Geglücktes Rapid-Debüt für Peter Schöttel

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Rekordmeister Rapid Wien hat sich am Samstagabend zum Bundesliga-Saisonauftakt im sogenannten "Geisterspiel" gegen Aufsteiger Admira zu einem schmeichelhaften 2:0-(0:0)-Heimsieg gemüht.

Torjäger Hamdi Salihi (67.) - nur 24 Sekunden nach seiner Einwechslung - und Atdhe Nuhiu (91.) sorgten für die Treffer der Hütteldorfer, die damit ihrem neuen Trainer Peter Schöttel ein erfolgreiches Pflichtspiel-Debüt bescherten.

Außerdem beendete Rapid seine Negativserie gegen die Niederösterreicher und feierte den ersten Erfolg über die Südstädter seit dem 6:0-Heimtriumph am 7. Mai 2005.

2005/06, als die Admira zuletzt im heimischen Fußball-Oberhaus vertreten gewesen war, hatte Rapid in vier Duellen (1:1/a, 0:1/h, 0:1/h, 1:2/a) lediglich einen einzigen Punkt gegen das Team aus Maria Enzersdorf geholt.

Zweites "Geisterspiel" der Liga-Geschichte

Die Partie war erst das zweite "Geisterspiel" seit Gründung der Bundesliga 1974 nach Austria Wien - SV Pasching (4:0) am 11. Mai 2005.

Der Ausschluss des Publikums war eine der Konsequenzen für den Hütteldorfer Platzsturm am 22. Mai im Wiener Derby gegen die Austria, das beim Stande von 0:2 in der 26. Minute hatte abgebrochen werden müssen.

Außerdem war der Meisterschaftsfünfte zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro von der Liga verdonnert worden - und sollten in den nächsten beiden Heim-Derbys, die im Happel-Stadion ausgetragen werden, Rapid-Fans erneut verhaltensauffällig werden, müssen die Grün-Weißen im Frühjahr 2012 noch ein weiteres Spiel ohne Zuschauerbeteiligung austragen.

Trimmel trifft die Latte

Die erste Hälfte hatte wenig Sehenswertes zu bieten, die einzig nennenswerte Torchance fand Rapids Mittelfeldspieler Trimmel vor, der aber völlig frei aus zehn Metern nur die Latte traf (30.).

Die Admira hatte vor den Augen von Österreichs ÖFB-Teamchef Dietmar Constantini ihre erste gute Möglichkeit erst in Minute 54, als ein Ledezma-Schuss knapp neben dem Tor einschlug.

Joker Salihi trifft nach 24 Sekunden

Die Rapidler taten sich auch in der zweiten Hälfte gegen den Liga-Neuling extrem schwer.

Erst "Joker" Salihi brachte die Erlösung.

Der albanische Internationale wurde nach einem kurz abgespielten Eckball vom ebenfalls erst nach der Pause eingewechselten Drazan mit einer Maßflanke ideal bedient und besorgte mit einem wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz die unverdiente Führung für die Hausherren, da sie genau in jene Phase fiel, in der die Admira ihre besten Minuten hatte.

Die vom zu Rapids Jahrhundert-Elf zählenden ÖFB-Ex-Internationalen Dietmar Kühbauer betreuten Gäste agierten weiterhin couragiert, fanden aber keine zwingende Ausgleichschance vor.

Schöttel durfte jedoch erst in der Nachspielzeit aufatmen, als Nuhiu nach einem Doppelpass mit Salihi den Endstand besorgte.

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