"Wir können die Situation bewältigen"

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In Wien-Favoriten hat während der Länderspielpause Gesprächsbedarf geherrscht.

Fans mit Spielern, Trainer mit Fans, Vorstand mit Spielern, Trainer mit Vorstand…

Gerald Baumgartner berichtet von „vielen zwischenmenschlichen Gesprächen“, in welchen versucht wurde, „jedem klar zu machen, wie brenzlig die Situation ist“.

AG-Vorstand Markus Kraetschmer erzählt von „unzähligen Gesprächen, darunter auch intensive Einzelgespräche mit Spielern“.

„Überzeugt, dass wir gewinnen“

Über die konkreten Inhalte diverser Unterredungen wird freilich geschwiegen, die hauptsächliche Erkenntnis sollte aber klar sein. „Wir müssen da raus kommen“, sagt Thomas Parits.

Dass im Heimspiel gegen die SV Ried (Sa., 18:30 Uhr) der erste Sieg gelingt, daran hegt Austrias Sportvorstand keinen Zweifel: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der richtigen Einstellung in das Spiel gehen und den ersten Dreier einfahren!“

Baumgartner wählt eine andere Herangehensweise: „Natürlich darf man daheim gegen Ried nicht verlieren. Ich gehe davon aus, dass wir die Situation bewältigen können.“

Umstellungen geplant

Die Arbeit in der Länderspielpause hatte der FAK-Coach in drei Hauptbereiche aufgeteilt. „Die Fitness. Der technisch-taktische Bereich – also das Spiel mit dem Ball, das Spiel gegen den Ball und Standardsituationen. Und wir haben versucht, den Kopf frei zu bekommen“, erklärt der Salzburger.

Dass ihm dabei einige Stammspieler – etwa Markus Suttner, Vanche Shikov und Omer Damari – nicht zur Verfügung standen, weil sie bei ihren Nationalteams waren, sei „natürlich ein gewisser Nachteil“. Nachsatz: „Es ist aber positiv, wenn du mal wegkommst, in deiner Landessprache sprichst, deine Kumpels triffst. Alle waren gut drauf, als sie zurückgekommen sind.“

Dass die Veilchen gegen Ried auch personell anders auftreten werden, ist fix. „Es wird die eine oder andere Umstellung geben“, kündigt der Trainer an. Möglicherweise ist nicht jede davon gewollt. Denn Alexander Gorgon und Martin Harrer fallen verletzungsbedingt fix aus, die angeschlagenen Manuel Ortlechner und Jens Stryger Larsen sind fraglich.

Im Kader steht indes Roman Kienast, der am letzten Transfertag einige Angebote hatte, sie jedoch allesamt ablehnte und sich für einen Verbleib am Verteilerkreis entschieden hat. „Er sprüht vor Energie“, meint Baumgartner.

Rückendeckung für Baumgartner

Und wenn es nicht mit dem Sieg klappt? „Ich will keine ‚Was-Wäre-Wenn‘-Frage beantworten“, gibt sich Parits wortkarg. Kraetschmer findet indes klare Worte, wenn es um die Zukunft des Trainers geht: „Wir gehen den Weg, den wir begonnen haben, weiter. Das Ried-Spiel ist nur eine Etappe.“

Mitte kommender Woche sind übrigens plangemäße Sitzungen von Aufsichts- und Verwaltungsrat anberaumt – wie üblich wird dabei auch eine sportliche Bestandsaufnahme gemacht. Mit dem ersten Sieg in der Tasche wäre den Baumgartner-Kritikern in diesen Gremien freilich ein wenig der Wind aus den Segeln genommen.

„Ried hat ähnliche Probleme“

Der Unterstützung der Fans im Stadion sind sich die Verantwortlichen indes gewiss. „Gegen Ried wird sich zeigen, dass der Begriff der Austria-Familie auch gelebt wird“, rechnet Kraetschmer fix mit einer positiven Stimmung.

Positiv ist auch die Bilanz der Violetten gegen Ried. Seit zehn Spielen hat der FAK nicht mehr gegen die Innviertler verloren – alle vier Duelle in der Vorsaison endeten mit einem Remis.

„Ried hat ähnliche Probleme wie wir – ein neuer Trainer, ein neues System. Ich erwarte aber einen unguten Gegner. Wir sind gewarnt“, sagt Baumgartner über den Vorletzten, der seit der ersten Runde nicht mehr gewonnen hat.

Gesprochen wurde definitiv genug. Man darf auf die darauffolgenden Taten gespannt sein.

Harald Prantl

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