Zeidler: "Das gibt uns Aufschwung"

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Das Aufatmen im Bullen-Stall war nicht zu überhören. Der 4:1-Erfolg bei der SV Ried hat Meister Salzburg in der vierten Runde der Fußball-Bundesliga am Dienstag den ersten Dreier beschert und als klarer Stimmungsaufheller nach dem CL-Aus gewirkt.

Auch, wenn gegen "Wikinger" in der Krise nicht alles glänzte. "Das macht uns wachsam, an den Fehlern dranzubleiben", meinte Trainer Peter Zeidler.

"Es war ein in dieser Höhe verdienter Sieg und sehr wichtig, dass wir zum ersten Mal anschreiben. Das gibt uns Aufschwung", sagte Zeidler, dessen Truppe am vergangenen Wochenende beim 2:2 in der Südstadt den ersten Punkt geholt hatte.

"Nicht Fisch nicht Fleisch"

"Wir haben die Räume gefunden und sind zu vielen Torchancen gekommen", freute sich der Deutsche, versuchte aber zugleich, das Resultat richtig einzuordnen. "Es war nicht immer so klar, wie es jetzt aussieht. Wir mussten viele Standardsituationen zulassen, die waren dann teilweise sehr gefährlich. In der zweiten Hälfte hat sich Ried dann richtig gewehrt, und wir haben keine Kompaktheit gehabt."

Für Außenverteidiger Stefan Lainer hatte das u.a. mit einer Unsicherheit in der Ausrichtung zu tun. "Ich glaube, es war nicht mehr ganz klar, sollen wir Pressing machen oder den Gegner kommen lassen. Deswegen war das dann nicht Fisch nicht Fleisch", analysierte der Salzburger.

Auch er zeigte sich aber "sehr erleichtert. Darauf können wir aufbauen. Das war der nächste Schritt. Jetzt noch ein Dreier in Altach und wir kommen wieder in die Bahn rein."

"Er kann auf vielen Positionen spielen" 

Sein Coach durfte sich nicht nur über das Comeback von Goalgetter Jonatan Soriano oder den Doppelpack des bisher eher spärlich eingesetzten Takumi Minamino freuen, sondern etwa auch die Vorstellung von Benno Schmitz auf der ungewohnten Position im zentralen Mittelfeld.

"Schmitz kann das. Er hat den Vorteil, dass er auf sehr vielen Positionen spielen kann", bekundete Zeidler, der Leitgeb eine Verschnaufpause verschaffen wollte: "Die Überlegung war, dass Leitgeb nach seiner langen Verletzung nicht drei Spiele in sechs Tagen machen kann."

Rotation wird für Zeidler wohl ein Thema bleiben, die Schlagzahl für die Bullen ist weiterhin hoch. Beginnend mit Auswärtsspiel in Altach am Samstag warten bis zur Länderspielpause noch fünf Partien in 16 Tagen, neben den Duellen mit Minsk stehen die Begegnungen mit der Austria (23. August) und bei Sturm Graz (30. August) an.

Ratlosigkeit in Ried

In Ried herrscht eine gewisse Ratlosigkeit. Mittelfeldmann Patrick Möschl war vor allem über die ersten 45 Minuten entsetzt. "Die Leistung in der ersten Halbzeit war katastrophal. So kann man nicht auftreten", sagte der 22-Jährige, dessen Trainer Helgi Kolvidsson die gravierenden Defensivprobleme nicht in Griff bekommt.

"Wenn man sich defensiv so verhält, ist es logisch, dass man Tore bekommt", ärgerte sich der Isländer, forderte vor dem Samstagsduell bei der Admira aber Ruhe: "Mir ist wichtig, dass sich die Mannschaft stellt, dass wir uns nicht verstecken."

Ried Salzburg
Ballbesitz 47,5% 52,5%
Zweikämpfe 55,6% 44,4%
Eckbälle 3 4
Torschüsse 16 11
Torschüsse außerhalb Strafraum 10 5
Torschüsse innerhalb Strafraum 6 6
Kopfballchancen 0 1
Abseits 5 2
Fouls 10 18
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