Altach möchte Ligaaufholjagd beim WAC starten

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Der WAC will am Sonntagabend (19.00 Uhr) seine Bundesliga-Heimserie gegen Altach prolongieren.

Die Wolfsberger haben zu Hause bisher noch nie gegen die Vorarlberger verloren, halten bei je drei Siegen und Remis.

"Eine Statistik ist da, dass man sie verändert, aber wir wollen sie natürlich beibehalten", sagte WAC-Trainer Dietmar Kühbauer vor dem für beide Teams "sehr wichtigen Spiel".

Nur ein Punkt trennt die beiden in der Europa-League-Qualifikation gescheiterten Mannschaften, die sich laut Kühbauer "jetzt wieder mit dem täglichen Brot" befassen müssen. Altach startet nach dem torlosen Remis im Play-off-Rückspiel bei Belenenses Lissabon als Tabellenschlusslicht in die siebente Runde, der WAC als Achter.

Das bisher letzte Duell endete am 2. Mai mit einem 2:0-Heimerfolg der Wolfsberger.

"Ein Sieg in diesem Match ist für beide wichtig, denn dadurch kommt man vor der zweiwöchigen Länderspielpause nach vorne ins Fahrwasser. Wir wollen deshalb unbedingt einen Dreier einfahren, egal, wie der Gegner spielt", stellte Kühbauer klar, dem wieder Torjäger Philip Hellquist zur Verfügung steht.

Nachteil durch EL?

Dass Altach nach dem Europacup-Aus nicht einmal drei Tage Pause hat, sieht der ÖFB-Ex-Internationale nicht als zwingenden Nachteil. "Internationale Spiele sind natürlich auf einem anderen Level und von den Strapazen her anstrengender", erklärte Kühbauer.

"Aber wenn man ein Tor schießt, dann setzt das Kräfte frei. Wir müssen deshalb alles aufbieten. Uns erwartet ein hartes Stück Arbeit."

Kühbauer warnt

Altach hatte zuletzt sowohl bei der 1:2-Heimniederlage in der Liga gegen die Admira als auch Donnerstagnacht beim 0:0 in Lissabon Pech.

"Sie waren gegen die Admira klar überlegen, gegen Belenenses war es ähnlich. Wenn der Schuss vom Ngwat-Mahop reingeht, dann steigen sie auf. Ich hätte es ihnen gewünscht, denn es ist schlimm, wenn man als Österreicher anders denkt", betonte Kühbauer, dass er mit den Vorarlbergern mitgelitten hatte.

Altach-Trainer Damir Canadi war vor dem WAC-Match auch als Psychologe gefragt.

"Jetzt heißt es die Jungs wieder aufbauen und für Sonntag gegen den WAC fit werden", sagte der 45-jährige Wiener, dessen Team die jüngsten drei Liga-Partien in der Fremde allesamt verloren hat.

Lissabon aus den Köpfen

"Wichtig ist, dass wir dieses Spiel (in Lissabon, Anm.) schnell vergessen und am Sonntag beim WAC drei Punkte mit nach Hause nehmen. Man muss das schnell abhaken. Wenn man weiß, wie Fußball geht, kann man das schnell vergessen. Aber wir haben gut gespielt. Von daher kann man auch etwas Positives mitnehmen", meinte Louis Ngwat-Mahop.

Auch sein Mittelfeld-Kollege Boris Prokopic richtete den Blick nach vorne: "Wir müssen jetzt weiterschauen und am Sonntag wieder punkten. Die Enttäuschung ist natürlich da, aber wir haben jetzt einiges aufzuholen in der Liga. Der Fokus gilt jetzt nur noch der Liga."

Einen physischen Nachteil durch die vielen englischen Wochen befürchtete Prokopic nicht. "Körperlich sind wir alle in einem Top-Zustand", betonte der 27-Jährige.

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