"Rapid ist derzeit sicher die beste Mannschaft"

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Fußball-Rekordmeister Rapid möchte vor dem Start in die Fußball-Europa-League noch einmal kräftig Selbstvertrauen tanken.

Die Hütteldorfer gastieren am Samstag (16.00 Uhr) in der 8. Bundesliga-Runde beim Achten Altach und wollen mit drei Punkten aus eigener Kraft die Tabellenführung verteidigen. Zudem geht es für die Schützlinge von Coach Zoran Barisic darum, die tolle Auswärtsserie fortzusetzen.

Heimserie beendet, Auswärtsserie lebt weiter

Für die Wiener gab es zuletzt mit dem 2:4 im Happel-Stadion gegen Mattersburg die erste Liganiederlage nach 18 Partien. Nachdem diese imposante Serie gerissen ist, gilt es nach dem Ende der Länderspielpause eine andere zu prolongieren.

Auswärts sind die Rapidler seit dem 1:2 beim Lokalrivalen Austria am 8. März neun Spiele unbesiegt. Die letzte Niederlage außerhalb von Wien liegt mit dem 22. November 2014 (1:3 in Grödig) noch länger zurück.

"Wie immer wird es in Altach für uns sehr schwer werden, aber unsere Zielsetzung ist bekannt, wir wollen immer gewinnen", sagte Rapid-Trainer Zoran Barisic.

Die Altacher dürfe man trotz des durchwachsenen Saisonstarts nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Altach ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal stärker geworden, vor allem im spielerischen Bereich. Auch wenn dies die bisherigen Resultate in der Liga noch nicht zeigen, sind sie definitiv besser als in der abgelaufenen Saison", hat Barisic Respekt.

Startet Neuzugang Jelic?

Bei Rapid könnte Matej Jelic sein Ligadebüt geben. Der erst kurz vor Transferschluss als Robert-Beric-Ersatz von Zilina verpflichtete Stürmer wird aber wohl nicht von Beginn an zum Zug kommen.

"Er wird auf alle Fälle im Kader sein", ließ sich Barisic vor dem Flug ins Ländle am Freitag alles offen. Die Hoffnungen in den 24-jährigen Kroaten, der beim 7:1-Testsieg gegen Wimpassing erstmals traf, sind groß.

"Er ist ein Spieler, dessen Qualitäten wir als Mannschaft brauchen werden. Man sieht am Platz, dass er Qualität hat und er für uns in Zukunft wichtig sein wird", sagte Rapids Chefcoach. Sofort erwarte man aber keine Wunderdinge. "Wir legen ihm keinen Druck auf, er bekommt die Zeit, sich bei uns zu integrieren", so Barisic.

EL-Generalprobe ohne Petsos

Nicht zur Verfügung steht ihm Thanos Petsos. Der griechische Mittelfeldspieler agierte zuletzt in Topform, zog sich beim Nationalteamtraining eine Innenbandverletzung im linken Knie zu.

"Das tut uns natürlich weh, aber wir werden das als Team kompensieren und die Lücke schließen", meinte Barisic. Positiv ist dafür, dass mit Stefan Stangl ein vor seiner Adduktoren-Verletzung überragender Außenverteidiger wieder einsatzfähig ist.

Das ist auch im Hinblick auf die Europa League, für die bereits 18.000 Dreierabos verkauft wurden, wichtig. Der Gruppenauftakt steht bevor, am Donnerstag kommt Villarreal nach Wien.

Die Spanier sind nach einem 1:1 bei Betis Sevilla und einem 3:1 gegen Espanyol Barcelona nach zwei Ligaspielen Tabellensechster. Die Vorarlberger können also zumindest hoffen, dass die Wiener die Europacuppartie vielleicht schon im Hinterkopf haben.

Canadi setzt auf "Balance"

Altach-Trainer Damir Canadi rechnet aber mit einer voll fokussierten Rapid-Mannschaft. "Rapid ist derzeit sicher die beste Mannschaft mit der besten Entwicklung in Österreich. Dass Robert Beric jetzt weg ist, ändert nichts daran", sagte der Wiener.

Vor allem die Schnelligkeit der Mannschaft und das Kombinationsspiel Rapids seien beeindruckend. "Wir wissen, dass wir einen besonderen Tag brauchen, aber wir haben schon gezeigt, dass wir Rapid schlagen können", rechnete sich Canadi durchaus einen Punktezuwachs aus.

Den Schlüssel zum Erfolg skizzierte er. "Es ist wichtig, zwischen Angriff und Defensive die Balance zu halten. Das war zuletzt gegen Wolfsberg sehr gut, und an dem haben wir auch diese Woche gearbeitet."

Ausgeglichene Bilanz

Galvao kann wegen Knieproblemen noch nicht sein Debüt geben, dafür ist der von der Austria neuerlich ausgeliehene Ismael Tajouri reif für sein Comeback.

Beflügeln auf dem Weg zum zweiten Erfolg hintereinander nach dem 2:0 in Wolfsberg soll ihn und seine Teamkollegen auch eine nahezu ausverkaufte Cashpoint-Arena.

Die Bilanz der vergangenen Saison lässt ein offenes Duell vermuten. Die Altacher konnten die beiden Herbstspiele (1:0, 2:0) für sich entschieden, die Wiener siegten dafür im Frühjahr (1:0,3:1).

Mit einem neuerlichen Erfolg würden sie ihrem seit Mittwoch 35-jährigen Kapitän Steffen Hofmann ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen.

Eher unwahrscheinlich ist eine Punkteteilung, in bisher 16 Ligaspielen zwischen den beiden Teams gab es nur beim 1:1 am 18. April 2009 in Altach ein Unentschieden.

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