Kinder-Spielplatz Bundesliga

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Der LAOLA1-Stammtisch zur 3. Runde

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Noch 33 Runden bis Red Bull Salzburg als Absteiger feststeht und der FC Liefering seinen Aufstiegsverzicht zurücknimmt.

Nein, lassen wir das...

Aber man merkt, erst wenige Runden gespielt und schon steht die österreichische Bundesliga Kopf.

Der Double-Gewinner aus Salzburg ist immer noch sieglos, letztjährige Underdogs wie Austria Wien, der SV Grödig und die Admira sind dafür noch unbesiegt.

Es gibt also einiges zu besprechen. Das tun wir wie gewohnt im LAOLA1-Stammtisch.

Ab sofort fragen wir uns: Welche Lehren hatte die jeweilige Runde zu bieten? Manche ernsthafter, manche wie gewohnt mit Augenzwinkern.

Garniert und aufgelockert wird dieser Erkenntnisgewinn natürlich wie gehabt durch einige bewährte Rubriken.

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

  • DIE INTERNE KRITIK IN SALZBURG STEIGT: "Wir haben in der ersten Spielhälfte Kinderfußball gespielt", sagte Alexander Walke nach dem 1:2 gegen Rapid. "Das war auf Schülerliganiveau. Wir müssen überlegen, vom Kinderfußball wieder zu dem Fußball zurückzukommen, den wir unter Roger Schmidt gelernt haben", meinte Martin Hinteregger nach dem 0:3 in Malmö. "mal WIEDER zusehen müssen wie wir ausscheiden.. #sprachlos #männermüssenher", postete Valentino Lazaro nach dem Spiel in Malmö auf "twitter". Nach dem 2:2 in der Südstadt reihte sich Kapitän Jonatan Soriano - eigentlich als sehr besonnener Typ bekannt - in die Reihe der internen Kritiker ein. Der verletzte Stürmer postete auf "instagram" ein Foto von kickenden Kindern und dazu das Endergebnis 2:2. Die Kaderplanung in der Mozartstadt stößt so manchem Profi offenbar richtig sauer auf.

  • MARKUS PINK HAT EINEN LAUF: Der 24-Jährige trifft und trifft und trifft und trifft und trifft... Saisonübergreifend hat der Mattersburg-Stürmer in den vergangenen elf Meisterschaftsspielen jedes Mal zumindest einen Treffer erzielt - zwei Mal waren es sogar Doppelpacks. Wenn man sich die Aufstiegssaison in der Ersten Liga und den Start in die Bundesliga ansieht, hat der Kärntner von den vergangenen 26 Liga-Partien in nur sieben keinen Treffer erzielt. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass der SVM-Profi im Juni 2011 eigentlich nur noch auf Amateur-Ebene spielen wollte und als Autoverkäufer gearbeitet hat.

  • UNSERE KICKER SIND HITZESCHUTZ-EXPERTEN: Wenn die Hitze wie an diesem Wochenende erbarmungslos den Schweiß aus allen Poren treibt - Lost in Transpiration quasi -, hat man es als Fußballer nicht gerade leicht. "Brutal", war von den Bundesliga-Akteuren mehrmals zu hören. An Tagen wie diesen am Nachmittag ein Match anzupfeifen, ist tatsächlich grenzwertig - Trinkpause hin oder her. Zumindest wussten sich die Ersatzspieler zu helfen. Und da war viel Kreativität zu beobachten, wenn es um geeignete Schattenspender ging. Die Admiraner verwendeten ihre Trikots, die Grödiger ihre Sitzpolster und die Austrianer Handtücher.
  • ROTPULLER IST ZU LEIDENSCHAFTLICH: Den Eindruck, dass sich Lukas Rotpuller das Fußballspiel ein wenig mehr zu Herzen nimmt als der Durchschnitts-Profi, hat wohl jeder Mensch, der ihn schon mal bei der Ausübung seines Berufs beobachtet hat, gewonnen. In Grödig war es aber wieder einmal zu viel des Guten. Nach einem harmlosen Rempler von Martin Rasner revanchierte sich der Austria-Innenverteidiger abseits des Balles mit einem Bodycheck und sah völlig zurecht Rot. Der siebente Ausschluss seiner Profi-Karriere. "Diese Disziplinlosigkeit darf nicht passieren. Nur so kann man Spiele verlieren. Er hat der Mannschaft sehr geschadet, das muss er wissen. So etwas geht in meinem Team nicht", war Trainer Thorsten Fink stinksauer. Im Derby läuft die Austria in der Innenverteidigung mit der Zweiergarnitur bestehend aus Vance Shikov und Patrizio Stronati auf.

  • RIED IST WIRKLICH SCHLECHT: Es hat sich in der Vorbereitung ja schon angedeutet. Kein Sieg und peinliche Niederlagen gegen Mlada Boleslav (0:5) und Sparta Prag (1:8). Es durfte einem ja wirklich schon bange werden um die SV Ried. Doch dann die 15:0-Gala im Cup gegen den SV Innsbruck. Mittlerweile ist klar: Das war nur ein Strohfeuer. Denn der Saisonstart der Innviertler ist gehörig in die Hosen gegangen. Zunächst das 0:3 beim SK Rapid, wo die Mannschaft von Trainer Helgi Kolvidsson völlig chancenlos war, dann das sehr schmeichelhafte 0:0 gegen vom Europacupspiel gegen Dortmund müde Wolfsberger und nun das 1:4 in Mattersburg, wo die "Wikinger" wieder kein Land sahen. Jedes Mal weniger Ballbesitz (21,2%, 37,4%, 46,5%), jedes Mal weniger Zweikämpfe gewonnen (37,0%, 48,5%, 45,5%). So spielt ein Abstiegskandidat.

BILD DES SPIELTAGS

IN EUROPA HUI, IN DER LIGA PFUI

  • ES GIBT DOCH EINEN SALZBURGER GEWINNER: Bislang musste sich Stefan Lainer hinter Benno Schmitz anstellen. Doch weil der Deutsche das jüngste Duell mit Malmö-Star Markus Rosenberg nicht unbeschadet überstanden hat, durfte der Salzburg-Rückkehrer erstmals in dieser Saison in der Bundesliga ran. Und man merkte richtig, dass der 22-Jährige seine Chance nutzen wollte. Seine Zahlen lesen sich nach den 90 Minuten in der Südstadt beeindrucken. 99 Ballkontakte - die meisten. Sieben Flanken - die meisten. Vier abgefangene Bälle - die meisten. 78,57 Prozent Zweikampfquote (11/3) - die beste. Fünf von acht Dribblings erfolgreich abgeschlossen - ex aequo mit Naby Keita die meisten. Drei Torschussbeteiligungen - nach Keita und Djuricin auf Platz drei. Ja, da hat sich einer empfohlen.

  • IN FLORIDSDORF LÄUFT NUR DER SCHMÄH: Vier Spiele, vier Niederlagen, drei Tore geschossen, elf kassiert, letzter Platz. FAC-Trainer Peter Pacult beteuert zwar, nicht ratlos zu sein, so wirklich mag man ihm aber keinen glauben schenken. Immerhin hat Sportchef Peter Eigl seinen Humor nicht verloren. Bei "Sky" sagte der Wiener nach dem 1:3 gegen Austria Lustenau über seine Spieler: "Verhandelt haben sie, als ob sie die Champions League gewonnen hätten, gespielt haben sie, als ob sie gerade aus der Wiener Liga aufgestiegen wären."

  • DIE ADMIRA IST OFFENSIV FLEXIBEL: Vergangene Woche konstatierten wir, dass die Admira kein Stürmer-Problem hat. Nun erhöhen wir sogar und sagen, die Admira ist offensiv flexibel. Das bewiesen die Südstädter am Samstag beim 2:2 gegen Meister Salzburg. Toni Vastic durfte als Solospitze ran, dahinter eine Dreierkette und Rechtsaußen war Dominik Starkl am Zug. (Wo sonst gegen Salzburg?) Zudem bieten sich mit Eldis Bajrami, Rene Schicker, Issiaka Ouedraogo, Max Sax, Markus Blutsch, Lukas Grozurek und Christoph Knasmüllner einige offensive Varianten an, die auf den Gegner abgestimmt aufgeboten werden können. Trainer Oliver Lederer freut sich darüber am meisten: „Wir werden noch variantenreicher!“ Und die Spieler über den gelungenen Saisonstart. „Alle haben uns schon abgeschrieben, aber das pusht uns nur“, sagt Toni Vastic.

