"Alles raushauen, was geht"

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"Wir wollen den dritten Platz nach Hause fahren"

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Europacup-Platz in der Tasche, Rang drei im Visier. Für Sturm Graz hat das Heimspiel gegen Ried am Sonntag in der 36. Runde der Fußball-Bundesliga noch eine Bedeutung.

Die Grazer benötigen einen Sieg, um den dritten Platz vor Aufsteiger Altach aus eigener Kraft abzusichern. Die Vorarlberger haben einen Punkt Rückstand, allerdings das um 16 Treffer schlechtere Torverhältnis.

Die Statistik spricht klar für Sturm. Die Grazer blieben in den jüngsten sechs direkten Duellen unbesiegt und holten zuletzt vier Siege in Folge. In Graz gab es gegen Ried gar fünf Erfolge hintereinander.

"Wollen den 3. Platz nach Hause fahren"

"Die Spieler werden noch einmal alles raushauen, was geht, wir wollen unbedingt gewinnen", betonte Sturm-Trainer Franco Foda. Damit würden die Grazer 2015 vor eigenem Publikum ungeschlagen bleiben.

Noch bedeutender wäre allerdings die Belohnung mit Rang drei. "Wir haben unser Saisonziel erreicht, sind nächstes Jahr international dabei. Wir haben bisher eine gute Saison gespielt, wenn wir Dritter werden, wäre es eine sehr, sehr gute", resümierte Foda. Und Offensivspieler Donis Avdijaj ergänzte: "Wir wollen den dritten Platz nach Hause fahren."

Mit Platz drei würden die Grazer auch die beste Platzierung seit dem Meistertitel 2011 (66 Punkte) schaffen. In der Folge hatte es nur zu den Rängen fünf (2012/51), vier (2013/48) sowie fünf (2014/48) gereicht.

Ried will Platz sechs verteidigen

Die Tormannfrage war am Freitag noch offen. Der wiedergenesene Benedikt Pliquett könnte ein Abschiedsspiel bekommen, genauso aber der 18-jährige Tobias Schützenauer eine weitere Bewährungsprobe.

Für die Rieder, die auswärts zuletzt dreimal eine Niederlage kassierten, geht es auch darum ihre Abschluss-Platzierung erfolgreich zu verteidigen. Dem Sechsten aus dem Innviertel sitzt noch die einen Zähler dahinter liegende Wiener Austria, die Meister Salzburg empfängt, im Nacken.

"Sechstbeste Mannschaft in Österreich zu sein ist besser als nur Siebenter. Das ist deshalb unsere Zielsetzung für das letzte Match", gab Ried-Manager Stefan Reiter die Marschroute vor.

Interims-Duo Brenner/Sageder im Einsatz 

Es gelte zudem, dank eines Erfolgserlebnis mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause zu gehen. "Das ist ein wichtiger Faktor, und in Graz gab es jahrelang nichts zu holen für uns, das wollen wir ändern", sprach Reiter Klartext. Der letzte Sieg in Graz gelang den Oberösterreichern am 16. Oktober 2010 (1:0).

Der 54-Jährige ist seit einigen Tagen auf Trainersuche, nachdem der Wechsel von Coach Oliver Glasner zum Oberösterreich-Rivalen und Erste-Liga-Club LASK am Montag bekannt geworden war. In der letzten Partie werden daher die Assistenztrainer Ewald Brenner und Thomas Sageder die Mannschaft coachen.

"Die Gedanken waren zu Beginn dieser Woche natürlich noch nicht beim Spiel gegen Sturm Graz. Wir werden uns aber zu 100 Prozent darauf konzentrieren. Die vergangenen drei Jahre haben wir immer als Sechster die Meisterschaft abgeschlossen, da wollen wir uns jetzt nicht verschlechtern", betonte Ried-Kapitän Thomas Gebauer.

Die UPC-Arena dürfte fast ausverkauft sein, bis am Freitag waren bereits mehr als 12.000 Karten verkauft. Bereits vor und auch nach der Partie geht am Stadionvorplatz eine "Europacup-Party" über die Bühne.

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