Der LAOLA1-Stammtisch zur 15. Runde

Aufmacherbild
 

Roman Kienast hat einen Lauf!

Kevin Friesenbichler hat einen Lauf!

Martin Hinteregger hat einen - Moment mal....

Ja, es gibt einiges zu besprechen im LAOLA1-Stammtisch.

In dieser Saison fragen wir uns: Welche Lehren hatte die jeweilige Runde zu bieten? Manche ernsthafter, manche wie gewohnt mit Augenzwinkern.

Garniert und aufgelockert wird dieser Erkenntnisgewinn natürlich wie gehabt durch einige bewährte Rubriken.

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

  • DIE AUSTRIA IST FIT: Vor "Wohlfahrt vs. Pariasek" gab es schon "Wohlfahrt vs. Bergmüller". Die Austria und die konditionellen Defizite. Ja, das war einmal. In dieser Spielzeit kann die Austria bis zur letzten Minute Vollgas geben. Das mag mitunter an den neuen Spielern im Kader liegen, wohl aber auch sehr der Arbeit von Nikola Vidovic geschuldet sein. Der Kroate ist seit dieser Saison Athletiktrainer der Veilchen - und sein Anblick reicht, um zu wissen, wie der Hase läuft. Das drückt sich auch am Platz aus. Gegen Salzburg fiel der Ausgleich durch Kevin Friesenbichler in Minute 80, im Cup traf "Klaus Lauf" zum 2:1 in Minute 82, beim 2:1 in Mattersburg trafen Lary Kayode (81.) und Lukas Rotpuller (84.) ebenfalls spät. Der Derby-Siegtreffer zum 2:1 fiel durch Friesenbichler in Minute 89. In den letzten vier Pflichtspielen erzielte die Austria fünf Tore in den letzten zehn Minuten. "Sie hat immer daran geglaubt und ein hohes Tempo angeschlagen", zollt auch RBS-Trainer Peter Zeidler Respekt. Power bis zum Schluss!

  • OSMAN HADZIKIC IST EIN WÜRDIGER ERSATZMANN: Der 19-Jährige stand vergangene Woche bei seinem Saisondebüt unfreiwillig im Mittelpunkt. Nicht wegen des nicht ganz unhaltbaren Treffers in Mattersburg, sondern als Gesprächsthema in einer Pausen-Analyse. Wie auch immer, der Austria-Goalie zeigte gegen Salzburg mit einer einzigen Parade, welch Potenzial in ihm steckt. Beim Stand von 0:1 parierte der Keeper einen strammen Soriano-Schuss innerhalb des 16ers sensationell zum Eckball. Save of the Day! Diese Aktion ebnete den Punktgewinn gegen den Meister. Apropos Soriano: Die Austria bleibt sein unliebsamster Gegner. Von den 100 Liga-Treffern erzielte "El Goalgetter" nur einen gegen die Veilchen. Dieses Mal auch dank Hadzikic...

  • DARUM FEHLTE MARTIN HINTEREGGER: Die Top-Ten-(Verschwörungs)Theorien!

10. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil ihm die Saison bislang wirklich zu schaffen machte und ihm das mit 23 Jahren auch einmal zugestanden werden darf.

09. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil er noch immer auf Peter Zeidler sauer ist, denn der hat ihn zwei Spiele auf der Bank schmoren lassen, obwohl der Nationalteamspieler schon wieder fit war.

08. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil noch am Donnerstag sein Flug nach Köln ging, um sich dann mit den Verantwortlichen von Gladbach oder Köln oder Roger-kusen oder Schalke oder Dortmund oder...zu treffen.

07. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil er endlich wieder zum Nationalteam reisen darf, aber der ganze Spaß für heuer schon vorbei ist. Dabei wollte er doch auch nur einmal einen Sieg in Schweden feiern.

06. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil ihm in der Nacht schon wieder Oliver Kahn erschien und der schon wieder meinte: "Eier, wir brauchen Eier."

05. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil er sich dann doch einmal fragte, wo denn die Manes, Kampls, Alans, Ilsankers, Sabitzers, Gulacsis, Ramalhos plötzlich hin sind und warum er eigentlich einen Vertrag bis 2019 unterschrieben hat - ohne Ausstiegsklausel!

04. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil sein KAC in der EBEL vier Spiele in Folge gewonnen hat und diese Saison bereits im Grunddurchgang eine Rolle spielt.

03. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil er nicht "Jäger des Jahres 2015" wurde, obwohl er unlängst und erstmals in Fuschl eine Gams schoss. Original-Zitat: "Jetzt bin ich kein Schürzenjäger mehr."

02. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil es ihm als Kärntner ausgerechnet vergangene Woche ein persönliches Anliegen war, den Skandal um die Hypo Alpe Adria in allen Details für sich aufzuarbeiten. Angebliches Zitat: "Ich hasse die Bank."

01. Er konnte sich nicht konzentrieren, weil in der vergangenen Woche zu viel Red Bull in ihm geflossen war...

  • FODA IST TAKTISCH FLEXIBLER, ALS MAN GLAUBT: Vielleicht lag es am immer wiederkehrenden Vorwurf, dass Sturm taktisch zu leicht ausrechenbar sei. Vielleicht lag es daran, dass Intimfeind Paul Gludovatz zu Gast in Graz war. Franco Foda wird wissen, was ihn dazu veranlasste, gegen die SV Ried mit einer Dreierkette in der Abwehr bestehend aus Anel Hadzic, Michael Madl und Lukas Spendlhofer aufzulaufen - nicht zum ersten Mal übrigens, im Frühjahr versuchte es der Deutsche schon beim Gastspiel in Salzburg mit dieser Marschroute. Sehr löblich, dass Foda einmal das Motto "More of the same" hinter sich ließ. Dumm gelaufen allerdings, dass die nicht gerade offensivstarken Rieder ihre helle Freude angesichts der vogelwilden Abstimmungsprobleme in der schwarz-weißen Defensive hatten und in 13 Minuten zwei Treffer erzielten. Foda bewies erneut Flexibilität und kehrte umgehend zum gewohnten 4-2-3-1-System zurück. Letztlich ein erfolgreiches Manöver.

BILD DES SPIELTAGS

WER WAR'S?

  • FODA IST BEI GLUDOVATZ UNFLEXIBLER, ALS MAN GLAUBT: Achtung, gewagte Behauptung: Aus Franco Foda und Paul Gludovatz werden keine dicken Freunde mehr. Gut, Breaking News sehen anders aus. Aber je nach Blickwinkel ist es schon amüsant beziehungsweise kindisch, wie die beiden Alpha-Tiere ihre Intimfeindschaft ausleben. Der Hintergrund ist bekannt: "Gludo" beurlaubte Meistermacher Foda im Frühjahr 2012 nach seinem Amtsantritt als Geschäftsführer Sport bei Sturm Graz. Seine Ära in dieser Funktion sollte eine Randnotiz in der Vereinshistorie bleiben, die Wunden sind jedoch bis heute nicht ausgeheilt. Schon beim "Hinspiel" in Ried (gleichzeitig das siegreiche Gludovatz-Comeback im Innviertel) weigerte sich Foda, die obligatorische Pressekonferenz nach dem Spiel gemeinsam mit dem Burgenländer abzuhalten. Okay, man hätte von einer Einmal-Maßnahme sprechen können, von Frust aufgrund einer bitteren Niederlage. Doch diesmal wiederholte sich dieses Spektakel. Auch nach dem Heimsieg gegen Ried sah der Deutsche keine Veranlassung, sich gemeinsam mit Gludovatz aufs Podium zu setzen. Auf seinen Wunsch hin fand die Pressekonferenz erneut getrennt statt. Kindisch? Ja! Aber aus ganzem Herzen gepflegte Rivalitäten haben ja auch ihren Reiz. Gerade bei diesen "ziemlich besten Feinden".

  • STURM IST VON EINEM KIENAST IN FORM ABHÄNGIG:  Dass die Formkurven von Roman Kienast und seines Arbeitgebers Sturm Graz zusammenhängen, lässt sich schwer von der Hand weisen. Geht es Kienast gut, geht es Sturm gut. In zwölf Bundesliga-Spielen seit seiner Rückkehr im vergangenen Winter hat der Goalgetter zumindest einen Treffer erzielt - die Bilanz aus diesen Partien: Neun Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage (vergangenes Wochenende bei Rapid). Dies ergibt 29 Punkte, im Schnitt 2,4 Zähler pro Partie. In den 20 Partien ohne Kienast-Tor schaut die Bilanz anders aus: Lediglich sechs Siegen stehen sieben Unentschieden und sieben Niederlagen gegenüber. Mit einem torlosen Kienast auf dem Platz gab es in diesen Begegnungen im Schnitt 1,2 Punkte. Fehlte er ganz, waren es im Schnitt 1,4 Zähler. Der Routinier hat wohl recht, wenn er seinen derzeitigen Lauf "nicht beleidigen" will. Auch die Sturm-Gemeinde wird diesbezüglich wohl betont höflich bleiben.

