"Machen uns das Leben schwer"

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ÖFB-Teamtorhüter Grünwald bei Austria in der Kritik

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Nach dem 2:2-Remis am Sonntag in Kapfenberg steht beim Bundesligisten Austria der österreichische Team-Torhüter Pascal Grünwald in der Kritik.

Der im Sommer von Wacker Innsbruck nach Wien gewechselte Grünwald musste den Ausgleich der Steirer durch Michal Ordos (76. Minute) klar auf seine Kappe nehmen, Trainer Karl Daxbacher zieht nun im Vorfeld der Europa-League-Heimpartie am Donnerstag gegen AZ Alkmaar eine Tormann-Rochade in Erwägung.

Chancen für Lindner?

"Ich muss mir jetzt überlegen, ob Heinz Lindner eine Chance bekommen soll", meinte Daxbacher. "Grünwald hält uns oft mit guten Paraden im Spiel, es passieren aber auch immer wieder Fehler, die sehr wehtun", analysierte der Niederösterreicher.

Der Chefcoach der Austrianer ist sauer, weil sich sein Team durch Aussetzer immer wieder um die Früchte der Arbeit bringt, der Rückstand auf Tabellenführer Admira beträgt weiter vier Punkte.

Die Defensive ist aktuell die Achillesferse der Violetten. Mit 18 Gegentoren hat man die meisten aller Teams in der oberen Tabellenhälfte kassiert. In der Liga hat man zuletzt am 21. August beim 3:0 gegen Rapid zu null gespielt.

Drei Länderspiele

Der 28-jährige Grünwald hat den um sieben Jahre jüngeren Lindner seit seiner Ankunft in Wien auf die Ersatzbank verdrängt.

Da zahlreiche Konkurrenten im Nationalteam verletzt oder außer Form sind, ist Grünwald auch im ÖFB zur Nummer eins aufgestiegen und hat zuletzt die Länderspiele gegen die Türkei (0:0), Aserbaidschan (4:1) und Kasachstan (0:0) bestritten.

"Machen uns das Leben schwer"

Auch dem ersten Gegentor in Kapfenberg durch Dieter Elsneg (7.) war ein schwerer Fehler eines ÖFB-Teamspielers vorangegangen, Manuel Ortlechner bewies bei seiner Kopfball-Rückgabe zu Grünwald wenig Übersicht.

"Mit solchen unglaublichen Fehlern machen wir uns das Leben selber sehr, sehr schwer", sagte Daxbacher, der aber auch den zwei vergebenen Chancen seines Stürmers Roland Linz bei 2:1-Führung nachtrauerte.

Linz enttäuscht

Die Diskussion um Linz, der in den vergangenen Wochen häufig auf der Ersatzbank Platz nehmen musste, kann Daxbacher nicht mehr hören. "Linz ist in keinster Weise verunsichert, ich weiß nicht was da immer reininterpretiert wird, nur weil er nicht von Beginn an spielt. Da dürfte ich ja keinen Spieler von der Bank bringen, weil alle verunsichert sind", erklärte Daxbacher.

Linz hat mit seinem Treffer zum 1:1 (45.) die alleinige Führung in der Torschützenliste übernommen, war aber enttäuscht: "Wir wollen Meister werden, da müssen wir solche Spiele gewinnen."

Gregoritsch stolz

Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch war stolz auf sein Team, das aber nach wie vor das Tabellenende ziert. "Es war ein Unentschieden von Leidenschaft und Wille gegen Technik und Intelligenz", meinte Gregoritsch, der von den bisher schwierigsten Voraussetzungen seiner Bundesliga-Ära in Kapfenberg spricht.

Dem entgegnete allerdings Club-Boss Erwin Fuchs: "Wir haben einen breiten Kader und wollten uns in dieser Saison eigentlich Richtung Tabellenmittelfeld orientieren."

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