"Die Art und Weise ist für Rapid unwürdig"

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Rapid ist zum ersten Mal in dieser Saison nicht Erster.

Der Tabellenführer der bisherigen sieben Runden musste den Platz an der Spitze nach einer 0:2-Niederlage in Altach am 8. Spieltag abgeben – und zwar sensationellerweise an die Admira.

Dieser Umstand ist wohl noch zu verkraften, weniger die Art und Weise, wie die Niederlage im Vorarlberg zustande kam. Sportdirektor Andreas Müller war nach dem Spiel mächtig sauer.

„Ich habe einen sehr, sehr dicken Hals“, sagte der Deutsche bei „Sky“ und tobte: „Man kann hier verlieren, das ist eine starke Mannschaft zu Hause, aber die Art und Weise ist für Rapid unwürdig.“

„Hoffe, die Mannschaft wacht schnell auf“

Die Hütteldorfer liegen den Vorarlbergern, gegen keine andere Mannschaft haben die Altacher öfter in der Bundesliga gewonnen als gegen die Grün-Weißen. Sieben Mal. Natürlich ist das keine Ausrede.

„Ich hoffe, dass die Mannschaft ganz schnell aufwacht und nicht in Tiefschlag verfällt, denn wir haben am Donnerstag ein sehr wichtiges Spiel. Ich erwarte, dass die Mannschaft nicht mit dem Spazierstock über das Spielfeld geht“, forderte Müller, der das Gastspiel Villarreals am Donnerstag ansprach.

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Das, was Rapid am Samstag hinlegte, gefiel dem 52-Jährigen ganz und gar nicht, war ihm schleierhaft.

„Für diese Leistung gibt es ad hoc keine Erklärung. Dafür gibt es auch keine Entschuldigung, ob Robert Beric weg ist oder nicht. Wir haben einen wichtigen Spieler verloren, Thanos Petsos ist aktuell verletzt, aber die Mannschaft hat schon gezeigt, dass sie auch ohne beide gut spielen kann. Was wir brauchen, um gut Fußball zu spielen, davon haben wir heute keine 10 Prozent geliefert. “

Der Sportdirektor fand auch deswegen klare Worte, weil es sich einige Spieler offenbar zu bequem gemacht haben. „Wir müssen raus aus dieser Wohlfühloase!“, unterstrich Müller.

Barisic analysierte trockener

Sein Trainer Zoran Barisic, der Neuzugang und Beric-Ersatz Matej Jelic auf der Bank ließ, analysierte die Partie etwas trockener.

„Wir sind gut gestartet, hatten die Kontrolle über das Spiel und auch ein gutes Passspiel, aber es wäre auch wichtig gewesen, gegen einen so gut organisierten Gegner in Führung zu gehen. Das ist uns nicht gelungen. In letzter Konsequenz hat uns die Kreativität gefehlt“, so der 45-Jährige.

„Nichtsdestotrotz ist so ein Spiel sehr wichtig für uns, weil das nicht oft passieren wird, gegen einen so gut organisierten und tief stehenden Gegner spielen zu müssen. Dann ist es nicht nur wichtig, die Kontrolle zu bekommen, sondern auch Lösungen zu haben, um den Gegner auszuhebeln.“

Stefan Schwab meinte: „In Summe war es für Altach nicht verdient, weil sie nichts für das Spiel gemacht haben. Sie haben ihre Chancen eiskalt genützt, wir waren vor dem Tor zu stümperhaft und das war zu wenig. Bei einem tiefstehenden Gegner muss man die wenigen Chancen nutzen.“

Schwab sieht es nicht so schlimm

Im Gegensatz zu Müller wollte Schwab die Situation auch nicht so dramatisch sehen.

„Wir haben vorher um die 20 Spiele ohne Niederlage gehabt, jetzt ist es eben passiert, dass wir zwei Mal hintereinander verloren haben. Aber wir werden das wieder ausbügeln.“

Das können die Wiener nach dem Europa-League-Auftakt gegen die Spanier im direkten Duell erledigen.

Denn kommendes Wochenende gastiert Tabellenführer Admira beim Zweiten aus Wien.

Altach

Rapid

Ballbesitz

35,4%

64,6%

Zweikämpfe

54,5%

45,5%

Eckbälle

5

6

Torschüsse

8

6

Torschüsse außerhalb Strafraum

4

3

Torschüsse innerhalb Strafraum

4

3

Kopfballchancen

1

0

Abseits

0

3

Fouls

16

10

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