  • OUEDRAOGO IST DER WOLFSBERGER KIENAST: Apropos Lauf, apropos Punktegarant. Analog zu Roman Kienast könnte man über Issiaka Ouedraogo meinen: Geht es dem Stürmer gut, geht es dem Wolfsberger AC gut. Keine Frage, der 27-Jährige ist im Lavanttal angekommen. Nach seinem Doppelpack gegen Mattersburg hält Ouedraogo bereits bei vier Treffern für den WAC, womit der "Chancentod" seine Ausbeute der vergangenen Saison im Admira-Dress bereits verdoppelt hat. Besonders wertvoll: Es waren durchwegs wichtige Tore: Ohne den Doppelpack gegen den SVM bzw. seine Tore beim 2:1-Heimsieg gegen Rapid und beim 1:1 gegen Salzburg hätten die Kärntner einige Punkte weniger auf dem Konto stehen. Bislang traf der Angreifer aus Burkina Faso jedoch nur vor heimischem Publikum. Wer weiß, vielleicht ist Ouedraogo ja auch der wahre Schlüssel zur Beendigung der leidigen Auswärts-Misere!?

  • CANADI UND BAUMEISTER MACHEN AUF FODA UND GLUDOVATZ: Franco Foda und Paul Gludovatz sind nicht die einzigen beiden Trainer, die wohl nie gemeinsam auf einen Kaffee gehen werden. Auch in der Südstadt trafen zwei „Erzfeinde“ aufeinander: Ernst Baumeister und Demir… äh Damir Canadi. Bereits beim ersten Saisonduell ging es zwischen den beiden zur Sache. Canadi behauptete, die Admira habe glücklich gewonnen – Baumeister, dass man die Konter sensationell zu Ende gespielt habe. Nachdem die Kameras aus waren, flogen noch die Fetzen. Das 1:1 am Wochenende hatte nicht wahnsinnig viel zu bieten, da ging es bei der Pressekonferenz schon heißer her. Eigentlich herrschte nach der Auseinandersetzung in Altach wieder „Frieden“, bis Baumeister ein Fauxpas unterlief. Bei seinem Statement zum Spiel sprach er von „Demir Canadi“, was sein Gegenüber sichtlich in Rage brachte. Obwohl über 500 Kilometer zwischen Maria Enzersdorf und Altach liegen, hat das Duell Admira gegen Altach irgendwie Derby-Charakter. Zumindest für die Trainer.

  • GRÖDIG IST DIE HEIMMACHT DER LIGA: Nirgends kontert es sich am besten als im DAS.GOLDBERG-Stadion zu Grödig - nämlich für die Heim-Mannschaft! Ja, richtig, jener Verein mit dem niedrigsten Zuschauerschnitt und dem geringsten Ballbesitz führt die Heimtabelle an. Gut, man hat ein Spiel mehr als Salzburg absolviert, aber Grödig führt sie aktuell an! Nach dem dritten Heimsieg in Serie. Nur die Admira gewann am Fuße des Untersbergs.  Altach, Ried, Sturm, WAC und Rapid unterlagen, während die Austria ein 2:2 holte. Der neue Präsident Helmut Gruber will mehr Zuschauer ins Stadion locken. Gegen Rapid waren keine 3000 Fans da, aber das muss nichts heißen, denn wir wissen: Grödig überrascht einfach immer wieder!

  • RAPID KANN NICHT MEHR ZU NULL SPIELEN: Rapids Defensive, die im vergangenen Jahr noch die beste der Liga war, hat aktuell seine Probleme. Das offenbarte sich nicht nur bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Grödig, sondern bereits in mehreren Partien dieser Saison. Oft kaschieren die Offensivleistungen die Anfälligkeit vor dem eigenen Tor, doch die Fakten legen dies dar. Zuletzt ohne Gegentor blieb Rapid am 1. Oktober - in der Europa League gegen Dinamo Minsk. In der Bundesliga liegt das letzte Spiel ohne Gegentor noch länger zurück, beim 1:0 in Ried am 26. September. Insgesamt stand national in dieser Spielzeit nur vier Mal die Null, bereits 21 Gegentore mussten die Wiener hinnehmen. Nur Admira, Mattersburg, Grödig und Ried haben mehr kassiert, Altach liegt gleichauf. Noch problematischer wird es, wenn man ein Spiel dermaßen kontrolliert wie in Grödig und trotzdem durch wenige Gegenstöße die spielentscheidenden Tore bekommt. Offensive hui, Defensive pfui - das ist Rapids aktuelle Lage.

