Zeitreise ins Jahr 1998

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Der LAOLA1-Stammtisch zur 5. Runde

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Noch 31 Runden, bis Salzburg die Saison als Meister beendet.

Noch 67 Zähler, bis Salzburg den Punkte-Rekord hat.

Noch 86 Treffer, bis Salzburg seinen eigenen Torrekord geknackt hat.

Natürlich haben auch die anderen neun Mannschaften gespielt.

Und unser Stammtisch behandelt freilich nicht nur die "Bullen".

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

STIMMUNGS-CHECK

8 Grad! Ein Grad für jedes Team, das noch nicht gwie gewünscht in Fahrt ist...

This Wolfsberg is on fire! Die Bundesliga präsentiert sich nach fünf Runden als Zweiklassengesellschaft: Zwei Teams oben, dann lange nichts, und dann die restlichen acht Mannschaften. Und neben dem wenig überraschenden Tabellenführer Red Bull Salzburg gehört völlig überraschend der WAC oben dazu. Fünf Spiele, fünf Siege - bereits jetzt ist klar, dass das Duell WAC-Salzburg am 14. September das Spitzenduell sein wird. Bei den Wölfen läuft's und das ist auch dank diverser Neuzugänge der Fall - etwa Tadej Trdina. Der Slowene setzt dort fort, wo er in Grödig aufgehört hat. Vergangene Saison kam der 26-Jährige auf neun Saison-Treffer, nun hält er bereits bei drei nach fünf Runden, traf auch beim 4:1 gegen Ried. Die Kärntner haben aktuell mehr als doppelt so viele Punkte wie der Dritte Altach. This Wolfsberg is on fire!

Rapid manövriert sich mit dem 0:1 daheim gegen Aufsteiger Altach selbst in eine kleine Krise. Ein Sieg aus fünf Liga-Spielen, nur fünf Punkte, ein Torverhältnis von 4:9. So hat man sich den Saisonaufakt - den schlechtesten seit 1992/93 - nicht vorgestellt. Damals holten die Wiener in der ersten Phase - allerdings noch bei der Zwei-Punkte-Regel - drei Zähler (umgerechnet vier). Gegen den Wiener Sportklub (1:2), bei Admira Wacker (3:4), im Wiener Derby (0:0), bei Sturm Graz (0:2) und gegen Stahl Linz (2:1) hatten je ein Sieg und Unentschieden bei drei Niederlagen herausgeschaut. Viel Zeit, um die Wunden zu lecken, bleibt jetzt allerdings nicht, denn die nächsten Aufgaben mit Helsinki unter der Woche in der Europa League und dem Derby am kommenden Sonntag bei der Austria haben es in sich.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • WIE EIN BOXER: Fränky Schiemer ist und bleibt ein Stehaufmännchen oder einfach ein großer Pechvogel. Zum bereits 15. (!) Mal zog sich der Oberösterreicher ein Cut, welches noch während des Spiels getackert wurde, zu. Zudem brach sich der 28-Jährige gleich zu Beginn einen Finger. "Als Fußballer kann ich mit einem Fingerbruch leben", nahm es Schiemer mit Humor. Zu den vielen Cuts meinte der Defenisivmann: „Die hauen mich nicht um. Mit meinem Kopfschutz fühle ich mich auch sehr wohl, denn es werden Gehirnerschütterungen verhindert. Von denen hatte ich schon genug."
 

