"Zwei blöde Tore haben den Unterschied gemacht!"

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Im Lager der Admira waren sich alle einig, die Spieler, Trainer Didi Kühbauer und auch Präsident Richard Trenkwalder: „Zwei blöde Tore haben gegen Rapid den Unterschied gemacht!“

Rapid-Coach Peter Schöttel war froh, „dass wir es drüber gebracht und die drei Punkte geholt haben, das war nicht selbstverständlich.“

Der Aufsteiger steht zwar in der Tabelle am Ende, hat sich im Geisterspiel von Hütteldorf aber ganz und gar nicht wie ein Abstiegskandidat präsentiert.

Auch nach dem 0:1 gekämpft

Schon in der Anfangsphase kamen die Südstädter zu guten Möglichkeiten, auch nach dem 1:0 von „Super-Joker“ Hamdi Salihi, der nur 24 Sekunden nach seiner Einwechslung und nach einem kurz abgespielten Eckball und Flanke des ebenfalls eingewechselten Christopher Drazan traf, steckten die Gäste vor beinahe leeren Rängen nicht auf und drückten auf den Ausgleich.

Entsprechend positiv fiel nach dem Schlusspfiff auch die Bilanz von Admira-Trainer Kühbauer aus.

„Wir waren sicher nicht das schlechtere Team, haben von Beginn an gezeigt, dass wir in der Bundesliga bestehen können. Aber im Fußball zählt in erster Linie das Ergebnis – und das lautet 2:0 für Rapid.“

Auch und vor allem deshalb, weil sich der Aufsteiger beim 1:0 nach Aussage von Kühbauer „nicht so angestellt hat, wie sich das bei einer Standardsituation gehört. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas passieren kann, aber das sind eben Dinge, die wir noch lernen müssen.“

Heiß auf die nächste Runde

Die Spieler brennen darauf, es schon nächste Woche im ersten von drei Heimspielen in Serie gegen den Kapfenberger SV besser zu machen.

„Wir werden im Training die Köpfe nicht hängen lassen, auf diese Leistung können wir aufbauen“, will Admira-Kapitän Christopher Dibon „weiter Gas geben und angreifen“.

Auch Gernot Plassnegger, für den der Bundesliga-Auftakt ebenfalls eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte war, nimmt trotz Niederlage viel Positives für die nächsten Spiele mit.

„Wir waren ebenbürtig, aber Rapid hat die Tore gemacht und wir nicht. Aber man hat gesehen, dass wir gute Fußballer in unseren Reihen haben“, so der Abwehr-Routinier, der bei LAOLA1 ankündigt: „Wir werden in dieser Saison sicher noch für die eine oder andere Überraschung sorgen!“

"Konkurrenzkampf ist gesund"

Für eine Überraschung hat Kühbauer mit seinem Sturm-Duo Froylan Ledezma und Issiaka Ouedraogo gesorgt.

Erstliga-Torschützenkönig Benjamin Sulimani musste im Hanappi-Stadion zunächst auf der Bank Platz nehmen, kam erst in der 61. Minute ins Spiel.

Für den 19-Tore-Mann kein Problem: „Konkurrenzkampf ist gesund, wir haben vier gute Stürmer und der Trainer hat sich diesmal eben so entschieden.“ Aber: „Ich bin reingekommen, hatte auch die eine oder andere Szene. Das ist wichtig für mich und mein Selbstvertrauen.“

Kampfansage nach Kapfenberg

Das ist bei Sulimani da, aber auch beim Rest der Mannschaft – trotz der Niederlage im Geisterspiel.

„Der Umstieg von der Ersten Liga auf die Bundesliga ist nicht einfach, aber es herrscht große Euphorie im Verein. Wir sind jetzt endlich da, wo wir hingehören“, stellt Sulimani klar.

Und schickt eine Kampfansage in die Obersteiermark: „Gegen Kapfenberg werden wir dort anfangen, wo wir gegen Rapid aufgehört haben!“

Stephan Schwabl/Alexander Karper

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