Stat-Check der 1. Runde

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Statistik-Check der 1. Bundesliga-Runde

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Zahlen lügen nicht - oder doch?

Die Wahrheit liegt im Fußball bekanntlich am Platz - ein klarer Fall fürs Phrasenschwein.

Doch auch die Welt der Statistik wird im Fußball immer bedeutender.

Oft hilft das Zahlen-Material, das Gesehene am Feld zu bestätigen, bisweilen werden die Stats durch die Ergebnisse widerlegt - interessant ist ein Blick auf die Daten jedoch fraglos allemal.

Die LAOLA1-Datenbank powered by Impire bietet zu jedem Bundesliga-Spiel ausführliche und detaillierte Statistiken an.

Auch in dieser Saison gibt es wieder nach jeder Runde die wichtigsten Stats zu jedem (!) Spieler einer Mannschaft im Stat-Check von LAOLA1 - hier Runde 1:

Kapfenberg-Wacker Innsbruck 2:3

Tore: Sand (45., Elsneg), Gregoritsch (61., Felfernig) bzw. Merino (23., Perstaller), Perstaller (30., Hauser), Burgic (36., Hauser)

Statistik-Schmankerl: Die erste Spielhälfte war von Effizienz vor dem Tor geprägt. In der 23. Minute gab Carlos Merino den ersten Torschuss ab und brachte die Innsbrucker damit ihn Führung. Die Kapfenberger ließen sich mit ihrem ersten Abschluss lange Zeit, erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es soweit - und auch dieser Schuss durch Marc Sand saß. Kurios: Die Tiroler waren im ersten Durchgang noch das klar bessere Team, nach der Pause spielte aber nur noch der KSV. So kam es, dass die Gäste in der zweiten Spielhälfte erst in der Schlussminute ihren ersten Torschuss abgaben. Leichtes Spiel hatte übrigens Dominique Taboga mit Miran Burgic - der Steirer Verteidiger gewann 13 seiner 15 Zweikämpfe gegen den Wacker-Stürmer. Eine starke Bilanz weist zudem Alexander Hauser auf. Der Innsbruck-Profi schlug sechs Flanken, zwei davon führten zu Toren. Die Gregoritsch-Truppe hat in dieser Partie übrigens genausoviele Gegentore durch Kopfbälle kassiert wie im gesamten Frühjahr - nämlich zwei.

Statistik-Schmankerl: Die Statistik beweist: Der Rapid-Sieg in Wr. Neustadt war alles andere als unverdient. 13:7-Torschüsse, 631:539-Ballkontakte und auch bei den Zweikämpfen hat man mit 105:102 knapp die Nase vorne. Dreh- und Angelpunkt im Rapid-Spiel war wieder einmal Kapitän Steffen Hofmann, der nicht nur den Führungstreffer vorbereitet sondern auch selbst drei Mal einen Schussversuch unternimmt und zwei weitere Vorlagen produziert. Die exakt gleiche Bilanz kann übrigens Stürmer Adthe Nuhiu vorweisen. Bei der Admira überzeugt Verteidiger Mario Pollhammer, der mit 71 Ballkontakten klar die meisten seines Teams vorweisen kann. Verbesserungswürdig war dagegen die Vorstellung von Daniel Wolf: Nur 19 Ballkontakte und 14,3 Prozent gewonnene Zweikämpfe sprechen für sich.

SV Ried - Sturm Graz - Rapid Wien 1:1

Tore: Reifeltshammer (61., Mader) bzw. Burgstaller (46., Kienast)

Statistik-Schmankerl: Die beiden Tore der Partie erzielte jeweils ein Innenverteidiger per Kopf. Thomas Reifeltshammer gelang dabei - saisonübergreifend - bereits im dritten Spiel in Folge ein Treffer. Sturm kann sich bei Christian Gratzei bedanken, dass sie nicht als Verlierer vom Platz gingen. Der Teamtorhüter wehrte ganze acht Schüsse ab. Ried feuerte insgesamt ganze 18 Mal auf das Gehäuse der Steirer. Umgekehrt war das gerade einmal fünf Mal der Fall. n der ersten Halbzeit stand es nach Torschüssen gar 11:1. Bezeichnend auch, dass die Rieder Innenverteidiger Reifeltshammer (1 TS) und Anel Hadzic (3) gemeinsam beinahe genauso oft auf das Tor feuerten wie das gesamte Sturm-Team. Dominik Pürcher hatte mit Nacho seine liebe Not. Der Steirer gewann von neun Zweikämpfen gegen den Spanier lediglich einen einzigen. Von diesen Statistiken abgesehen war es aber eine ausgeglichene Partie: 514:510 Ballkontakte und 106:97 gewonnene Zweikämpfe.

