Austria will gegen Admira auf Platz zwei

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Die Austria hat am Samstag (16.00 Uhr) den Vorstoß auf Rang zwei der Bundesliga im Visier.

Mit einem Auswärtssieg gegen die Admira würden sich die "Veilchen" zum ersten Verfolger von Spitzenreiter Rapid aufschwingen.

Allerdings weiß Trainer Thorsten Fink, dass seiner Truppe beim noch ungeschlagenen Überraschungsteam eine schwierige Aufgabe bevorsteht.

"Im Moment ist es ziemlich schwer, diese Mannschaft zu schlagen. Aber wenn wir 100 Prozent unserer Leistung abrufen, dann haben wir die Möglichkeit dazu", sagte der Deutsche.

Seinem drittplatzierten Club fehlen derzeit bei gleicher Tordifferenz drei Punkte auf die Admira, deren Coach Ernst Baumeister trotz des erfolgreichen Saisonstarts nach wie vor vom Abstiegskampf spricht.

Fink hat für das Tiefstapeln Verständnis. "Es ist sicherlich noch früh in der Saison und von daher ist mein Kollege sehr intelligent. Er weiß, wie stark seine Mannschaft ist. Er weiß auch, dass sie derzeit einen Lauf hat. Deswegen ist diese Aussage nicht nur clever, sondern er ist auch realistisch."

FAK erwartet defensive Admira

Der Austria-Coach erwartet einen eher defensiv eingestellten Kontrahenten. "Ich gehe von einem Spiel aus, in dem wir viel Ballbesitz haben werden. Wir werden versuchen, Löcher in der Abwehr zu finden", erklärte Fink und mahnte zur Geduld:

"Wenn es lange 0:0 stehen sollte, müssen wir Ruhe bewahren und aufpassen, dass wir die Konter unterbinden. Die Admira ist derzeit ein Gegner, der aus fast jeder Chance ein Tor macht. Das ist das, was sie so gefährlich macht. Deshalb müssen wir auf jeden Konter und jede Standardsituation extrem aufpassen."

Tipps von Windbichler

Tipps über die Admira kann sich Fink von Richard Windbichler holen. Der 24-Jährige wechselte im Sommer von der Südstadt an den Verteilerkreis und hat nach wie vor Kontakt zu manchen Ex-Kollegen. "Was ich mitgekriegt habe, sind selbst die Admira-Spieler überrascht, dass sie jetzt da oben stehen.

Aber das kommt nicht von ungefähr. Es war schon immer eine Mannschaft, die auf dem Platz alles gegeben hat. Und heuer haben sie das nötige Glück im Abschluss", meinte der Defensivspieler, der möglicherweise zum letzten Mal mit Alexander Gorgon und Alexander Grünwald zusammenspielt.

Die Situation rund um das offenbar abwanderungswillige Duo werde allerdings auf den Spielverlauf keinen Einfluss haben, betonte Admira-Chefcoach Baumeister.

"Die Austria hat einen großen Kader, da wird das alles nicht zum Problem", vermutete der 58-Jährige.

Austria Favorit

Der Ex-Teamspieler sieht die Austria als Favoriten. "Aber warum sollten wir nicht auch in diesem Match punkten? Die Chance ist auf jeden Fall da." Ein spezielles Rezept für die Erfolge der vergangenen Wochen habe er nicht angewendet.

"Ich bin seit über 40 Jahren im Fußball, aber auf ein Geheimnis bin ich noch nicht gekommen. In unserem Fall sind es viele kleine Mosaiksteine, zum Beispiel Kameradschaft und viel Einsatz im Training, die zusammenpassen."

Duell gegen Herzensclub

Für Baumeister geht es gegen seinen Herzensclub, bei dem er in 423 Pflichtspielen im Einsatz war, achtmal Meister sowie viermal Cupsieger wurde und vor über 15 Jahren kurz als Interimscoach fungierte.

Außerdem wählten ihn die Fans in die "Jahrhundert-Elf" der Austria. "Ich bin nach wie vor Austrianer. Am Samstag bin ich in erster Linie Admira-Trainer, doch ab Sonntag helfe ich wieder insgeheim zur Austria", verriet der Admira-Coach.

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