Der WAC bleibt dran, aber denkt nicht ans Spitzenspiel

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Der WAC hat auch im fünften Saisonspiel seine weiße Weste behalten.

Am Samstag feierten die Kärntner durch einen 4:1 (3:1)-Erfolg über die SV Ried den fünften Sieg und bleiben damit dem punktegleichen Leader Red Bull Salzburg auf den Fersen.

Grödig feierte im Spiel eins nach dem 0:8-Debakel bei den "Bullen" wieder ein Erfolgserlebnis und gewann gegen Schlusslicht Wr. Neustadt 3:0 (1:0).

Kühbauer blieb entspannt

Der WAC geriet vor eigenem Publikum durch einen Freistoßtreffer von Oliver Kragl in der 10. Minute zwar früh in Rückstand, drehte in der Folge aber die Partie.

Tadej Trdina (22.), Christopher Wernitznig (35.) und Boris Hüttenbrenner (37.) trafen vor der Pause, den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Manuel Kerhe in der 73. Minute. Zu dem Zeitpunkt war bereits mehrmals die Welle durch die Lavanttal-Arena gegangen.

"Ich hatte auch nach dem 0:1 nie das Gefühl, dass wir die Partie verlieren werden", war Trainer Didi Kühbauer nach dem ersten Heimsieg der Wolfsberger gegen die Innviertler stolz auf seine Mannschaft.

Noch kein Gedanke an die "Bullen"

"Langsam wird uns der Lauf selbst unheimlich, man muss sich fast auf den Kopf greifen, was da passiert", sagte Kerhe, der vor kurzem noch Abwanderungsgedanken wälzte.

"Da spielt sich viel im Kopf ab, wir sind da frei, jeder hat Spaß am Fußball, das sieht man. Und wir sind eine extrem homogene Truppe. Wir sind elf Spieler, die zusammenhalten."

Schon ein Monat vor dem Gastspiel von Salzburg in der 8. Runde steht damit fest, dass es am 14. September in der Lavanttal-Arena zum Duell Erster gegen Zweiter kommt. Beide Clubs haben acht Punkte Vorsprung auf den Dritten, was in den zwei Spieltagen bis dahin nicht mehr wettgemacht werden kann.

Mit dem Spitzenspiel beschäftigt sich Kühbauer derzeit aber nicht. "Ich denke nicht daran, sondern immer nur an den nächsten Gegner, und der ist Sturm. Ich verschwende keine Gedanken an Salzburg, die spielen in einer eigenen Liga".

Rehabilitation gelungen

In der vergangenen Woche hatte der SV Grödig die Dominanz der Salzburger am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Nach der schmerzhaften Pleite in Wals-Siezenheim am Sonntag gab es durchaus berechtigte Fragen, wie die Mannschaft reagieren würde. Doch die Landung gegen Wiener Neustadt war sanft.

Beim 3:0 über den Tabellenletzten war die Truppe von Coach Michael Baur über weite Strecken tonangebend, der zweite Saisonsieg ließ Grödig vorerst auf Rang vier vorrücken.

Stefan Nutz brachte den Erfolg mit seinem Treffer in der 27. Minute auf den Weg, in der Schlussphase stellten Yordi Reyna (81.) und der eingewechselte Roman Wallner (85.) mit seinem Bundesliga-Premierentor für die Grödiger den Endstand her.

Baur spricht von "Meilenstein"

"Man kann den Jungs nur gratulieren. Die Woche war nicht leicht für uns, das 3:0 war ein Meilenstein für die Zukunft", meinte Baur nach dem Match.

"Ich glaube, es macht auch die Qualität einer Mannschaft aus, dass sie nach solchen Momenten wieder aufsteht. Der Trainer hat uns zwei Tage freigegeben, dadurch haben wir die Köpfe wieder freibekommen", berichtete Torschütze Nutz.

Allerdings gab Wr. Neustadt am Samstag auch einen dankbaren Gegner ab und half Grödig immer wieder mit Eigenfehlern.

SCWN als Schießbude

Nach der vierten Saisonniederlage sprach Trainer Heimo Pfeifenberger konsterniert von einem verdienten Sieg der Salzburger.

Seine Mannschaft ist nach dem 2:2-Remis gegen die Austria in der Vorwoche unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Vor allem in der Abwehr besteht nach bereits 17 Gegentoren Handlungsbedarf.

Nächste Woche soll im Niederösterreich-Derby gegen Admira Wacker ein Erfolgserlebnis her.

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