Austria trotzt dem Salzburger Druck und holt Punkt

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Meister Red Bull Salzburg hat in der sechsten Runde der Bundesliga Moral bewiesen und gegen die Wiener Austria zweimal einen Rückstand egalisiert.

Nach dem 2:2 (1:1) fehlen der Austria bereits fünf Punkte auf den überlegenen Tabellenführer Rapid, die Salzburger liegen gar acht Punkte hinter den Hütteldorfern.

Nach einer schwachen Anfangsphase hatte Smail Prevljak die erste Chance für die Gastgeber, aber Fabian Koch konnte den Bosnier noch am Abschluss hindern (9.).

Fünf Minuten später versuchte Prevljak erneut sein Glück. Sein Heber aus 20 Metern stellte aber kein Problem für Austrias Schlussmann Robert Almer dar.

Nur wenige Sekunden später hätte es 1:0 für die Gastgeber stehen müssen, aber Havard Nielsen zögerte vor Almer einen Moment zu lange.

Führung mit dem ersten Strafraumbesuch

In der 17. Minute ging die Austria komplett gegen den Spielverlauf in Führung. Die Wiener spielten dabei ihre Stärke nach Standardsituationen aus.

Ein Eckball von Raphael Holzhauser wurde aber auch von Salzburgs Andreas Ulmer aus Sicht der Veilchen glücklich Richtung langes Eck abgefälscht, wo Alexander Grünwald den Ball unbedrängt zum 1:0 einschieben konnte.

Nur zwei Minuten später hatte Alexander Gorgon die Riesenchance, seine Führung in der Torschützenliste auszubauen. Nach einer Flanke von Ex-Salzburger Marco Meilinger brachte er aber nicht genügend Druck hinter den Ball und verpasste so sein siebentes Saisontor.

Damit war das Offensivpulver der Gäste für die erste Hälfte aber verschossen.

Erstes Tor von Prevljak

Die Salzburger übernahmen fortan wieder das Kommando und kamen in der 25. Minute völlig verdient zum Ausgleich.

Takumi Minamino spielte nach einem schönen Solo Prevljak frei, der durch Almers Beine unbedrängt zum 1:1 einschob.

Danach tat Salzburg mehr für das Spiel, aber sowohl Versuche von Nielsen als auch Minamino stellten keine Gefahr dar (34., 35.).

Kayode in Bolt-Manier

Nach Seitenwechsel hatte wiederum Salzburg die erste Gelegenheit, aber Ulmers Versuch landete an der Außenstange (47.).

Im Gegenzug durften erneut die äußerst effizienten Gäste jubeln. Grünwald schickte Olarenwaju Kayode, der sich im Laufduell gegen Duje Caleta-Car durchsetzte und Salzburg-Tormann Alexander Walke zu seinem vierten Saisontor bezwang (48.).

In weiterer Folge beruhigte sich das Spiel etwas. Erst nachdem Meilinger nach einem Steilpass von Lukas Rotpuller alleine vor Walke auftauchte (61.), nahm die Partie wieder Fahrt auf. Der Deutsche vereitelte dabei eine höhere Führung der Wiener.

Die Partie wurde in der Schlussphase auch härter, sodass der Spielfluss etwas verloren ging.

Lainer mit Traum-Premierentor

Die Wiener schwächten sich in der Schlussphase selbst, weil Lukas Rotpuller innerhalb weniger Minuten Gelb-Rot bekam (73.).

Die Mozartstädter nutzten diesen Schub. Stefan Lainer besorgte mit einem sehenswerten Weitschuss den 2:2-Ausgleich (75.), nachdem der eingewechselte Salzburg-Kapitän Jonatan Soriano kurz zuvor Almer bei einem Freistoß zur Parade zwang (74.).

Österreichs Team-Goalie war es auch, der in der hektischen Schlussphase mit sechs Minuten Nachspielzeit den Punkt für die Wiener gleich mehrmals festhielt.

Salzburg

Austria

Ballbesitz

56,6%

43,4%

Zweikämpfe

57,6%

44,4%

Eckbälle

8

2

Torschüsse

14

6

Torschüsse außerhalb Strafraum

10

1

Torschüsse innerhalb Strafraum

4

3

Kopfballchancen

0

1

Abseits

7

1

Fouls

9

16

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