"Wir wollen diesmal wieder eine Sensation schaffen"

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Salzburg hat mit dem Einzug in die Champions League ein großes Ziel vor Augen. Der Tabellenführer wird daher in der Bundesliga-Partie bei Admira Wacker Mödling am Samstag Kräfte für das Play-off-Heimduell mit Schwedens Meister Malmö am Dienstag schonen.

"Es wird mit Sicherheit nicht die Mannschaft auflaufen, die am Dienstag auf dem Feld stehen wird", verriet Trainer Adi Hütter.

Nächstes Schützenfest?

Eine komplette B-Elf werde man aber nicht zu sehen bekommen. "Einige Spieler brauchen Spielpraxis und einige brauchen eine Pause und sind angeschlagen. Aber egal wer auf dem Feld steht, jeder hat mein hundertprozentiges Vertrauen", versicherte Hütter.

Die "Bullen" hatten auch bereits vor dem Drittrunden-Qualifikations-Rückspiel gegen Karabach Agdam auf Rotation gesetzt, die damalige Ligapartie in Ried aber trotzdem mit 2:0 gewonnen. "Die Mannschaft ist immer hungrig und will jedes Spiel gewinnen", hat Salzburgs Trainer keine Bedenken.

Zuletzt gab es für seine Mannschaft mit dem 8:0 gegen Grödig den höchsten Ligasieg der Klubgeschichte, davor hatten auch schon Rapid (6:1), Wiener Neustadt (5:0) und Ried die Überlegenheit der Mozartstädter anerkennen müssen.

"Wollen mit Erfolgserlebnis ins Malmö-Spiel"

"Es hat den Anschein, dass alles so einfach ist. Es ist aber kein Selbstläufer und kein Zufall. Die Mannschaft ist sehr gut und arbeitet tagtäglich sehr intensiv und konzentriert", erklärte Hütter, dessen Truppe bei einem Torverhältnis von 21:1 hält.

Völlig überraschend haben die Salzburger, die gegen Malmö in einem ausverkauften Stadion antreten werden, mit dem WAC aktuell einen Konkurrenten, der nach vier Runden ebenfalls beim Punktemaximum hält, und ein Solo des Titelverteidigers verhindert.

"Der WAC fordert uns und wir wollen an der Spitze bleiben. Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis ins Malmö-Spiel gehen", gab Innenverteidiger Franz Schiemer die Marschroute vor.

Admira im tabellarischen Höhenflug

Die Admiraner feierten am Mittwoch mit dem schmeichelhaften 2:0 in Altach im Nachtragsspiel den ersten Saisonsieg. "Ihr Sieg hat mich überrascht. Sie haben aber bereits gegen Rapid und Sturm aufgezeigt, es wird kein einfaches Spiel", rechnete Hütter mit einem starken Gegner.

Admira-Coach Walter Knaller kann auf den gleichen Kader wie zuletzt setzen. "Nach dem wichtigen Sieg in Altach gehen wir mit breiter Brust in das Kräftemessen mit Salzburg", sagte der 56-Jährige.

Seine Mannschaft schaffte unter der Woche den Sprung von Rang neun auf drei. So weit vorne waren die Südstädter zuletzt in der Saison 2012/13 nach Runde drei klassiert. Der Respekt vor Salzburg ist dennoch da.

Wiederholt sich die Geschichte?

"Wir sind uns bewusst, dass die Mannschaft der Überflieger der Liga ist. Wenn viele neue Spieler in die Mannschaft kommen, kann es aber schon sein, dass der Motor etwas stottert. Sie haben aber auch im zweiten Glied große Kaliber", sagte Knaller zur Ausgangslage.

Wie man gegen die Salzburger gewinnen kann, wissen seine Schützlinge. In der vergangenen Saison fügten die Südstädter vor eigenem Publikum dem späteren Meister in der 15. Runde am 10. November 2013 mit einem 3:1-Sieg die erste Saisonniederlage zu.

"Wir wollen diesmal wieder eine Sensation schaffen", sagte Knaller. Ein gutes Ergebnis wäre auch im Hinblick auf das danach folgende Wochenende wichtig, da wartet am 23. August das Niederösterreich-Duell bei Schlusslicht Wiener Neustadt.

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