"Wollen über uns hinauswachsen"

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Mattersburg will gegen Ried Heim-Serie ausbauen

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Aufsteiger SV Mattersburg hat nach dem sensationellen 2:1-Auftaktsieg über Meister Red Bull Salzburg auswärts gegen die Admira einen Dämpfer erlitten. In der Südstadt setzte es eine bittere 1:2-Niederlage.

Gegen die akut an Torarmut leidende SV Ried will es die heimstarke Truppe von Coach Ivica Vastic wieder besser machen. Die Innviertler peilen am Samstag (18.30 Uhr) ihren ersten Saisonsieg an.

"Wollen guten und erfolgreichen Fußball zeigen"

Im Pappelstadion ist Mattersburg seit einer 0:2-Niederlage gegen Liefering am 10. April ohne Niederlage. Seither gab es in fünf Spielen vier Siege und ein Unentschieden, darunter war auch der Bundesliga-Auftakterfolg gegen den amtierenden Meister. Gegen die Admira stimmte für Vastic am vergangenen Samstag abschnittsweise zwar die Leistung, nicht aber das Ergebnis.

"Letztlich entschied die Effizienz das Spiel an diesem Tag, da waren wir nicht gut genug. Die Admira hingegen hat mit zwei Schüssen auf unseren Kasten ebenso viele Treffer erzielt", analysierte der 45-Jährige. "So müssen wir aus diesem Spiel lernen und es nächstes Mal besser machen."

Gegen die saisonübergreifend schon vier Runden ohne Sieg und Treffer dastehenden Rieder soll seine Mannschaft wieder drei Punkte einfahren. "Wir spielen zuhause und wollen unserem Publikum einen guten und auch erfolgreichen Fußball zeigen. Mit der nötigen Unterstützung von den Rängen werden wir wieder bereit sein, wie gegen die Bullen über uns hinauszuwachsen", sagte Vastic, der als Bundesliga-Trainer bisher erst eine Heimniederlage kassiert hat. Am 25. Februar 2012 unterlag er mit der Austria 0:1 gegen Kapfenberg.

Ausfall von Novak "schwerer Schlag"

Bitter für die Mattersburger ist der Ausfall von Linksverteidiger Michael Novak, der am Meniskus operiert werden musste und etwa sechs bis acht Wochen ausfallen wird. Vastic: "Ein schwerer Schlag für uns, denn er wird uns nicht nur als hervorragender Verteidiger, sondern vielmehr als Antreiber auf dem Platz fehlen."

Bei Ried ist in der neuen Spielzeit noch nicht viel zusammengelaufen. Mit dem torlosen Heimremis gegen den WAC wurde zuletzt immerhin der erste Punkt geholt. Gegen den SVM wollen die Oberösterreicher nun erstmals voll anschreiben. "Es ist immer schwierig, gegen einen Aufsteiger zu spielen", meinte Stürmer Daniel Sikorski. "Aber wir fahren sicher nicht hin, um nur auf einen Punkt zu spielen."

"Wir müssen das, was wir gegen den WAC gut gemacht haben, gegen Mattersburg fortführen", sagte Trainer Helgi Kolvidsson - und sprach damit vor allem die Defensivleistung an. Auch gegen die gut eingespielten Burgenländer müsse man kompakt stehen.

"Spielerisch müssen wir besser werden"

"Wenn man ihnen zu viele Räume gibt, sind sie brandgefährlich." Im Spiel nach vorne sieht der Isländer dagegen noch viel Optimierungsbedarf. "Spielerisch müssen wir besser werden. Gegen den WAC haben wir den Ball zu viel geschleppt und waren zu kompliziert." So fehlte es an zwingenden Torchancen.

Der Offensive nicht zur Verfügung stehen wird am Samstag Thomas Murg, der sich am Mittwoch das Knie verdrehte. Eine genaue Diagnose war noch nicht bekannt, der 20-Jährige wird aber definitiv mehrere Wochen ausfallen. Marcel Ziegl, der sich am vergangenen Sonntag an der Schulter verletzte, ist ebenso fraglich wie der erkrankte Clemens Walch. Petar Filipovic ist nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt.

Die Bundesliga-Bilanz zwischen Mattersburg und Ried ist übrigens vollkommen ausgeglichen. 32 Spiele haben die beiden Vereine bisher gegeneinander bestritten. Elf Mal gewann Ried, elf Mal der SVM. Zehn Spiele endeten mit einem Unentschieden. Der Heimvorteil spricht für die Burgenländer: Die Mattersburger waren zuhause neun Mal erfolgreich, drei Mal konnte Ried drei Punkte mit nach Hause nehmen. Vier Mal trennten sich die beiden Mannschaften in Mattersburg mit einem Unentschieden.

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