Hält die Serie gegen Ried?

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Rapid um Fortsetzung einer Mega-Serie

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Vizemeister SK Rapid will zum Saisonauftakt der Fußball-Bundesliga gegen Ried an die erfolgreiche Frühjahrssaison anschließen.

Die Wiener sind zuversichtlich, ihre Form über die Sommerpause konserviert zu haben.

Vier Tage, bevor Ajax Amsterdam in der Champions-League-Qualifikation im Happel-Stadion gastiert, kommt mit Ried der Lieblingsgegner und eine erste echte Standortbestimmung.

Trainer Zoran Barisic zeigte sich im Vorfeld auch aufgrund einer gelungenen Vorbereitung und dem 5:1-Erfolg im ÖFB-Cup gegen Weiz optimistisch. Mit einem vollen Erfolg würde seine Mannschaft gleich zwei Serien prolongieren:

Ried kann in Wien nicht gewinnen

Die vergangenen sechs Duelle gingen allesamt an Rapid, in Wien sind die Grün-Weißen gegen Ried in der Bundesliga überhaupt noch ungeschlagen (28-8-0).

Vor den mit einigen neuen Spielern und neuem Trainer anreisenden Innviertlern ist Rapid gewarnt. Auch, weil Rieds turbulente Vorbereitung für Barisic schwer einzuschätzen ist.

"Die internationalen Freundschaftsspiele waren für uns nicht sehr aufschlussreich. Wir wissen natürlich das eine oder andere, aber nicht so im Detail", erklärte der Trainer, der die Truppe von Neo-Trainer Helgi Kolvidsson defensiv eingestellt erwartet:

"Ich glaube, dass sie auf Konter aus sein werden. Wir werden unsere Angriffe perfekt absichern müssen", meinte Barisic.

Doch auf das Spiels des Gegners will sich der 45-Jährige vor dem ersten Saisonheimspiel sowieso nicht allzu sehr konzentrieren.

"Räume schaffen, Chancen kreieren"

"Mir ist wichtig, wie wir spielen, wie wir auftreten. Dass wir uns Räume schaffen, Chancen kreieren. Es heißt, im Spiel nach vorne geduldig zu sein, geduldig zu bleiben", erklärte Barisic, der offenließ, ob Jan Novota oder Sommer-Neuzugang Richard Strebinger im Tor beginnen wird.

Bis auf die an langwierigen Bänderverletzungen laborierenden Kuen und Pavelic sind bei den Wienern alle Mann an Bord. Pavelic sei aber bereits am besten Weg zurück.

"Er wird nun Schritt für Schritt ins Mannschaftstraining integriert", verriet Barisic, der alle Leistungsträger aus dem Vorjahr aufbieten kann. "Die Mannschaft ist zusammengehalten worden. Das freut uns Spieler, das hilft dem Teamgeist", meinte Verteidiger Mario Sonnleitner.

Die Kontinuität in Grün-Weiß wurde auch in Ried registriert. "Rapid ist sehr stabil und gefestigt. Das ist für Rapid eine große Trumpfkarte in diesem Jahr", meinte Ried-Kapitän Thomas Gebauer.

Gebauer wittert eine Chance

Dennoch wittert der Torhüter, der bereits bei 18 wenig erfolgreichen Gastspielen (3 Remis, 15 Niederlagen) dabei war, gerade zum Auftakt die Chance, zu überraschen:

"Wir werden alles versuchen, dass es bei diesem Spiel klappt. Vielleicht ist es jetzt ein Vorteil für uns, dass keine Mannschaft weiß, wo sie steht", sagte Gebauer.

Unter Neo-Coach Helgi Kolvidsson wollen sich die Oberösterreicher nach einer durchwachsenen Vorjahressaison wieder mehr nach oben orientieren. Die Vorbereitung verlief jedoch turbulent.

Erst nach einer Ergebnis-Misere in der Vorbereitung schossen die Oberösterreicher in der ersten Cup-Runde den SV Innsbruck mit 15:0 vom Platz. "Wir sind nicht so schlecht wie beim 1:8 gegen Sparta Prag. Aber auch das 15:0 im Cup darf man nicht überbewerten", erklärte Gebauer.

Freier Eintritt für Flüchtlinge

Kolvidsson, der erst im Mai mit Ex-Club Wiener Neustadt im Happel-Stadion ein 0:0 holte, gab die Marschroute vor: "Wir müssen gegen Rapid unser Potenzial voll abrufen. Wichtig wird sein, dass wir vom System her kompakt sind, weil Rapid spielerisch sehr stark ist", meinte Kolvidsson.

Der Schwierigkeit der Aufgabe ist sich der 43-jährige Isländer bewusst: "Ich denke, dass Rapid genau so stark, wenn nicht sogar stärker ist als im Frühjahr."

Für die Partie waren bis Donnerstagnachmittag rund 13.000 Karten abgesetzt.

Zudem veranstaltet Rapid in Zusammenarbeit mit der Diakonie eine Charity-Aktion: Flüchtlinge haben freien Eintritt, etwa 160 hatten sich zwei Tage vor dem Match bereits dafür angemeldet.

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