Rapids Passspiel ohne Endzweck

Aufmacherbild
 

15. Runde: Heatmaps, Taktiktafeln und Stat-Check

Aufmacherbild
 

"Wo läuft denn der schon wieder herum?"

Eine Frage, die so mancher Fußball-Fan im Stadion zu fragen geneigt ist.

Hier gibt es die Antworten darauf im Detail. Die Heatmaps aller Bundesliga-Spiele der aktuellen Runde. Sie zeigen an, wo genau die jeweiligen Spieler im Ballbesitz waren.

In der ursprünglichen Form sind alle eingesetzten Spieler markiert und werden angezeigt. Mit einem Klick auf die Mannschaft werden alle Spieler der Mannschaft demarkiert und nicht mehr angezeigt. Danach können einzelne oder auch mehrere Spieler beliebig ausgewählt werden.

Egal, welches Team ausgewählt ist, links befindet sich das eigene, rechts das gegnerische Tor.

Und auch die Taktiktafel stellen wir zur Verfügung. Der allumfassende Arbeitsnachweis jedes einzelnen Spielers. Pässe, Torschüsse, Dribblings, Fouls und vieles mehr. Hier kann man ein Spiel wirklich in alle Einzelheiten zerlegen!

NEU in dieser Saison ist der Stat-Check. Hier kann man ganz genau nachlesen, wie der jeweilige Spieler agiert hat. Ballkontakte, Zweikampfwerte, Torschüsse... Alles, was das Herz begehrt - und sortierbar vom besten zum schlechtesten Akteur einer Mannschaft!

Tore: Venuto (34./Elfmeter, 76.) bzw. Tomi (75.)

Gelbe Karten: Venuto, Pichler bzw. M. Hofmann, Auer, Sonnleitner

BEACHTLICH:

  • Anhand der Grödiger Heatmap ist zu erkennen, dass das eigene Spiel der Salzburger hauptsächlich im eigenen Strafraum bzw. kurz davor stattfand. Bei Rapid ist hingegen einmal mehr der Hang zur Linkslastigkeit erkennbar.

  • Lucas Venuto avancierte nicht nur aufgrund seiner zwei Treffer zum Matchwinner für Grödig. Der quirlige und pfeilschnelle Offensivspieler war überall auf dem Platz zu finden.

BEACHTLICH:

  • Rapids Passspiel funktionierte auf den gesamten Platz verteilt, allerdings nicht in den gefährlichen Zonen. Die Wiener brachten 547 Pässe an, gaben 98 Fehlpässe ab, während Grödig auf 136 erfolgreiche und 93 Fehl-Pässe kam. Der Endzweck wurde bei den Gästen aber eindeutig verfehlt. Ebenso bei Flanken: Von 30 kamen gerade einmal vier an.
  • Tomi war zwar noch nicht vollständig in Rapids Spiel integriert, trotzdem gab er mit drei Torschüssen die meisten seines Teams ab, traf dabei einmal ins Tor, einmal die Latte und nur einmal daneben.

STAT-CHECK

Tore: Friesenbichler (80.) bzw. Miranda (24.)

Gelbe Karte: Kehat, De Paula, Holzhauser, Zulechner; Miranda, Lainer

BEACHTLICH:

  • Larry Kayode ist wahrlich kein Mittelstürmer, der im gegnerischen Strafraum auf ein Zuspiel wartet. Die Nigerianer ist nahezu überall am Feld zu finden, sei es zentral, am Flügel oder gar in der eigenen Hälfte.
  • Valon Berisha hat seine Aufgabe am Flügel von Red Bull Salzburg wesentlich defensiver angelegt als Takumi Minamino. Während Berisha häufig in der eigenen Hälfte anzutreffen war, beschränkte sich sein Pendant mehr auf die gegnerische.

BEACHTLICH:

  • Roy Kehat ist richtig schwer vom Ball zu trennen, wenn er einmal in Schwung kommt. Das musste auch die Salzburger Defensive feststellen. Alle vier Dribblings des Israelis waren erfolgreich.
     