  • WIE EIN FELDSPIELER: Andreas Leitner ist Tormann - nur zur Info. Gegen Red Bull Salzburg konnte sich der Admira-Schlussmann auch mehrmals auszeichnen und verhinderte mit teilweisen starken Paraden eine noch höhere Niederlage. Und wenn man als Goalie in Hälfte eins die meisten Pässe seiner Mannschaft spielt und mit 36 die zweitmeisten Ballkontakte (insgesamt: 65) hat, weiß man wohl, wie dominant die Bullen aufgetreten sind. "Der Gegner war übermächtig. Die schlägt niemand", meint der 20-Jährige unmissverständlich.
  • WIE EIN KIND: "Spiele ich mit einem Neun- oder einem Zehnjährigen? Ich habe viele Kinder!" Die Rede von Darko Milanic nach dem Austria-Spiel hatte durchaus Unterhaltungswert, unterstrich jedoch auch die dünne Personaldecke Sturms. Wobei es Schlimmeres geben soll, als aus der Not eine Jugend zu machen. Gerade wenn ein großes Talent wie Sandi Lovric davon profitiert. Der Bursche ist ein 98er-Jahrgang, kam am 28. März kurz vor dem ersten Meistertitel der Sturm-Geschichte zur Welt und ist der siebtjüngste Bundesliga-Spieler seit dem Milleniums-Wechsel. Lediglich die Herren Marco Hesina, Marcel Ziegl, Michael Gregoritsch, Stephan Stückler, Christian Gartner und Marcel Ritzmaier waren bei ihrem ersten Einsatz im Oberhaus noch jünger.
  • WIE EIN BOSS: Bereits nach Runde fünf ist klar, dass es in Runde acht zum Spitzen-Duell zwischen WAC und Salzburg kommt. Das wird der Liga-Gipfel, das wird der Hit, der Kracher – und hätte sich einen würdigen Rahmen verdient. Da gäbe es doch noch dieses EM-Stadion in Klagenfurt, das de facto nur noch so herumsteht. Wäre das nicht ein passender Rahmen? Nö, findet WAC-Boss Didi Riegler. Der Chef sträubt sich bei „Sky“: „Mit dieser Entscheidung tue ich mir sehr schwer, ich weiß wirklich nicht, was wir dort machen sollen. Die Meinungen sind hier so unterschiedlich, dass ich mir wirklich sehr schwer tue. Schlussendlich, wenn wir wirklich noch knapp dabei sein sollten bis zu dieser Begegnung, dann wird es vielleicht Klagenfurt werden. Aber ich kann es wirklich noch nicht sagen.“ Wir finden, das schönste Stadion Österreichs hat sich neben dem Cup-Finale auch den Liga-Hit verdient. Let’s go Klagenfurt!

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. <span style=\'color: #0000ff;\'>19.801 (RBS-Rapid) 2.139 (Admira-WAC) 39.122 7.824
2. 14.200 (Rapid-Ried) 2.126 (Grödig-Sturm) 28.490 5.698
3. 7.130 (Austria-Altach) 1.812 (Grödig-WAC) 27.586 5.517
4. 16.800 (Rapid-Sturm) 3.140 (Neustadt-Austria) 42.204 <span style=\'color: #0000ff;\'>8.441
5. 13.800 (Rapid-Altach) <span style=\'color: #0000ff;\'>1.412 (Grödig-Neustadt) 34.261 6.852
GESAMT: 171.663 6.867

BILD DES SPIELTAGS


SCHWINDELIG GESPIELT

ZAHLENSPIELE

0 - Der SCR Altach hat beide seiner bisherigen Auswärtsspiele in Wien, der Heimatstadt von Trainer Damir Canadi, bestritten und dabei keinen einzigen Gegentreffer kassiert.

1 - Ein einziger Schuss direkt aufs gegnerische Tor hat dem SCR Altach zu drei Punkten gegen Rapid gereicht.

2 - Bei der SV Ried klappt es mit dem Toreschießen nicht so recht. Lediglich zwei Treffer erzielten die Innviertler in den vergangenen beiden Spielen.

3 - Die Admira hatte bei der Niederlage gegen Salzburg lediglich drei Torschüsse zu verzeichnen - das ist der Tiefstwert aller Bundesliga-Teams in der noch jungen Saison.

4 - Zum dritten Mal in dieser Saison sind dem WAC vier Tore gelungen - so oft wie in der gesamten Sielzeit 2013/14.

7 - Grödigs Stefan Nutz hat sieben seiner acht Bundesliga-Tore mit dem linken Fuß erzielt.

9 - Soviele Punkte haben die beiden Wiener Vereine Rapid und Austria ingesamt geholt. Das ergibt einen Durchschnitt von 0,9 Zählern pro Partie.

16 - Sandi Lovric feierte beim Remis gegen die Austria sein Bundesliga-Debüt im Trikot des SK Sturm Graz - im Alter von 16 Jahren, vier Monaten und 20 Tagen.

52 - So oft spielten sich Rapids Innenverteidiger Christopher Dibon und Mario Sonnleitner den Ball zu.

WIE DIE ZEIT VERGEHT...

Willkommen in der Bundesliga, Sandi Lovric! Im Alter von 16 Jahren, vier Monaten und 20 Tagen hat der Sturm-Kicker sein Debüt gegeben. So mancher - wir beispielsweise - fühlt sich so richtig alt, wenn er das Geburtsdatum Lovric' sieht: 28. März 1998. Was war im Fußball eigentlich noch so los, als Lovric das Licht der Welt erblickte?