Runde

Top

Flop

Gesamt

Schnitt

1.

15.100 (Rapid-Ried)

<span style=\'color: #0000ff;\'>1.079 (Grödig-Altach)

36.826

7.365

2.

17.357 (Salzburg-Rapid)

2.940 (Admira-Mattersburg)

40.244

8.049

3.

13.300 (Rapid-WAC)

1.667 (Grödig-Austria)

27.490

5.498

4.

12.500 (Austria-Rapid)

1.212 (Grödig-Admira)

28.896

5.779

5.

14.876 (Sturm-Rapid)

2.402 (Admira-Ried)

35.089

7.018

6.

16.800 (Rapid-Grödig)

4.217 (Altach-Admira)

39.661

7.932

7.

14.300 (Rapid-Mattersburg)

1.454 (Grödig-Ried)

35.608

7.122

8.

8.347 (Salzburg-Grödig)

2.233 (Admira-WAC)

32.790

6.558

9.

15.500 (Rapid-Admira)

1.142 (Grödig-Mattersburg)

32.857

6.571

10.

6.410 (Austria-WAC)

3.345 (Admira-Sturm)

23.764

4.753

11.

23.200 (Rapid-Salzburg)

1.721 (Grödig-Sturm)

36.623

7.325

12.

7.715 (Salzburg-Admira)

3.079 (Ried-Mattersburg)

28.921

5.784

13.

<span style=\'color: #ff0000;\'>32.200 (Rapid-Austria)

2.109 (Admira-Grödig)

58.479

11.696

14.

14.700 (Rapid-Sturm)

1.226 (Grödig-WAC)

32.288

6.458

15.

11.822 (Austria-Salzburg)

1.815 (Admira-Altach)

27.949

5.590

GESAMT:

517.485

6.900

DIE HEATMAPS UND TAKTIKTAFELN

Euch sind die zahlreichen Features in unserem LIVE-Ticker sicher schon aufgefallen.

Vor allem die LIVE-Statistiken können richtig viel.

  • Ein Klick auf das Feuer im linken Menü bringt euch zur Heatmap.
  • Ein Klick auf das Auge im linken Menü zur Taktiktafel.
  • NEU: Mit einem Klick auf die Rubrik "Spielerstatistik" könnt ihr in Echtzeit mitverfolgen, wie viele Ballkontakte, Zweikämpfe oder Torschüsse ein Spieler in der jeweiligen Partie schon hatte.

Wenn man sich diese Features genauer ansieht, gewinnt man jede Menge spannende Erkenntnisse.

Die Übersicht aller Heatmaps, Taktiktafeln und Spieler-Stats gibt es natürlich weiterhin.

DER BLICK INS ARCHIV

ER war der große Abwesende dieser Runde! Wenn den besten Innenverteidiger der Liga und einen Stammspieler im so erfolgreichen Nationalteam derartige Konzentrationsprobleme im Training plagen, sodass Coach Peter Zeidler freiwillig auf ihn im richtungsweisenden Gipfel bei Austria Wien verzichtet, verwundert dies zumindest. Aber wir sind uns sicher, dass Martin Hinteregger wieder in die Spur finden wird. Nicht umsonst zählt er zu den sportlichen Aushängeschildern der Bundesliga. Sein Talent war bereits früh absehbar. Unser Vergleichsfoto zeigt den heute 23-jährigen Kärntner im April 2008 im Alter von 15 Jahren in der U17 von Red Bull Salzburg.

BILDERRÄTSEL

Auch in dieser Saison bemühen wir wieder unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted?

Die Auflösung aus der 14. Runde: Zu sehen waren Andreas Schrott und Olivier Nzuzi. "boerney93" wusste die richtige Antwort - die Nachfrage, ob es nicht doch Amadou Rabihou sein könnte, lassen wir mal außen vor... *grins*

FRAGE:

Die Wintersport-Saison steht eindeutig vor der Tür. Wer lieferte vor einigen Jahren eine Talentprobe auf ungewohntem Terrain ab?

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