Ried reist mit Auswärts-Negativserie nach Graz

Aufmacherbild
 

Der SK Sturm liegt als Tabellensechster der Bundesliga hinter den auch in sich selbst gesteckten Erwartungen. Konstanz haben die Grazer in dieser Saison noch zu selten gezeigt. Immerhin gelangen zuletzt drei Heimsiege in Folge. Am Samstag (18:30 Uhr) wartet zu Hause der Vorletzte Ried. Die Innviertler feierten einen ihrer erst zwei Saisonsiege ausgerechnet gegen Sturm.

1:0 setzten sich die Oberösterreicher in der 6. Runde nach einem Abseitstor von Daniel Sikorski durchaus glücklich durch. Es war das erste Spiel nach der Rückkehr von Paul Gludovatz als Cheftrainer.

Nach dem ersten Saisonsieg wurde der Burgenländer damals überschwänglich als Retter gefeiert. Mittlerweile hat sich die Euphorie im Innviertel gelegt, Gludovatz sieht sein auswärts seit saisonübergreifend elf Spielen erfolgloses Team den Zielen hinterherhinken.

Sturm will Heim-Serie prolongieren

Das gilt jedoch auch für Sturm. Nach dem 1:2 in Wien in der Vorwoche vergrößerte sich der Rückstand auf den Dritten Rapid auf vier Zähler. Tabellenführer Austria und Salzburg sind derzeit ohnedies außer Reichweite.

"Wir haben sicher einige Punkte liegen gelassen. Wir müssen in den Spielen die Konzentration hoch halten, sind in manchen Phase zu nachlässig. Das wird im Fußball schnell bestraft", meinte Trainer Franco Foda.

Zumindest in der heimischen UPC-Arena klappte es zuletzt nach Maß. Gegen Ried soll die Serie auf vier Siege ausgebaut werden. "Wir wollen zu Hause dort anknüpfen, wo wir in den letzten Spielen aufgehört haben", betonte Foda.

Avdijaj weiter verletzt

Verzichten muss Sturm jedoch auf Donis Avdijaj. Dem Offensivspieler macht weiter eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu schaffen. Beim 19-Jährigen ist darüber hinaus nach wie vor unsicher, ob er im Frühjahr überhaupt noch das Sturm-Dress trägt.

Schalke 04 könnte den Leihspieler in der Winterpause zurückbeordern. Auch Albaniens Verband hat dem Vernehmen nach seine Fühler ausgestreckt und bemüht sich intensiv um den in Osnabrück als Sohn albanischer Eltern geborenen Teenager.

Sein Berater Karsten Schmidt meinte zur "Kleinen Zeitung": "Wir besprechen dies gerade intensiv mit einigen Fachleuten. Die endgültige Entscheidung trifft dann ohnehin Donis." Mit Albanien könnte Avdijaj bei der EM-Endrunde spielen.

Gludovatz: "Liegen im Plansoll klar zurück"

Ried reiste mit einer klaren Ausgangslage vor Augen nach Graz. "Wir stehen vor einem Spiel bei einer Hausmacht, die ihre Stärken gerade zu Hause zeigt", meinte Gludovatz. Mit wenigen Erfolgserlebnissen versuchte der 69-Jährigen in den vergangenen Wochen, die Trendwende zu schaffen. Aktuell ist Ried fünf Runden sieglos. Vor allem in der Offensive versprüht man kaum Gefahr. "In meinem Plansoll liegen wir klar zurück", sagte Gludovatz.

Drei, vier Zähler mehr auf der Habenseite hätte der Burgenländer demnach eingeplant gehabt. So gehe es bis zur Winterpause nur noch darum "nicht grob abzureißen". In der anstehenden Länderspielpause will Gludovatz die Planungen für die Winterpause vorantreiben. Thema sollen auch mögliche Neuzugänge sein. Rieds Coach ist aber eines bewusst: "Großartige Sprünge kann sich der Verein nicht erlauben."

Differnzen sind Schnee von gestern

Verzichten muss Ried in den kommenden Spielen auf Patrick Möschl. Der Flügelspieler erlitt gegen die Admira einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und fällt voraussichtlich vier Wochen aus.

Abgehakt wollten sowohl Gludovatz, als auch Foda die Vergangenheit wissen. Der Burgenländer war im Frühjahr 2012 nach fast vier Jahren als Ried-Trainer nach Graz übersiedelt. Als eine seiner ersten Amtshandlungen als Sportchef beurlaubte er Foda einige Wochen vor dessen Vertragsende.

"Man sollte das Thema einmal ruhen lassen, das ist Schnee von gestern", meinte der Deutsche. Mehr als ein Handshake wird es dennoch nicht geben.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen