"Jetzt haben wir wieder Stress, wir sind das gewöhnt"

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Die Leistungskurve hat im Derby zuletzt leicht nach oben gezeigt.

Die Wiener Austria wartet aber auch vor dem siebenten Saisonspiel in der Bundesliga weiter auf den ersten Sieg.

Die Durststrecke soll am Samstag (19.00 Uhr) bei der Admira enden, sonst nimmt der Druck weiter zu. "Wir nehmen die Situation ernst", betonte Austria-Trainer Gerald Baumgartner.

Viermal in Serie hat sein Team zuletzt Remis gespielt, auf den Tabellenzweiten WAC fehlen bereits 13 Punkte.

"Unterschätzen dürfen wir in dieser Situation keine Mannschaft", warnte Baumgartner, dem ein Befreiungsschlag gut tun würde. "Wir wollen gegen die Admira den Sieg."

Ein solcher ist ihm als Trainer in der Bundesliga bisher nicht vergönnt gewesen.

Austria neun Spiele ohne Sieg

Die Austria hat als einziges Team der Liga noch nicht gewonnen. Saisonübergreifend ist sie gar neun Punktspiele ohne vollen Erfolg.

Nummer zehn soll verhindert werden, "indem wir an die Leistung gegen Rapid anschließen", erklärte Baumgartner.

Im Derby vergangenen Sonntag hatten die Violetten erst im Finish nach einem Eigenfehler von Mario Leitgeb den 2:2-Ausgleich kassiert.

Vor dem Admira-Spiel bangt die Austria allerdings um den Einsatz von Derby-Torschütze Alexander Gorgon. Der 25-Jährige laboriert an einer Knieprellung.

Als möglicher Ersatz stünde Alexander Grünwald bereit, Marco Meilinger müsste auf den Flügel zurückkehren. "Jedes nächste Spiel ist eine große Chance, dass wir uns da irgendwie aus dem Schlamassel ziehen", erklärte Gorgon.

"Sie werden uns nichts schenken"

Die Admira ist Vorletzter, hält nach einer 4:5-Pleite im NÖ-Derby in Wr. Neustadt wie die Austria bei fünf Zählern.

"Sie spielen zuhause, verspüren aber aufgrund der Tabellensituation wohl auch schon ein bisschen Druck und werden uns nichts schenken", meinte Baumgartner.

"Jetzt brauchen wir Punkte, wir sind wieder im Abstiegskampf", bestätigte Admira-Trainer Walter Knaller.

Von den jüngsten zwölf Ligaspielen haben die Niederösterreicher nur zwei gewonnen, in den vergangenen zwei Partien kassierten sie insgesamt acht Gegentore.

Knaller fordert bessere Defensivleistung

Diese Woche legte Knaller den Schwerpunkt daher auf die Defensivausrichtung.

"Es ist uns bewusst, dass wir besser werden müssen in der Verteidigung", betonte der Chefcoach. Daraus würden sich auch mehr Konterchancen ergeben.

"In der Offensive fällt uns immer was ein, aber wir haben zuletzt beim Umschaltspiel zu viele Fehler gemacht", meinte Knaller. Die verspielte Führung gegen den Lokalrivalen hat Spuren hinterlassen.

"Jetzt haben wir wieder Stress, wir sind das gewöhnt", sagte der Admira-Trainer nach dem "Supergau" (Knaller) in Wr. Neustadt. "Aber auch die Austria hat einen totalen Stress."

Jenen, endlich den ersten Dreipunkter einzufahren.

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