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. 15.100 (Rapid-Ried) <span style=\'color: #0000ff;\'>1.079 (Grödig-Altach) 36.826 7.365
2. <span style=\'color: #ff0000;\'>17.357 (Salzburg-Rapid) 2.940 (Admira-Mattersburg) 40.244 8.049
3. 13.300 (Rapid-WAC) 1.667 (Grödig-Austria) 27.490 5.498
GESAMT: 104.560 6.970

  • DIE SCHOBESBERGER-ZONE: Was war das für eine grottige erste Spielhälfte von Rapid! Doch mit ein paar Änderungen half Coach Zoki Barisic seiner Mannschaft, die Partie gegen den WAC noch 2:1 zu gewinnen. Neben der Einwechslung von Doppeltorschütze Florian Kainz ließ sich der Trainer auch einen taktischen Kniff einfallen: Hohe Diagonalpässe auf Philipp Schobesberger! Gegen die engstehende Defensive der Wolfsberger hatte es Rapid in der ersten Hälfte zu oft über Steilpässe durch die Mitte probiert. Das änderte sich nach der Pause: Schobesberger wechselte auf die rechte Seite, wo er das Spielfeld breit machte und nach Diagonalpässen von Schwab oder Grahovac (siehe Taktiktafel) das Dribbling suchte. Durch den schnellen Seitenwechsel fehlte es dem WAC-Linksverteidiger (zuerst Stephan Palla, dann Dario Baldauf) an Unterstützung, deswegen hatte Schobesberger leichtes Spiel. Nicht umsonst leitete der 21-Jährige, dem zuletzt die Form abgesprochen wurde, beide Tore ein.

 
  • ESSER MACHT’S BESSER: In der letzten Saison konnte Sturms Christian Gratzei nicht immer vollends überzeugen. Umso mehr sehnten die Fans eine neue, unumstrittene Nummer eins herbei: In Michael Esser, der von Bochum verpflichtet wurde, fand Sturm ebendiese. Der 1,98m-Hüne präsentierte sich in den ersten Saisonspielen stets als sicherer Rückhalt. Gegen Altach hielt der 27-jährige Deutsche die Null fest und trug damit erheblich zum knappen 1:0-Erfolg bei. Nach dem Europa-League-Aus und zwei mäßigen Unentschieden feierte Sturm dank Esser den wichtigen Sieg. Manchmal macht eben ein Torhüter den Unterschied aus.

DIE HEATMAPS UND TAKTIKTAFELN

Euch sind die zahlreichen Features in unserem LIVE-Ticker sicher schon aufgefallen.

Vor allem die LIVE-Statistiken können richtig viel.

  • Ein Klick auf das Feuer im linken Menü bringt euch zur Heatmap.
  • Ein Klick auf das Auge im linken Menü zur Taktiktafel.
  • NEU: Mit einem Klick auf die Rubrik "Spielerstatistik" könnt ihr in Echtzeit mitverfolgen, wie viele Ballkontakte, Zweikämpfe oder Torschüsse ein Spieler in der jeweiligen Partie schon hatte.

Wenn man sich diese Features genauer ansieht, gewinnt man jede Menge spannende Erkenntnisse.

Die Übersicht aller Heatmaps, Taktiktafeln und Spieler-Stats gibt es natürlich weiterhin.

Zudem bieten wir euch alle übrigen Zahlen und Fakten zur Runde an.

DER BLICK INS ARCHIV

Harald Pichler ist kein Goalgetter - muss er auch nicht sein, schließlich liegt das Hauptaugenmerk für den Verteidiger darin, Tore zu verhindern. Alle heiligen Zeiten trifft er dann aber schon ins Schwarze. Vier Mal in 136 Bundesliga-Begegnungen war dies der Fall. Und am Wochenende war es auch wieder soweit und die Kugel zappelte dank des 28-Jährigen im Netz - blöd nur, dass es sich diesemal um ein Eigentor handelte. Doch so unglücklich wie dem Kärntner der Ball ans Bein sprang, hätte der Fauxpas jedem passieren können.

BILDERRÄTSEL

Auch in dieser Saison bemühen wir wieder unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted?

Die Auflösung aus der 2. Runde: Der User "Da_Wuz" hat gewusst, dass es sich um Didi Kühbauer und Herfried Sabitzer, Bernd Kaintz gehandelt hat. Gratulation!

FRAGE:

Angesichts des bevorstehnden Wiener Derbys wollen wir wissen, welche Herrschaften auf diesem Bild zu sehen sind.

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