falken" bewiesen, dass sie Beute machen können.

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