SV Mattersburg-Wr. Neustadt 1:2


Tore: Mörz (62., Bürger) bzw. Siebenhandl (2., Wolf), Simkovic (76.)

Statistik-Schmankerl: Mattersburg gegen Wr. Neustadt hatte nicht viele Highlights zu bieten - abgesehen vom fantastischen Tormann-Tor von Jörg Siebenhandl nach 81 Sekunden. Spielerisch boten beide Teams Schonkost. Das unterstreichen auch die nackten Zahlen: 552:487 Ballkontakte, 129:120 gewonnene Zweikämpfe und 17:14 Torschüsse zu Gunsten der Gastgeber. Dass am Ende dennoch die Gäste als Sieger den Patz verließen, war zum Teil die Schuld von Goalie Thomas Borenitsch, der bei beiden Gegentoren schlecht aussah, und die starke Performance von Tomas Simkovic. Der Neustadt-Kapitän gab die meisten Torschüss alle Beteiligter ab (6) und krönte seine Leistung mit dem entscheidenden zweiten Treffer. Im Dress der Burgenländer stach noch am ehesten Patrick Bürger heraus. Der Goalgetter gab fünf Torschüsse und fünf Assist ab.

Rapid - Admira 2:0

Tore: Salihi (67., Drazan), Nuhiu (91., Salihi)

Red Bull Salzburg - Austria 2:0

Tore: Jantscher (64., Pasanen), Alan (66., Jantscher)

Statistik-Schmankerl: Dass die Salzburger als verdienter Sieger vom Platz gingen, beweist nicht zuletzt die Torschuss-Bilanz von 18:8. Die Violetten konnten vor der Pause ihre gewohnte Passsicherheit nicht ausspielen - fast genau ein Viertel ihrer Zuspiele landete beim Gegner. Interessant war zu beobachten, dass Markus Suttner seine Rolle als neuer Sechser der Austria sehr auf Sicherheit bedacht anlegte - der Niederösterreicher nahm kaum Risiko und spielte seinen ersten von zwei Fehlpässen erst, als er wieder auf der gewohnten Linksverteidiger-Position zu finden war. Viel Drang zum Tor hatte unterdessen Jakob Jantscher, der nicht weniger als sechs Torschüsse abgab. Der Steirer gewann gegen seinen direkten Gegenspieler Florian Klein übrigens nur zwei der acht Duelle - eines davon war aber entscheidend, die darauf folgende Flanke Jantschers beförderte Alan per Kopf zum 2:0 ins Tor. Apropos Kopf: Der neue FAK-Innenverteidiger Kaja Rogulj wurde in dieser Kategorie den Vorschusslorbeeren gerecht und gewann alle seiner vier Kopfballduelle.

Legende:

TS: Torschüsse
AS: Aufgelegte Torschüsse
BK: Ballkontakte
ZK (+/-): Gewonnene Zweikämpfe in Prozent (gewonnen/verloren in absoluten Zahlen)
F: Fouls
GF: Gefoult
Pässe (+/-): Angekommene Pässe in Prozent (Angekommene Pässe/Fehlpässe in absoluten Zahlen)

Note: Die Noten der Spieler sind jene, die auch im Bundesliga-Manager vergeben werden. Sie werden auf rein statistischer Basis mittels eines Schlüssels, der auf die einzelnen Positionen (Tor/Abwehr/Mittelfeld/Angriff) angepasst ist, berechnet. Ein Spieler erhält nur dann eine Note, wenn er mehr als 15 Minuten lang auf dem Feld stand. Andernfalls wird er mit 0 bewertet.

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