"Ich bin kein Lewandowski"

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"Ich bin kein Lewandowski"

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"Es war eine wunderschöne Woche", freut sich Matchwinner Jonatan Soriano nach seinem Viererpack, der Salzburg zum 4:2-Heimsieg gegen Mattersburg führte.

"Unter der Woche sind wir im Pokal weitergekommen, am Donnerstag habe ich mit den Kollegen meinen Geburtstag gefeiert und heute vier Tore geschossen", kommt der Kapitän der "Bullen" gegenüber "Sky" aus dem Schwärmen kaum heraus.

Vor der Partie gegen den Aufsteiger, der Salzburg im ersten Saisonspiel bereits mit 2:1 bezwungen hatte, meinte Trainer Peter Zeidler noch, dass sein Goalgetter noch nicht in Topform, aber zumindest endlich am Weg dorthin wäre.

"Soriano war heute grandios"

Nach der Partie klang der 53-jährige Deutsche logischerweise bereits ganz anders: "Soriano war heute grandios - nicht nur wegen seiner vier Tore. Auch wie er mit den anderen zusammengespielt hat, war großartig. Wir sind sehr froh, dass er immer besser in Form kommt."

Dennoch glaubt Zeidler weiterhin nicht, dass Soriano bereits das Ende der Fahnenstange erreicht hat: "Seine Form steigt an, er trainiert wieder komplett, was am Anfang nicht möglich war."

Einen wichtigen Grund für die gute Leistung seiner Mannschaft sieht der Übungsleiter auch im immer besser werdenden zwischenmenschlichen Zusammenhalt zwischen seinen Spielern.

"Am Donnerstag wurden wir alle von Jonatans Frau anlässlich seines Geburtstages eingeladen. Es war wirklich sehr schön und hat uns als Mannschaft enger zusammengebracht. Es war vielleicht die wichtigste Trainingseinheit der Woche", freut sich Zeidler nach der Partie über die positiven Entwicklungen abseits des Platzes.

"Jonatan ist der beste Spieler der Liga"

"Wir sollten jede Woche meinen Geburtstag feiern", glaubt auch Soriano an die positiven Effekte seiner 30er-Feier am Donnerstag.

Während sich der Vierfach-Torschütze nach der Partie bescheiden gibt, sparen seine Kollegen nicht mit Lob. Sturmkollege Omer Damari, der nach langer Verletzungspause gegen Mattersburg erstmals in der Startelf stand, streut seinem Kapitän Rosen: "Jonatan ist der beste Spieler der Liga, einfach fantastisch. Ich bin sehr froh, mit ihm spielen zu dürfen, er ist unglaublich."

Andere Kollegen vergleichen Soriano bereits mit Bayerns Robert Lewandowski, der unter der Woche innerhalb von neun Minuten fünf Treffer gegen Wolfsburg erzielt hatte.

"Dank Lewandowski, ähm, Soriano ist es ein 4:2 geworden", meint Tormann Alexander Walke nach dem Schlusspfiff mit einem Augenzwinkern.

"Ich bin kein Lewandowski"

Darüber kann Soriano selbst nur schmunzeln. "Ich bin kein Lewandowski, das ist nur Spaß. Lewandowski ist ein komplett anderer Spieler", nimmt der Goalgetter den schmeichelhaften Vergleich im Interview nach dem Spiel nicht allzu ernst.

Trotz seiner herausragenden Leistung gegen Mattersburg blickt der 30-jährige Spanier nach der Partie lieber schon auf die nächsten Aufgaben: "Vier Tore zu schießen ist sehr schön, aber morgen ist das alles vorbei und vergessen und wir müssen uns auf die nächsten Spiele konzentrieren."

Im nächsten Spiel gegen Tabellenführer Rapid könnte Soriano sein Torkonto weiter aufstocken. Momentan hält er bei 139 Treffern im Red-Bull-Trikot und scheint noch lange nicht genug zu haben: "Ich bin zwar jetzt alt, aber ich will immer spielen und mein Bestes geben."

Keine gute Nachricht für Salzburgs nächste Gegner.

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