Rapid gewinnt gegen Sturm mit 3:2

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Der SK Rapid Wien ist am Samstag in der 13. Runde der Bundesliga auf die Siegerstraße zurückgekehrt.

Österreichs Rekordmeister feierte gegen Meister SK Sturm Graz nach dem bitteren Cup-Achtelfinal-Aus gegen Ried am Mittwoch und zuletzt drei sieglosen Liga-Partien in Folge einen knappen, aber verdienten 3:2-(0:0)-Heimsieg.

Die Hütteldorfer verbesserten sich auf Rang drei und verkürzten den Abstand auf Tabellenführer Admira auf sechs Punkte, die auswärts immer noch sieglosen Grazer liegen als Sechster weiter hinter den Erwartungen zurück.

Joker "sticht"

Christopher Trimmel (55.) und "Joker" Atdhe Nuhiu mit einem Doppelpack (72., 75.) sorgten vor 17.000 Zuschauern im Hanappi-Stadion für den vollen Erfolg der Truppe von Chefcoach Peter Schöttel.

Den Grazern gelang bei der missglückten Generalprobe vor dem Europa-League-Gastspiel beim RSC Anderlecht am Donnerstag nur der Anschlusstreffer dank eines Doppelpacks von Darko Bodul (77., 84.).

Rapid ohne Hofmann

Beide Teams standen vor der Partie unter Druck, gingen aber personell stark geschwächt in die Partie. Bei den Hütteldorfern musste Kapitän Hofmann mit Knieproblemen passen, aufseiten der Grazer fehlte nicht nur der gesperrte Dudic, sondern mit Weber und Säumel das gesamte Mittelfeld-Zentrum.

Da auch die Ersatzspieler Koch und S. Foda noch kein Thema sind, durften sich erstmals Standfest und der junge Kainz auf ungewohnter Position im Zentrum versuchen. Immerhin meldete sich der an Oberschenkelproblemen leidende Ersatzgoalie Cavlina rechtzeitig fit und verhinderte so das Bundesligadebüt von Schachner.

Rapid-Fans protestieren gegen Vorstand

Einige Rapid-Fans hatten schon vor der Partie mit Vorstand-Raus-Sprechchören ihren Unmut über die aktuelle Negativphase bei den Hütteldorfern kundgetan. Dieser wurde auch mittels Transparenten in Richtung Vorstand ("Rapid ist kein Verein mit Fans. Wir sind Fans mit einem Verein und jetzt reden wir!") und Spieler verdeutlicht.

Die nötige Unterstützung von den Rängen bekamen die Wiener aber trotzdem und sie waren in der ersten Hälfte auch klar feldüberlegen. Die Grazer standen sehr tief, waren nur auf Abwarten bedacht und hatten Glück, nicht schnell in Rückstand zu geraten.

Viele Rapid-Chancen in erster Hälfte

Ein Trimmel-Volleyschuss ging hauchdünn am Tor vorbei (21.), Cavlina hielt einen Drazan-Schuss im Nachfassen (23.) und konnte sich bei einem Gartler-Abschluss mit einer Glanzparade auszeichnen (25.). Gleich darauf brachte der für Salihi an vorderster Front aufgebotene Gartler den Ball nach einer Burgstaller-Ecke und missglückten Cavlina-Abwehr nicht im gegnerischen Tor unter (26.).

Rapid drückte, die fehlende Effizienz verhinderte aber weiterhin die Führung, Burgstaller (34.) und Katzer (43.) ließen ihre Chancen ungenützt, zudem wurde ein Freistoß-Tor von Drazan zurecht wegen Abseits aberkannt (44.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Rapidler vorerst auch etwas Glück: Trimmel setzte sich gegen Popchadse und Hölzl durch und traf mit einem Linksschuss ins Eck (55.).

Joker Nuhiu sticht

Bitter für die Grazer war, dass der Ball von Gartler, der in abseitsverdächtiger Position stand, noch leicht abgefälscht wurde. Danach mussten die Grazer ihre reine Defensivtaktik verwerfen, mehr für das Spiel machen, waren aber im Spiel nach vorne quasi nicht vorhanden.

So war es auch kein Wunder, dass die überlegenen Rapidler vermeintlich den Sack zumachten. Nach einer Drazan-Flanke nahm sich der kurz zuvor eingewechselte Nuhiu den Ball schön mit der Brust herunter und vollendete ins kurze Eck (72.), drei Minuten später traf der Stürmer nach neuerlicher Drazan-Vorarbeit per Kopf (75.).

Bodul bringt Sturm noch einmal heran

Aus dem Nichts kamen die zuvor völlig harmlosen Steirer, die am Mittwoch die Admira im Cup ausgeschaltet hatten, noch einmal zurück ins Spiel. Bodul traf nach Bukva-Vorarbeit mit dem ersten Sturm-Schuss aufs Rapid-Tor ins lange Eck (77.) und via Weitschuss aus 25 Metern genau ins Kreuzeck (84.).

Bei einem Freistoß des Doppeltorschützen, der nun schon bei sechs Saisontreffern hält und ex aequo an der Spitze der Torschützenliste steht, verhinderte Rapid-Goalie Payer den Ausgleich (87.).

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