  • Bleiben wir zu Beginn beim SK Sturm. Die Steirer bestritten an diesem Tag ein Spiel gegen Austria Salzburg und feierten im Arnold-Schwarzenegger-Stadion vor 15.400 Fans einen 1:0-Sieg. Ivica Vastic gelang der einzige Treffer der von Ivica Osim bestreuten Truppe. Salzburg-Trainer war Heribert Weber, dem die Niederlage den Job kostete - Hans Krankl folgte ihm nach. Die Steirer durften sich am Ende des Wochenendes über einen Vorsprung von 18 Punkten auf den ersten Verfolger GAK freuen - in ganz Europa hatten nur die Waliser von Barry Town einen noch größeren Polster. Rund zwei Wochen später fixierten die Grazer schließlich den ersten Meistertitel der Klub-Geschichte. Die Aufstellung des SK Sturm: Sidorczuk - Foda - Milanic, Popovic - Schopp (53. Neukirchner), Mählich, Reinmayr, Schupp, Prilasnig - Vastic, Haas (78. Spiteri).
  • Die Zuschauerzahlen der weiteren Samstagsspiele in der Bundesliga: 4.500 am Innsbrucker Tivoli beim 1:1 zwischen dem FC Tirol und dem GAK, 11.200 im Reichshofstadion beim 2:2 zwischen Austria Lustenau und der Admira sowie 3.800 im Horr-Stadion beim 1:0 der Austria gegen Ried. Am Sonntag sahen dann 18.000 Menschen einen 5:0-Heimsieg des LASK auf der Gugl gegen Rapid.
  • Am Sonntag trafen sich die heimischen Schiedsrichter und einige Klub-Vertreter in der Südstadt zu einem Meeting. Schiri-Obmann Gerhard Kapl betonte danach, dass er sich einen Lichtschranken auf der Torlinie als Beweis für Tor-Entscheidungen sehr gut vorstellen könne. Zitat: "Das wird kommen, es kann aber noch sehr, sehr lange dauern. Die FIFA hat schon Bestrebungen in diese Richtung."
  • Arsenal, wo zu diesem Zeitpunkt Alexander Manninger unter Vertrag stand, zog sein Kaufangebot für das neue Wembley-Stadion, dessen Bau erst bevorstand zurück und entschied sich, weiterhin im Highbury zu spielen.
  • Real Sociedad holte bei Atletico Madrid nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2. Bei den Gästen aus dem Baskenland spielte Didi Kühbauer durch.
  • Seit dem 31. Jänner hatte Toni Polster im Trikot des 1. FC Köln auf einen Treffer in der deutschen Bundesliga warten müssen, doch am Sonntag war es wieder soweit: Mit einem Doppelpack (sein 16. in der deutschen Liga) schoss er die "Geißböcke" zum 2:1-Sieg über Bochum.


"On Fire" - SKN ST. PÖLTEN

Die Niederösterreicher haben das Out im Europacup sehr gut verkraftet. Seit dem Aus gegen den PSV Eindhoven in der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation hat die Truppe von Trainer Herbert Gager alle Liga-Spiele gewonnen. Geht es in dieser Richtung weiter, werden Segovia und Co. im Kampf um den Aufstieg definitv ein Wörtchen mitreden.

"On Ice" - KAPFENBERGER SV

So wird das nichts. Der KSV kommt in dieser Saison einfach nicht in Fahrt. Die Obersteirer sind neben Schlusslicht Hartberg die einzige Mannschaft, die noch auf einen Sieg wartet. Die magere Ausbeute bisher: Vier Remis und zwei Niederlagen. Der Rückstand auf die Tabellenspitze beträgt bereits neun Punkte. Da sollte wohl jemand seine Ziele neu überdenken.

DER BLICK INS ARCHIV:

Der WAC hat einen unglaublichen Lauf. Die Kärntner bleiben Salzburg mit dem ebenfalls fünften Sieg im fünften Saisonspiel dicht auf den Fersen. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch Boris Hüttenbrenner ein persönliches Hoch erlebt. Der 28-Jährige erzielte beim 4:1 gegen Ried bereits seinen zweiten Treffer in der noch jungen Meisterschaft. Damit hat der Steirer in fünf Runden bereits mehr Tore erzielt als in den vergangenen zwei Saisonen zusammen. Und auch optisch macht der Defensiv-Akteur mittlerweile eine weit aus bessere Figur als noch vor elf Jahren als Youngster des DSV Leoben.

BILDERRÄTSEL:

Wir bemühen in dieser Saison unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted? Das Rätsel der 4. Runde war diesmal etwas knifflig. Neben Adi Hütter sieht man Ivan Adzic, wie User "dawuedebua" völlig richtig am schnellsten erkannt hat.

Diesmal suchen wir den Gegenspieler von Altach-Matchwinner Louis Ngwat-Mahop, der hier im Dress der Red Bull Juniors zu sehen ist. Wer kennt die Lösung?

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