  • Paulo Mirandas Pässe in den Sturm fanden im Spiel gegen die Austria nur selten einen Abnehmer. Der Brasilianer, der weiterhin ein Unsicherheitsfaktor im Salzburger Spiel ist, brachte nur 20 seiner 43 Pässe an den Mann.

STAT-CHECK

Tore: Ouedraogo (45./51.) bzw. Ibser (94.)

Gelbe Karten: Zündel (55.), Jacobo (86.) bzw. Prietl (31.)

BEACHTLICH

  • Patrick Farkas ist der offensivere Außenverteidiger bei den Mattersburgern. Während sein linkes Pendant Vitalijs Maksimenko häufig auf Höhe des eigenen Strafraums stationiert war, schaltete sich Farkas mehr in die Angriffe ein.
  • Ouedraogo war sehr umtriebig. Der Matchwinner des WAC war zwar als Mittelstürmer aufgeboten, doch der Ex-Admiraner war nahezu überall in der gegnerischen Hälfte zu finden und wich auch häufig auf die Flügel aus.

 

BEACHTLICH:

  • Manuel Prietl sollte mehr Pässe spielen. Der Mattersburger brachte in den 66 Minuten, die er am Feld war, von 25 Pässen stolze 23 an den Mann. Das entspricht 92 Prozent. Bestwert in dieser Partie.
  • Ouedraogo geht mit seinem Doppelpack natürlich als Matchwinner vom Feld. Während das Tore schießen beim Stürmer bestens klappte, sollte er das dribbeln in Zukunft seinen Mitspielern überlassen. Jedes seiner sechs Dribblings misslang.

STAT-CHECK

Tore: Kienast (4., 71.), Schick (43.) bzw. Sikorski (2.), Elsneg (13.)

Gelbe Karte: Hadzic bzw. Hart, Trauner

BEACHTLICH:

  • Ried und der Grazer 16er, das war in diesen 90 Minuten keine äußerst innige Beziehung. Die Heatmap der Gäste zeigt, dass die Strafraumgrenze für sie schier unüberwindlich war. Auch das Angriffsdrittel am linken Flügel war bei Ried eine komplette Tabuzone.

  • Der Aktionsradius von Sascha Horvath, der in die Startformation rückte, war gelinde gesagt überschaubar. Sowohl Ausflüge zurück über die horizontale als auch über die gedachte vertikale Mittellinie gab es so gut wie gar nicht.

BEACHTLICH:

  • An Einsatz mangelte es den Riedern nicht, gleich fünf Grazer Schüsse konnten sie im bzw. am Strafraum erfolgreich blocken.

  • Von Sturms 19 Torschüssen gab alleine der überragende Kienast fünf ab. Allesamt feuerte er sie aus zentraler Positon, innerhalb der verlängerten Fünfmeterraumlinien, ab. Neben den Kasten setzte der Doppeltorschütze nur einen Versuch. 

STAT-CHECK

Tore: Schößwendter (74., Elfmeter) bzw. Luxbacher (27.)

Gelbe Karten: D. Toth, Ebner bzw. Hofbauer, Zwischenbrugger, Jäger

BEACHTLICH:

  • In der Heatmap ist klar zu erkennen, warum Rene Schicker kurz nach Seitenwechsel von Admira-Coach Ernst Baumeister ausgewechselt wurde. Der Stürmer hatte während seiner gesamten Einsatzzeit keinen einzigen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum.

  • Daniel Luxbacher schoss nicht nur das Führungstor für die Vorarlberger, der Mittelfeldspieler auf der rechten Seiten war auch sonst sehr aktiv. Sogar auf die linke Flanke trieb es den quirligen Offensivspieler desöfteren. 

BEACHTLICH:

  • Einen katastrophalen Zweikampfwert hatte Benedikt Zech: Kein einziges Duell Mann gegen Mann konnte er für sich entscheiden - noch dazu als Abwehrspieler!

  • Ganz starke Werte konnte Admira-Spieler Markus Wostry erzielen: Der 23-Jährige hatte nicht nur 91 Ballkontakte sondern gewann auch fast 73 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem fanden 80 Prozent seiner Pässe ihr angepeiltes Ziel.

STAT-CHECK

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen