Sturm und Neustadt um Trendumkehr

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Zwei Spiele, null Punkte. Sturm Graz und Wiener Neustadt sind vor dem direkten Duell in der UPC-Arena am Samstag (19 Uhr) gleich schlecht in die Fußball-Bundesliga-Saison gestartet.

Vor allem die höher eingeschätzten Steirer stehen nun stark unter Druck, sie müssen eine Negativserie gegen die Niederösterreicher beenden, um im dritten Spiel den ersten Sieg einzufahren.

"Wir wollten diese Saison anders starten als letztes Jahr, das ist uns leider nicht gelungen. Es muss jetzt gegen Wiener Neustadt die Trendumkehr kommen", gab Sturm-Trainer Darko Milanic die Marschroute vor.

Sturm als Lieblingsgegner

Die Wiener Neustädter wollen das verhindern, sehen sich aber in der Außenseiterrolle. "Sturm steht mehr unter Druck. Die Fans erwarten viel und sie haben ein Heimspiel. Von uns erwartet eigentlich eh keiner was", sagte Trainer Heimo Pfeifenberger zur Ausgangslage.

Die Bilanz zwischen Sturm und Wiener Neustadt ist mit je zehn Siegen bei sechs Remis ausgeglichen, in der jüngeren Vergangenheit hatten die Wiener Neustädter aber klar die Nase vorne.

Fünf der jüngsten sechs direkten Begegnungen wurden gewonnen, zuletzt gab es drei Siege sowie auch drei Auswärtssiege in Folge. "Sie sind uns zuletzt sehr gut gelegen, es wäre schon gut, wenn wir erstmals anschreiben", sagte Pfeifenberger.

"Wir ändern unser Spiel nicht"

Beim 1:3 in Ried sowie dem 0:5-Heimdebakel gegen Salzburg gab es noch keine Punkte. "Die Stimmung ist trotzdem gut, wir haben Niederlagen gegen gute Gegner kassiert, lassen uns nicht aus der Bahn werfen", ist Pfeifenberger nach wie vor positiv gestimmt.

Eines will er aber von seiner Mannschaft jetzt sehen. "Die Spieler haben über einen langen Zeitraum sehr verhalten agiert. Mein Ziel ist es einfach, dass sie viel selbstbewusster auftreten. Das ist eine mentale Geschichte, sie müssen es sich einfach zutrauen", sagte der Salzburger.

Eine Änderung des seit Saisonbeginn praktizierten 3-5-2-Systems ist für das Schlusslicht kein Thema. "Wir ändern unser Spiel nicht. Die Spieler müssen das ganze Spiel aktiv bleiben und das geht nur wenn man offensiv spielt", schließt Pfeifenberger eine Rückkehr zu einer in der Vergangenheit praktizierten Defensivtaktik aus.

Milanic hofft, dass bald wieder alles O.k. ist

Einige Ausfälle bei Neustadt

Der 47-Jährige peilt in seinem 75. Ligaspiel als Wiener-Neustadt-Trainer seinen 20. Sieg an. Nicht mithelfen können dabei die weiter verletzten Dobras, Prettenthaler und Osman Ali.

Zudem ist der Einsatz des am Knie angeschlagenen Innenverteidigers Deutschmann fraglich. Stürmer Pichlmann ist nach überstandener Krankheit noch nicht voll bei Kräften.

Bei den Grazern fallen Ehrenreich, Pfingstner und Sharifi aus, der Japaner Akiyoshi hat noch keine Spielgenehmigung. Angeschlagen sind zudem die beiden Abwehrspieler Todorovski und Barbaric, die wohl spielen werden, sowie Beichler. "Vielleicht können wir einmal die erste Chance nützen, dann wäre alles leichter", hoffte Milanic auf ein schnelles Tor.

Mehr Pressing, mehr Risiko

Zudem sei es wichtig, dass seine Truppe, die am Mittwoch einen Test gegen den HSV 0:2 verlor, über 90 Minuten Leistung bringe. "Wir pressen jetzt höher, nehmen mehr Risiko, sind dadurch mit Fortdauer des Spiels manchmal in der Abwehr in Unterzahl. Da hilft nur Konzentration, volle Disziplin und Intelligenz", sagte Sturms Coach.

Mittelfeldspieler Anel Hadzic erwartete ein interessantes Spiel. "Wir werden unsere Taktik beinhart durchziehen und nicht zu sehr auf den Gegner schauen. In der Mannschaft haben wir einen guten Zusammenhalt und eine sehr gute Stimmung. Diese zwei Niederlagen dürfen uns nicht zurückwerfen", erklärte der bosnische Teamspieler.

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