WAC-Geschenke bringen Sturm auf Siegerstraße

Aufmacherbild
 

Sturm Graz hat in der Fußball-Bundesliga den zweiten Sieg hintereinander gefeiert.

Daniel Offenbacher und Roman Kienast trafen am Samstag beim 2:0-Heimerfolg gegen den WAC, durch den sich die Steirer auf Rang fünf vorarbeiteten und in Schlagdistanz zur Spitze rangieren.

Für den offensiv harmlosen WAC endete der jüngste Aufwärtstrend hingegen abrupt.

Kaum Veränderungen

Sturm-Trainer Franco Foda bot die Erfolgsformation vom vergangenen Wochenende auf, Kreativspieler Donis Avdijaj laborierte weiterhin an einer Oberschenkelverletzung.

WAC-Coach Dietmar Kühbauer setzte in seinem 150. Spiel als Trainer in der Bundesliga ebenfalls auf bewährte Kräfte und schickte dieselbe Mannschaft auf den Rasen, die zuletzt Rapid 3:1 bezwungen hatte.

Offene Anfangsphase

Vor 10.789 Zuschauern in der Grazer UPC-Arena gingen beide Mannschaften mit dem Selbstvertrauen aus den Siegen von zuletzt und offenem Visier in die Partie.

Ein von Daniel Offenbacher getretener und von WAC-Kapitän Joachim Standfest abgefälschter Freistoß sorgte nach drei Minuten erstmals für Gefahr.

Auf der Gegenseite ließ der Spanier Jacobo Sturms Schick und Klem stehen und zwang Keeper Michael Esser zu einer Glanzparade (4.).

Ideenloses Sturm dominiert

Der anfängliche Schlagabtausch war aber schnell verpufft. Sturm bestimmte optisch das Spiel, ließ es aber gegen die massierte WAC-Abwehr an Spielwitz, Passgenauigkeit und der letzten Zielstrebigkeit fehlen.

Sinnbildlich dafür war ein Konter in personeller Überzahl über Kienast, der ohne Zug zum Tor in den Rücken der Mitspieler spielte.

Zuvor hatte der mit aufgerückte Lukas Spendlhofer eine Freistoßflanke knapp über das Tor geköpfelt (29.).

Die größte Grazer Führungschance ließ Thorsten Schick ungenützt: Nach Doppelpass mit Kienast enteilte der Flügelspieler der Gäste-Defensive, zog aber im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Torhüter Christian Dobnik den Kürzeren (36.).

Fehler bringt Sturm auf Siegerstraße

Auch nach dem Seitenwechsel tat Sturm mehr für die Offensive, doch gerade im letzten Drittel des Spiels fehlte es weiter an Überraschungsmomenten und Genauigkeit.

Dann verteilte Gäste-Verteidiger Dario Baldauf ein Geschenk, das Sturm dankend annahm. Baldauf klärte eine Flanke des auf den Flügel ausgewichenen Kienast direkt in die Mitte auf Offenbacher, der von der Strafraumgrenze erfolgreich volley zur Grazer Führung abzog (60.).

Der bis dahin völlig abgemeldete Kristijan Dobras bediente Kienast durch die Schnittstelle der Abwehr ideal, und der 31-jährige Stürmer traf etwas glücklich zum 2:0-Endstand. WAC-Keeper Dobnik war beim Schuss noch dran.

Gegenwehr gebrochen

Mit dem 2:0 war die Partie entschieden, der WAC konnte sich offensiv kaum in Szene setzen und Sturm ließ Chancen auf einen höheren Sieg aus: Joker Andreas Gruber traf die Stange (80.), ein weiterer Schuss des 20-Jährigen strich knapp am Tor vorbei (88.).

Mit einem Wermutstropfen endete der sechste Saisonsieg für Sturm-Abwehrchef Michael Madl, der nach seiner fünften Gelben Karte (80.) beim Auswärtsspiel in Wien gegen Rapid in der nächsten Woche fehlt.

Sturm WAC
Ballbesitz 45,5% 54,4%
Zweikämpfe 43,4% 56,6%
Eckbälle 4 3
Torschüsse 12 7
Torschüsse außerhalb Strafraum 5 5
Torschüsse innerhalb Strafraum 7 2
Kopfballchancen 3 1
Abseits 1 1
Fouls 16 9
Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen