"Verdient vorne, aber Angst braucht man keine haben"

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Der Tabellenführer kommt.

Allerdings handelt es sich nicht um RB Salzburg, das man von Anfang an in diesen Sphären vermutet hat.

Vielmehr kommt es zum Showdown zwischen Rapid und dem bis dato ersten Kärntner Spitzenreiter aller Zeiten, dem Wolfsberger AC.

Für viele ist diese Situation noch gewöhnungsbedürftig. So auch für die Grün-Weißen, die dem Kontrahenten jedoch allesamt Rosen streuen.

„Überraschend, aber verdient vorne“

„Natürlich ist es für die ganze Liga überraschend, dass der WAC nach acht Spielen vorne ist. Aber sie haben es sich verdient. Sie haben ihre Spiele gewonnen und auch Salzburg geschlagen“, wagt Stefan Schwab im Gespräch mit LAOLA1 einen Ausblick auf das Duell am Samstag (ab 16 Uhr LIVE im Ticker).

Zwar konnten die Hütteldorfer mit zwei Siegen in Folge den verkorksten Saisonstart vergessen machen, an die Statistik der Wölfe kommen sie aber nicht heran.

Acht Spiele, sieben Siege, dazu ein Torverhältnis von 19:5 und die Gewissheit,  jeden Gegner außer Wr. Neustadt und Rapid schon einmal geschlagen zu haben, sprechen eine deutliche Sprache.

„Es ist auf alle Fälle überraschend, damit hätte keiner gerechnet. Aber es steht keiner zu Unrecht am ersten Tabellenplatz. Sie spielen auch sehr gut“, stellt Louis Schaub dem WAC ein gutes Zeugnis aus.

Schwächung durch Schaub-Ausfall

Der Mittelfeld-Motor wird Rapid allerdings ausgerechnet im Schlager der Runde nicht zur Verfügung stehen.

Durch seine Gelb-Rote Karte in Wr. Neustadt, die seiner Meinung nach der Übermotivation geschuldet war, kann er nur von außen die Daumen drücken.

Und das ausgerechnet gegen Rapids Angstgegner. Denn seit dem Aufstieg der Kärntner konnten die Grün-Weißen in acht Spielen erst einen Sieg und zwei Unentschieden einfahren, fünf Mal ging man als Verlierer vom Platz.

„Ein richtiges Spitzenspiel, weil der WAC der Tabellenführer und im Spiel gegen uns der große Favorit ist“, merkt Trainer Zoran Barisic mit einem kleinen Augenzwinkern an.

„Eine eingeschweißte Truppe“

Laut des 44-jährigen Wieners geht es gegen die Kühbauer-Elf vor allem darum, den Beweis anzutreten, ob man nach zuletzt zwei Siegen in Folge schon stabil genug ist.

Der WAC braucht das nicht mehr zu beweisen. Die zuletzt erbrachten Leistungen sprechen für sich und wurden von allen Seiten positiv beäugt.

„Was man im Spiel gegen Salzburg gesehen hat, ist, dass sie eine eingeschweißte Truppe sind, da kämpft jeder für jeden. Sie sind sicher schwer zu knacken, sind defensiv kompakt und in der Offensive immer für ein Tor gut“, analysiert Schwab den kommenden Gegner.

„Aber wir werden Mittel finden, um die Probleme gegen sie lösen zu können“, gibt sich der im Verbund mit Steffen Hofmann und Schaub im Nachtrag groß aufspielende Neuzugang zuversichtlich.

Keine Angst, aber Respekt

Rapids Formkurve zeigt mittlerweile wieder nach oben. Sowohl Trainer als auch Spieler wähnen sich auf dem richtigen Weg.

Um keinen neuerlichen Rückschlag einstecken zu müssen, sei es der Anspruch der Wiener, vor eigenem Haus den WAC zu schlagen, auch wenn er als Tabellenführer kommt.

„Angst braucht man auf keinen Fall haben. Sie haben die Spiele immer knapp gewonnen, der Spielverlauf war immer ein bisschen auf ihrer Seite“, glaubt Schwab, dass schon bald wieder die üblichen Verdächtigen die Liga dominieren werden.

Mit drei Punkten im Happel-Stadion soll der Erfolgslauf der Kärntner gestoppt und die Aufholjagd auf die zwei vordersten Plätze fortgesetzt werden. Doch auch Schaub weiß: „Es wird sicher nicht einfach für uns.“


Alexander Karper

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