Erleichterung bei Wacker und Mattersburg

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Die Erleichterung über den ersten Sieg im sechsten Heimspiel ist den Spielern des FC Wacker Innsbruck nach dem 3:1-(1:0)-Heimsieg am Samstag über den Kapfenberger SV anzusehen gewesen.

Und einer strahlte in der Truppe von Walter Kogler noch mehr, als seine routinierten Mannschaftskollegen: Christopher Wernitznig, der mit einem Doppelpack der Vater des Tiroler Sieges war.

"Das war ein perfekter Einstand. Ich habe heute die Chance genützt, die mir der Trainer gegeben hat", sagte der 21-jährige Mittelfeldspieler nach dem Schlusspfiff.

Doppelte Premiere

Das 1:0 (41.) erzielte er durch einen Kopfball, das 2:0 (54.) durch Merino legte er mit einem perfekten Eckball auf, und das 3:1 (76.) erzielte er dann eiskalt im zweiten Anlauf.

Für Wernitznig gab es dabei am Samstag eine doppelte Premiere: Erstmals traf der gebürtige Kärntner in der Bundesliga und erstmals kam er zu einem längeren Einsatz, weil sich Julius Perstaller in der 33. Minute bei einem Kopfballduell einen Nasenbeinbruch zuzog und vom Feld musste.

Es war erst Wernitznigs dritter Einsatz in dieser Saison, insgesamt hält er aktuell bei 97 Einsatzminuten.

Dabei hätte er bereits in der zweiten Runde der große Wacker-Held werden können, als er beim Heim-0:0 gegen die Wiener Austria in der Nachspielzeit eine Topchance nicht nützte.

"Man muss sich erst einmal an alles gewöhnen"

Nervös sei er vor seinem Einsatz nicht gewesen.

"Ich habe ja gleich ein Tor erzielt. Am Sieg habe ich nie gezweifelt", sagte Wernitznig, der erst im Jänner vom Villacher SV in der Kärntner Liga (vierte Leistungsstufe) an den Inn gewechselt war.

Es war eine harte Anfangszeit für den Kärntner, der im Frühjahr nur einmal kurz eingewechselt wurde.

"Aber wenn man aus der Landesliga kommt, muss man sich halt erst einmal an alles gewöhnen", nahm es der Absolvent des Sport-BORGs in Villach gelassen.

Spitzname "Wuschel"

Mit dem Doppelpack ist "Wuschel", wie ihn seine Mannschaftskollegen nennen, nun endgültig bei Wacker angekommen.

Und wenn "Wuschel" mit seiner perfekten Kurzhaarfrisur aufs Spielfeld läuft, kann man sich kaum vorstellen, wie er zu seinem Spitznamen kam.

"Aber ich hatte früher richtig lange Haare, so einen echten Wuschelkopf", erklärte Wernitznig.

Auch Wacker-Trainer Walter Kogler atmete nach dem ersten Innsbrucker Heimsieg durch und attestierte seiner Truppe eine gute Leistung: "Wir haben alles umgesetzt , was wir uns vorgenommen haben. Das ist positiv. Dieser Sieg macht die Situation für die Mannschaft angenehmer."

Gregoritsch: "War zu wenig"

Mit den drei Punkten konnte sich Wacker etwas vom Tabellenkeller absetzen.

Im Gegensatz zu Kapfenberg, das mit der Niederlage die rote Laterne von Mattersburg übernahm. KSV-Trainer Werner Gregoritsch bekannte: "Unsere Gangart war zu wenig, um erfolgreich zu sein." Jetzt sind die Obersteirer am Tabellenende im Abstiegskampf.

Erleichterung herrschte hingegen bei Mattersburg nach dem 2:1 in Wr. Neustadt, dem ersten Sieg nach 13 Runden.

"Ein super Gefühl", schwärmte Siegtorschütze Patrick Bürger.

"Wir hatten sehr viel Pech im ersten Viertel der Saison. Jetzt hoffe ich, dass es bergauf geht. Es ist enorm wichtig, vor der Länderspielpause den Sieg eingefahren zu haben und nicht Letzter zu sein."

Stöger schwer verärgert

Großer Ärger herrschte hingegen bei den Gastgebern, die vor allem in den ersten 45 Minuten schwer enttäuschten und nur noch zwei Punkte vom Tabellenende entfernt sind.

"Die erste Hälfte von uns war abartig schlecht", sagte Trainer Peter Stöger.

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