Matchball Salzburg

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"Wir wollen den ersten Matchball nützen"

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Tabellenführer Red Bull Salzburg könnte am Samstag (16.00 Uhr) in Altach den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga endgültig fixieren. Mit einem Erfolg bei den viertplatzierten Vorarlbergern stünden die "Bullen" nach der 33. Runde zum sechsten Mal in der Red-Bull-Ära als Champion fest.

Für den Aufsteiger aus Altach geht es um wichtige Punkte im Kampf um die Europacupplätze.

"Wir haben vier Matchbälle, wir wollen den ersten nützen", erklärte Salzburg-Trainer Adi Hütter am Freitag. Die Statistik spricht dafür, dass dies den Salzburgern auch gelingt - bei jedem ihrem bisherigen fünf Titel waren sie jeweils im ersten Anlauf erfolgreich.

Beim Gastspiel im Ländle erwartet Hütter eine "spielerisch gute Mannschaft", die zudem in der Defensive kompakt stehe. "Das wird bei weitem kein Spaziergang werden, das wissen wir. Es wird wichtig sein, in Führung zu gehen. Wir haben beim 4:0-Cupsieg gesehen, dass uns das schon sehr gut tut", sagte Hütter.

"Heimspiel" für Hütter

Als Spieler wurde Hütter mit Austria Salzburg drei Mal Meister (1994, 1995, 1997), seinen ersten Meistertitel in der obersten Spielklasse als Trainer könnte der gebürtige Vorarlberger nun ausgerechnet in seiner Heimat feiern.

"Auf persönlicher Ebene - weil ich aus Altach bin, dort geboren und aufgewachsen bin - wäre das natürlich ein besonderer Moment für mich", meinte der 45-jährige Trainer und betonte: "Aber nicht für mich, sondern in erster Linie für die Mannschaft wünsche ich mir, dass wir morgen schon den Meistertitel fixieren können."

Linksverteidiger Andreas Ulmer will das Erfolgsrezept dafür bereits kennen: "Ich glaube, dass uns die Cup-Partie wichtige Erkenntnisse gebracht und gezeigt hat, wie wir agieren müssen, damit wir wieder als Sieger vom Platz gehen."

Ulmer, neben Christoph Leitgeb längst dienender Spieler im Salzburg-Dress, kurierte seine Adduktorenverletzung rechtzeitig aus, um aktiv am Ziel "Titelverteidigung" mitzuwirken. Der 29-Jährige könnte am Samstag, wie Leitgeb, zum fünffachen österreichischen Meister avancieren.

Soriano und Sabitzer fraglich

Möglicherweise nicht mitwirken können wird Salzburgs treffsicheres Sturmduo "Sabiano". Goalgetter Jonatan Soriano und Sturmpartner Marcel Sabitzer erzielten 47 der 93 Salzburger Bundesligatore. Kapitän Soriano ist nach einer im Training erlittenen Sprunggelenksblessur fraglich, ÖFB-Teamspieler Sabitzer musste zuletzt mit Hüftproblemen zwei Tage pausieren.

Beide traten allerdings am Freitag die Busreise nach Vorarlberg an. Fix fehlen werden die Youngsters Laimer, Pires, Caleta-Car und Sörensen, die zur hauseigenen Talenteschmiede nach Liefering für das Erste-Liga-Spiel gegen den LASK abbeordert wurden.

Im Altacher Lager ist die Freude auf den Schlager gegen den Ligakrösus groß. "Wir freuen uns auf das Duell gegen die beste Mannschaft Österreichs. Wir wollen unseren besten Fußball bieten", sagte Trainer Damir Canadi.

"Wir können auch Salzburg schlagen"

Die Vorarlberger, die zuletzt beim 1:3 gegen Rapid die erste Niederlage nach neun Heimsiegen en suite kassierten, wollen den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze wahren und zudem den drei Punkte zurückliegenden WAC auf Distanz halten.

In Sachen Taktik und Aufstellung wollte sich Canadi nicht in die Karten blicken klassen. Seine Mannschaft, so Canadi, solle aber möglichst ähnlich dem 4:1-Sieg in der Liga gegen Salzburg im November auftreten.

Altach-Torjäger Hannes Aigner, der heuer bereits gegen Salzburg getroffen hat und im Cupduell mit Rot vom Platz flog, ist zuversichtlich: "Wir sind als Mannschaft überzeugt, dass wir an einem besonderen Tag auch Salzburg schlagen können. Wir wissen aber auch, dass es schwer wird. Wir kennen die individuelle Klasse von Salzburg."

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